#1: Die Sache mit der Emetophobie

Shownotes

Emetophobie – nie gehört? Der Begriff ist immer noch recht unbekannt, allerdings ist die Angsterkrankung, die dahinter steckt, gar nicht selten. Gemeint ist die Angst vor dem Erbrechen: kurz Kotzangst.

Davon Betroffene haben panische Angst davor, sich übergeben zu müssen. Diese schwere Angst oder Panik kann auch auftauchen, wenn es anderen Personen schlecht wird, bei entsprechenden Szenen im Spielfilm, wenn jemand im Fernsehen darüber spricht, ein merkwürdiger Fleck auf der Straße entdeckt wird oder auch nur die Rede von „Magen-Darm“ und grassierenden Viren ist. Die dann damit verbundene Panik bis hin zur Todesangst führt zu Vermeidungsverhalten im Alltag, darunter auch Vermeidung von Lebensmitteln und damit verbundenem oft massivem Gewichtsverlust. Vermehrt leiden auch hochsensible Menschen unter dieser Phobie. Erkrankte checken Lebensmittel auf Unverträglichkeiten, Mindesthaltbarkeit und leiden unter umfassenden Symptomen – vom Kloß im Hals über Herzrasen bis zu andauernder Übelkeit.

Viele Betroffene erinnern sich an Schlüsselerlebnisse in der frühen Kindheit mit weitreichenden Folgen, die schlimmstenfalls das ganze weitere Leben beeinflussen können.

Das weiß Angst-Coach und Heilpraktikerin für Psychotherapie Martina Effmert aus ihrer langjährigen Praxis-Erfahrung. In Episode 1 erklärt sie, welche Rolle dabei auch das vegetative Nervensystem spielt und wie man diesen Kreislauf unterbrechen und den möglichen Triggern ihre Kraft nehmen kann. Für ein Leben mit weniger Angst. Wir sprechen auch über Hochsensibilität, Anorexie, Magersucht, Schulangst, Schulphobie.

Bonus-Track: Atemübung

Die nächste Folge richtet sich besonders an Eltern und Bezugspersonen von an Emetophobie leidenden Kindern.

Das Buch zum Thema ist im Humboldt Verlag erschienen: "Angst vor Übelkeit und Erbrechen" https://www.humboldt.de/product/9783842642447/angst-vor-uebelkeit-und-erbrechen

Weitere Infos zum Thema auf der Webseite von Martina Effmert, hier geht es auch zur Praxis: https://effmert-coaching.de/ Fragen, Anregungen, Wünsche: me@effmert-coaching.de

Der Podcast ist eine Produktion von www.studiovenezia.de

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:13: Ja, schön dass ihr hier seid.

00:00:14: Es geht um das Thema und ihr glaubt es vielleicht nicht eine besondere Angsterkrankung einer Erkrankung die auch noch gar nicht so bekannt ist und deshalb bekommt sie heute unsere ganze Aufmerksamkeit.

00:00:27: Und es geht um die E-Methophobie.

00:00:30: E-methophoby, ihr habt richtig gehört Haufe ich, wenn ich das in der Praxis sage, dann sagen die Patienten EMI.

00:00:37: Was?

00:00:38: Emi?

00:00:39: Emitofug!

00:00:40: Was soll ich

00:00:40: haben?!

00:00:42: Ja, Emetrophobie – ganz kurz woher kommt es, kann man sich meistens das Wort auch viel besser merken und das kommt von Emitos.

00:00:49: Und Emitus ist altgriechisch und das heißt erbrechen.

00:00:54: Der zweite Teil des Wortes ist Phobos und das ist die Furcht.

00:00:57: Also Emetophobie ist sozusagen die Erkrankung oder die Angst vor dem Erbrechen oder auch Kotzangst genannt.

00:01:07: Ja, das glaube ich jetzt gar nicht sagen ganz viele wenn ich darüber mal spreche weil die sagen, dass soll eine Angsterkrankung sein?

00:01:12: Oh ja und zwar einer relativ und wirklich sehr schwerwiegende und in viele, viele Bereiche eingreifende Angsterkranken.

00:01:21: und darüber möchte ich heute sprechen wie man sie erkennt, wie ihr erkennen könnt ob du oder dein Kind daran erkrankt ist Und was man vielleicht dagegen tun kann.

00:01:33: Wo das alles herkommt, ja... Das soll mal so der Ausblick sein auf die nächsten Minuten!

00:01:39: Auf unsere Zeit in diesem Podcast.

00:01:41: Was genau ist Emetophobie?

00:01:43: Also die Angst.

00:01:44: Die Emetophobia ist erstmal die Angst und Panik davor sich selber zu übergeben und zwar alleine oder auch im Beisand von jemand anderem.

00:01:55: Es ist aber auch die Angst und die Panik davor, mit ans sehen zu müssen wie andere Menschen oder auch Tiere.

00:02:01: Wie ein Haustier, ein Hund oder eine Katze sich übergeben müssen.

00:02:06: Dazu kommt die Angst oder die Panika vor jeglicher Konfrontation.

00:02:10: also Menschen, die an E-Metophobia erkrankt sind Die meiden das im Fernsehen Und es gibt ja heute fast keinen Tatort mehr wo man nicht eine solche Szene sehen muss.

00:02:24: Minuten, die Sekunden wo der Emetophobiker halt umschaltet.

00:02:28: Also in Medien im Fernsehen, in erster Linie natürlich in Tiktok, in Gesprächen aber auch mit der Konfrontation mit den eigenen Gedanken.

00:02:39: In Gesprächen wenn zum Beispiel eine Mutter im Kindergarten sagt bei uns ist Magendam ausgebrochen absoluter Träger ja und da kommen wir schon dazu nämlich die Angst davor sich mit einem magendamen Virus anzustecken.

00:02:53: Das ist Pest und Cholera zusammen.

00:02:55: Also eigentlich diese vier Punkte, wenn du oder jemand den du kennst davor Angst hat – und zwar nicht eine normale Angst wie wir das vielleicht alle haben, wo ihr sagt, hm, finde ich auch ekelig!

00:03:07: Das ist übrigens das was ein Emitophobiker am allerwenigsten hören mag.

00:03:11: Die meisten mögen ja sich nicht übergeben aber der Emitophobiker hat keine normale Angst sondern er hat eine Todesangst in dem Moment Eine wirkliche Panik zu sterben, manche sagen sogar also bevor ich nochmal ein Norevirus bekomme möchte ich lieber sterben und das ist ganz ganz ernst gemeint.

00:03:32: Wie zeigt sich denn die Immetophobie bei Erwachsenen aber auch bei Kindern?

00:03:36: Das Gemeine an dieser Erkrankung ist dass sie ganz häufig so ganz unspektakulär anfängt.

00:03:43: Häufig mit Übelkeit mir is schlecht, ist dann so'n Satz den die Betroffenen Vielleicht selber schon tausendmal gesagt haben, bis sie vielleicht irgendwann erkennen.

00:03:52: Da ist doch was Fobisches vielleicht dahinter ne?

00:03:56: So eine stetige Übelkeit die kann zu so einem ungeliebten Dauerbegleiter werden.

00:04:03: Ja dieser schleichende Verlauf dass man dann morgens schon beim Aufwachen kontrolliert Ist alles in Ordnung oder ist mir aus irgendwelchen unecklärlichen Gründen schlecht?

00:04:13: Bei Kinder klagen die Mütter häufig bei den Kinderärzten.

00:04:17: Das ist die Kinder auf der Bauchschmerzen, klagen... Egal was sie kochen mögen Sie das nicht essen?

00:04:23: Sie vertragen es nicht oder es ist den Kindern einfach nur schlecht.

00:04:29: Ja diese Patienten haben dann häufig eine ganz lange Reihe von Untersuchungen.

00:04:33: also schulmedizinisch geht es von einem Arzt zum nächsten, vom Kinderarzt zur Magendamenspiegelung zum Ultraschall.

00:04:43: Da wird die Schildtrüse überprüft was auch alles ganz richtig ist.

00:04:46: man muss das schulmedizinisch erst mal abklären ob es irgendeinen Grund gibt warum derjenige ein solch starkes Krankheitsbild also euch starke Symptome hat und das kann natürlich sehr frustrierend sein weil der arzt einfach keine körperliche Ursache finden kann.

00:05:06: Ganz häufig und auch recht gemeint, finde ich ist es das Emitophobiker als Simulanten eingestuft werden.

00:05:15: Das heißt doch gar nicht so schlimm, mir ist auch schon mal schlecht.

00:05:17: also so schlimm ist das nicht.

00:05:19: Was sind die Symptome von der Kranken?

00:05:22: Ich teile sie immer ganz gerne in so Symptomen im Körper.

00:05:25: Welche Gedanken haben Sie?

00:05:27: Was sind Die Angstsymptome bei dem Gefühlen und vielleicht welches Verhalten kann ich bemerken?

00:05:33: Also Körpersymptome sind ganz klar, Herzrasen schwitzen.

00:05:37: Beklemmungsgefühle häufig zittern.

00:05:39: Übelkeit sowieso.

00:05:40: Da haben wir schon jetzt mehrfach darüber gesprochen.

00:05:42: Magenschmerzen der Klos im Hals ist auch ganz, ganz häufig.

00:05:48: Aber natürlich noch weiterer Schlaflosigkeit, Unruhe, Ohrgeräusche.

00:05:54: was denken so Emetophobiker?

00:05:55: Was sind die Gedanken?

00:05:56: und das sind so symptomatische Gedanken, die denken häufig.

00:06:00: Hoffentlich muss ich mich nicht gleich übergeben Oder ich muss hier weg.

00:06:05: Oder ich werde sterben, ich drehe durch!

00:06:08: Ich halte das nicht mehr aus.

00:06:10: Ich verliere die Kontrolle oder es hört nie wieder auf oder niemand kann mir

00:06:15: helfen.".

00:06:16: Das sind so die Gedanken und die Gefühle sind klar ängstlich panisch allein unsicher traurig aber auch wütend und verzweifelt.

00:06:27: Wie verhalten sich dann Menschen, die an einer solchen Angst der Krankung erkrankt sind?

00:06:31: Ganz häufig halt mit Vermeidung oder Flucht aus der Situation, Ablenkung.

00:06:37: Natürlich auch mit Medikamenten.

00:06:38: also in meiner Praxis frage ich häufig welche Dinge haben sie meistens bei sich?

00:06:44: die Emitophobiker haben eigentlich immer eine Flasche Wasser dabei?

00:06:47: Immer immer immer irgendwas zum Lutschen für Verminnsbombons.

00:06:53: Häufig aber auch Tabletten gegen Übelkeiten.

00:06:58: Ja, bei Kindern ist häufig ein regressives Verhalten zu beobachten und auch das Verhalten sich immer wieder zu vergewissern ob doch alles in Ordnung ist.

00:07:10: Außerdem reißen sie häufig das Fenster auf und manchmal kann man oder auch öfter kann man ein ständiges Reusband erkennen – das Reusban gegen diesen Kloß im Hals Genau, dann kommen wir schon zu dem, wen es nämlich betrifft.

00:07:24: Das haben wir eben schon gehört.

00:07:25: das kann sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen.

00:07:29: also beide können davon betroffen sein.

00:07:32: und ganz häufig wenn ich frage seit wann haben sie das denn?

00:07:38: Dann haben die Patienten das tatsächlich seit ihrer Kindheit aber nie drüber gesprochen.

00:07:48: oder häufig haben sie es gesagt vielleicht, da haben Sie in der Schule gesagt ich kann nicht zur Schule gehen weil mir ist schlecht.

00:07:55: Und wo es dann irgendwann wenn Sie sich getraut haben auch gesagt haben Ich möchte nicht zur schule gehen weil ich habe Angst dort mich zu übergeben.

00:08:03: das ist der Grund

00:08:04: Wie fühlt sich der Emitophobiker?

00:08:07: Der Emitophobiker berichtet häufig davon dass er ja wenn er morgens aufwacht schon checkt ob alles in Ordnung ist schon überlegt, gibt es heute irgendwie etwas Besonderes?

00:08:21: Gibt es eine besondere Situation?

00:08:24: Muss ich möglicherweise mit dem Bus fahren.

00:08:26: Es wird sozusagen alles als sehr gefährlich eingestuft wo die Möglichkeit bestehen könnte dass einem schlecht werden kann wie im Bus oder in der Schule oder das man sich übergeben könnte oder dass man jemanden sieht der sich über geben kann.

00:08:41: also all diese Dinge werden schon praktisch im Vorfeld am Tag überlegt und sind dann schon mit Angst besetzt.

00:08:52: Was bei der Emitophobie auch ein wichtiges Thema ist, ist zu schauen – viele Menschen die daran erkranken haben gleichzeitig eine gewisse Hochsensibilität.

00:09:04: Es sind sehr hochsensible Menschen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie ein verstärktes Empfinden haben.

00:09:10: Also Hoch sensibilität kann sein kann etwas zu tun haben mit der Wahrnehmung von außen, also von Farben und Helligkeit.

00:09:20: Es kann aber auch sein dass sie sehr empfindlich sind auf den Ohren, aber natürlich auch es gibt eine Hochsensibilität mit einem verstärkten Empfinden für den eigenen Körper.

00:09:30: Das bedeutet das kleinste Darmgeräusche schon in den Ohrendröhnen oder ein erhöhtes Schmerzempfinden da ist, also dass sozusagen Luft im Bauch zu ganz unerträglichen Beschwerden führen kann.

00:09:43: Also Luft im bauch die wir alle mal haben und dann pupsen wir halt ja aber wenn ich an Emitophobie erkrankt bin, dann habe ich vielleicht ein wirklich sehr starkes schmerz empfinden und diese starke schmerzen finden sorgt halt dafür das der hoch sensible halt in die angst hineingeht.

00:10:02: Dabei ist Hochsensibilität an sich ja keine Erkrankung und in dem Sinne auch nicht zu behandeln.

00:10:07: Der Hochsensible muss halt so lernen, mit dieser Erkannkung umzugehen – und auch mit der Erkankung der Emitophobie.

00:10:13: aber diese Verbindung zwischen Hochsensibilitäts- und Emitophobia ist halt zumindest immer in meiner Praxis sehr eindeutig zu sehen.

00:10:22: Ja, die Frage ist halt, wie entsteht dann eigentlich eine Emitophobie?

00:10:26: oder wo kommt sie denn jetzt her verdammt nochmal?

00:10:28: Das Eine ist natürlich klar durch eine möglicherweise eine Übelkeit, die da ständig ist.

00:10:33: So schleichend kommt sie dahinein und dann beginnt jemand zu katastrophisieren.

00:10:40: Aber in meiner Praxis meine Erfahrung dass ganz, ganz viele Emitophobiker dieses Krankheitsgefühl und diese Angst halt schon haben seitdem sie ganz klein sind.

00:10:51: Und dann schaue ich immer sehr gerne danach gibt es möglicherweise ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit.

00:10:59: Und alleine die Frage an den Erkrankten kannst du dich vielleicht an einen Schlüsselerlebnis erinnern?

00:11:06: Ist bei Menschen, die an einer Emitophobia erkrankt sind nach meiner Erfahrung sehr hoch!

00:11:11: Und dann liegt dort halt auch der Schlüssel in der Behandlung nachher.

00:11:16: Also ganz häufig eine Erfahrung in der Kita, dass sich ein Kind selber übergeben hat zum Beispiel in der kita oder jemand anderes ein anderes kind Kindergarten Grundschule und das ist einfach schlecht abgespeichert und dieses schlechte abspeichern.

00:11:30: dieses erlebnis ist wie ein traumatisches Erlebnis was sozusagen im Hintergrund läuft.

00:11:37: Dazu kommt dann sozusagen die Konditionierung, dass das Kind denkt okay, das ist in der Schule passiert.

00:11:44: Ich habe da dort und dort gesessen oder... Das ist im Unterricht passiert, im Matheunterricht und dann wird das so verknüpft nämlich ja, konditioniert mit Mathe oder mit dem Schultisch.

00:11:54: Oder mit dem Nachbarskind und Angst hat ja grundsätzlich die Tendenz das wisst ihr sich auszubreiten?

00:12:01: Und so breitet sich diese Angst dann auf andere Lebensbereiche aus.

00:12:05: aber es ist ganz wichtig zu verstehen wenn du so ein Erlebnis hast einen Magen-Darm-Virus, eine Neuroviruserkrankung.

00:12:14: Dann kann das sein, dass dieses schlechte traumatische Erlebnis sich so abgespeichert hat, dass ich dich, dass sich das praktisch durch dein ganzes Leben zieht und dich begleitet?

00:12:24: Vielleicht bist du durch die Kindheit und die Kindergarten und Jugendzeit sogar ganz gut gekommen.

00:12:29: Dass es irgendwie verdrängt war vielleicht auch nicht so schlimm.

00:12:34: Und möglicherweise ist zu einem späteren Zeitpunkt, wo eine Belastungssituation war, eine Prüfungssituation oder einen Schulwechsel kann das auch sein, also irgendeine Beleistungssituation.

00:12:49: Und auf einmal kommt diese Panikattacke oder die Angst wie aus dem Nichts heraus ja?

00:12:54: Aber die Ursache liegt tatsächlich in dem traumatischen Erlebnis und im Schlüsselerlebnis.

00:13:01: Ja noch etwas in eigener Sache.

00:13:02: viele von euch haben mich in den letzten Monaten immer wieder gefragt ob es meine Transreisen und Hypnosen auch als vollständige Audioaufnahmen für zu Hause gibt.

00:13:13: Und deshalb freue ich mich ganz besonders, dass ab nächster Woche auf meiner Website ein kleiner Shop online geht und dort findet ihr ganz professionell produzierte Transreisen- und Hypnosen zum Download!

00:13:26: Die unterstützen euch dabei Ängste zu reduzieren, innere Sicherheit zu entwickeln, euer Nervensystem zu regulieren oder einfach mal ganz bewusst zur Ruhe zu kommen Während die Übungen hier im Podcast ganz bewusst kurz gehalten sind, also der Bonus-Track.

00:13:44: Sind die Transreisen und Hypnosen im Shop deutlich umfangreicher?

00:13:48: Und sie geben euch mehr Zeit sozusagen tiefer in die Entspannung einzutauchen und die Inhalte dann nachhaltig zu verankern!

00:13:57: Also wenn ihr euch auch zwischen den Podcastfolgen etwas Gutes tun möchtet, dann schaut doch gerne auf meiner Webseite vorbei.

00:14:04: Vielleicht ist genau die Aufnahme dabei, die dich sozusagen in einer aktuellen Situation begleitet und unterstützt.

00:14:12: Ja vielen Dank auch dass ihr meinen Podcast hört und mich auf diesem Weg begleitet und ich freue mich natürlich wenn wir uns auch da wieder hören!

00:14:22: Was sind andere Ursachen von Emitophobie?

00:14:25: Das andere ist halt.

00:14:26: dann kommt die Konditionierung also viele Trigger die verbunden werden wie der Fleck auf der Straße.

00:14:33: man sieht einen im Rheinland und da komme ich ja her einen Flecken, ein Kurze auf der Straße.

00:14:39: Und zack ist man in diesem... In der Angst drin!

00:14:43: Man sieht einen Eimer weil die Mutter einem vielleicht damals immer einen roten Eimer gegeben hat oder oder oder.

00:14:48: also es gibt ganz viele Trigger und leider Gottes bei vielen Müttern sind die Trigger die Kinder, ja?

00:14:56: Das ist ein Drama wenn ich mir vorstelle Ich habe viele junge Mütter in der Praxis wo das Kind dann so zwei, drei ist und in die Kita geht.

00:15:04: Und das Kita-Schild, dass da hängt mit Magendarmvirus – es ist ein unglaublicher Trigger unser, dass die Mutter fast nicht das Kind so Kita bringen kann erst recht nicht wenn das Schild dort hängt.

00:15:17: Also die Trigger, die kann man sich auch anschauen und die kann Man entmachten und entkraften und bearbeiten natürlich!

00:15:26: Ja und dann kommt als nächstes diese Zukunftsgedanken, also diese Gedanken die ich nenne immer was wäre wenn Gedanken dieses Katastrophisieren.

00:15:34: Was ist denn ich mich da jetzt doch angesteckt habe?

00:15:36: Was ist wenn das Lebensmittel nicht in Ordnung ist?

00:15:39: Was wenn ich nicht geprüft habe?

00:15:41: war die Milch jetzt noch haltbar oder nicht?

00:15:43: Doch das machen eh Metaphoriker sie prüfen die Milchs Aber was ist, wenn ich das nicht gepuft habe und hab die getrunken?

00:15:49: Es könnte sein dass mir schlecht wird.

00:15:51: Solche Dinge denken eben Ethophobiker und deshalb grenzt sie das auch ganz extrem ein.

00:15:58: Diese Themen gilt es zu bearbeiten Und die dahinter liegenden Ängste zu erkennen.

00:16:04: Was sind mögliche Schwierigkeiten bei der Behandlung dieser Angsterkrankung?

00:16:08: Worüber wir uns auch unterhalten sollten Das werden wir aber sicherlich in der einen oder anderen Folge auch machen, die ja noch folgen werden wenn wir mit Eltern sprechen.

00:16:16: Nämlich der Abgrenzung von Emitophobie zur Magersucht Eine sehr häufige Erkrankung Die Anorexie, die auch sehr gefährlich ist, die aber eine ganz andere Art der Behandlung braucht als ein Emitophobiker Der aufgrund dessen dass er diese Angst hat sich zu erbrechen, in seiner Logik folgt für den Emitophobiker.

00:16:43: Also dann esse ich doch lieber nicht weil wenn ich nichts esse, dann muss ich mich auch nicht übergeben.

00:16:48: da ist ja sozusagen nichts drin und deshalb kontrollieren sie das Essen natürlich im Bezug auf mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

00:16:57: Sie kontrollieren das Essen ob es noch gut ist also das Mindesthaltbarkeitsdatum.

00:17:02: Sie vermeiden auch gefährliche Lebensmittel.

00:17:05: Das ist häufig, also gefährlich in Anführungszeichen natürlich, das ist häufig Sahne oder Eier oder künstliche Zusatzstoffe oder konservierte Nahrung und natürlich abgelaufene oder unbekannte Lebensmittel werden sowieso nicht gegessen.

00:17:19: Und diese ganzen veränderten Essgewohnheiten führen dann natürlich häufig zu starkem Gewichtsverlust.

00:17:25: Das is aber bei dem Emetophobiker gar nicht gewünscht ganz anders als bei jemand der eine Magersucht hat!

00:17:31: Und deshalb ist es so schwierig, wenn dieser angsterkrankte Mensch dann aufgrund seiner Gewichtsabnahme in der Klinik in der Anorexie-Abteilung landet.

00:17:44: Weil das einfach schlicht nicht das ist?

00:17:49: Also die Erkrankung praktisch nicht am Schopfer gepackt wird!

00:17:54: So, wir werden bestimmt auch sprechen über Schulängste.

00:17:57: Und wo ist denn der Unterschied zwischen der Schulphobie und der Schulangst oder einer Emitophobie?

00:18:02: Aber auch das möchte ich gerne verweisen auf die entsprechenden Podcasts mit den Eltern da, werden wir sicherlich darüber noch sprechen!

00:18:16: Wir könnten jetzt mal darüber sprechen... was vielleicht so ein Mitverursacher ist.

00:18:21: Ein Mitverurussacher ist das vegetative Nervensystem, also unser Nervenystem steuert ja unsere lebensnotwendigen Körperfunktionen wie Atmung, Verdauung, Stoffwechsel und das vegetativen Nerven-System sorgt auch gemeinsam mit unserem Hormonsystem dafür dass alle unserer Organe gut funktionieren.

00:18:42: Das steuert im Prinzip all die Bereiche, die wir mit unserem direkten Willen nicht beeinflussen.

00:18:47: Also wie Blutdruck, Speichelfluss, ob sich die Adern weiten und verengen... Genau!

00:18:52: Und in diesem Zusammenhang stehen sich der Sympathikus und der Parasympathicus sozusagen gegenüber.

00:19:00: Der Sympatikus macht uns so zu sagen aktiv, er setzt uns wenn Spannung, der sorgt dafür dass sozusagen schnell reagieren können.

00:19:10: Und der Parasympathikus, das ist der Teil, der uns entspannen lässt und den wir brauchen um uns zu entspannnen und um ruhig zu sein.

00:19:21: Was passiert jetzt wenn ich Angst habe?

00:19:23: Egal welche Angst!

00:19:24: Wir werden ja öfter über Angst sprechen was passiert dann?

00:19:26: es wird sozusagen in unserer Amygdala, so ein kleiner Kern, so einen kleinen Teil in unserem Gehirn.

00:19:33: da wird diese Angstreaktion sozusagen angeschopst.

00:19:37: Es wird praktisch was erlebt, was andere Menschen vielleicht als nicht so beängstigend.

00:19:43: Also etwas... Was uns beängschtigt?

00:19:47: Das wird angeschubst!

00:19:48: Der Startpunkt der Angstreaktion sorgt dafür, dass Biochemische Prozesse ausgelöst werden.

00:19:56: Also es werden ganz viele Hormone ausgeschüttet und diese Hormonen wie Adrenalin oder Adrenalinkortisol

00:20:03: usw.,

00:20:04: die sorgen dafür dass ich sozusagen aus meiner Angst heraus sehr schnell reagieren kann.

00:20:11: Nämlich mit Angriff oder mit Flucht und damit der Körper in ganz schneller Zeit, in so ein Fluchtmodus gesetzt werden kann.

00:20:19: Dafür brauche ich halt sozusagen diese Alarmanlage, die innere Amygdala.

00:20:24: Was macht sie?

00:20:25: Die sorgt erst mal dafür, dass sich die Blutverteilung ändert!

00:20:30: Wenn die Blutverteilung ändert, das bedeutet weil ich ja fliehen muss oder kämpfen muss, brauche ich ganz viel Blut in meinen Beinen und das heißt dass Blut wird sozusagen herunter gepresst aus dem Kopf herunter in die Beine.

00:20:43: Damit ich rennen kann Das haben übrigens auch ganz viele sich vielleicht erinnern, wenn sie mal in der Schule Angst hatten weil sie aufgerufen worden sind oder in der Schule.

00:20:53: Wenn man eine Prüfung hat wo man sagt Mensch das hatte ich vorher so gut gelernt das habe ich eigentlich alles gewusst.

00:21:00: aber als die Frage dann kam ich hatte wie ein Blackout Ich hatte nichts mehr im Kopf und das stimmt Wirklich daran gelegen, dass im Angstmodus das Blut runtergepresst wird und dann ist im Gehirn wirklich nur noch ein Zugriff auf das was ganz tief verankert ist.

00:21:18: Und diese Blutverteilung, die so runter geht, die sorgt auch beim Immetophobiker unter anderem für diese Übelkeit weil in der Angst wird das Blutt runter gepresst und wenn man sich das jetzt vorstellt dann presst es das ja auch am Hals runter, nach unten und das sorgt für dieses Klosgefühl im Hals.

00:21:39: Das wäre dem Hals ein Gefühl vom Schluck-Kloßbeschwerden haben.

00:21:43: Dann wird das Blut weiter runter gepresst und der Magen in dem ja ganz viel Blut ist damit dass diese Peristaltik macht also diese Magenbewegung Wenn das Blutan in die Beine runter geht, dann hängt der Magens so bisschen Schlaf durch und das macht das flaue Gefühle Magen.

00:22:00: Wie kann man sich selbst oder anderen helfen, wenn diese Angst plötzlich eintritt?

00:22:30: Die können mit einer tiefen Bauchatmung ganz gut dagegen arbeiten.

00:22:36: Also eines der allerersten Dinge, die ein Angstpatient lernen darf ist, tief zu atmen, tief in den Bauch hineinzuatmen um so den Parasympathikus zu aktivieren also der Entspannungsnerv, der dafür sorgt dass wir uns entspannen können.

00:22:58: Gut, das war jetzt der kleine Ausflug in das Nervensystem.

00:23:02: Der aber für den Emitophobiker ganz wichtig ist weil gerade hier halt ein Teil der Lösung klickt und auch einen Teil der Begründung weshalb er dieses Übelkeitsgefühl hat.

00:23:16: Diese Übelkeit die ihn so begleitet.

00:23:22: Vielleicht magst du dich heute für ein Atemtraining entscheiden?

00:23:27: Ein Atemtraining ist in jeder Hinsicht eine wirklich gute Wahl, weil der Atemversorg dein Körper mit frischem Sauerstoff und er passt sich zudem unsere Stimmungslage an.

00:23:40: Und deshalb ist es insbesondere bei Stress und bei Angst auch so dass der Atm immer flacher und schneller wird.

00:23:49: dabei und dann dagegen zu steuern da hilft halt die tiefe Atmung in den Bauch hinein Die tiefe Bauchatmung.

00:24:00: Und so atmest du richtig!

00:24:03: Wenn du magst, kannst du sofort mitmachen.

00:24:06: Leg dich bequem hin oder setz dich ganz entspannt hin.

00:24:11: Leg eine Hand auf deinen Bauch und jetzt atmest du tief durch die Nase ein.

00:24:18: Du zählst dabei bis drei oder vier und du fühlst wie sich dein Bauch beim Einatmen ausdehnt und sich deine Hand auf deinem Bauch bewegt.

00:24:31: Dann atmest du aus, du zählst bis sechs oder sieben.

00:24:36: Du atmest aus durch den Mund zu einer leichten Lippenbremse – es ist wenn man den Mund so ein wenig schließt!

00:24:47: Beim Ausatmen zieht sich der Bauch wieder zusammen und die Hand gibt nach und gibt.

00:24:52: dem Bauch geht sozusagen mit dem Bauchen nach unten.

00:24:57: Also einatmen bis drei oder vier zählen.

00:25:03: Und wieder ausatmen, bis sechs oder sieben Zähl.

00:25:13: Wieder einatmend bis dreie oder vier und wieder aus atmen.

00:25:26: Das ist so eine ganz grundsätzliche Übung.

00:25:30: Mit dieser Übung kannst du ganz einfach zwischendurch überprüfen ob Und wie gut und wie tief du gerade atmest.

00:25:40: Das kannst du machen, ob du am Arbeitsplatz bist oder was ich auch immer eine gute Idee finde so ein paar Atemzüge zum Beispiel in der Schlange im Supermarkt.

00:25:49: Wenn du diese Atemtechnik so langfristig zu deiner ganz eigenen Gewohnheit machen möchtest dann legt dir doch einen ganz bestimmten Zeitpunkt für diese Entspannung in deinem persönlichen Tagesablauf fest.

00:26:03: das kann

00:26:03: z.B.,

00:26:04: der frühe Morgen sein.

00:26:06: Oder wenn du dir am ganzen Tag darüber irgendwie mal eine Freude machen möchtest und dir was Gutes tun willst, dann such doch eine Zeit über den Tag verteilt.

00:26:15: Oder am Abend so in Kombination mit der Zahnputzroutine – ganz egal wann und wie.

00:26:21: Hauptsache du findest die Möglichkeit, so täglich dich für ein paar Minuten zurückzuziehen und dich so auf deinen Atem zu konzentrieren!

00:26:31: Ich verspreche dir, wenn du dieses Atemtraining unter gibt's wissenschaftliche Studienzug konsequent über einundzwanzig Tage durchführst und so lange braucht man halt um eine neue Routine festzulegen.

00:26:43: Dann wirst du merken wie sich etwas verändert nämlich deine Selbstwahrnehmung zur Entspannung.

00:26:49: die wird sich nämlich verbessern Und dann schaffst du es auch in Angstsituationen besser los zu lassen und du bemerkst die Anspannungen Früher und kannst dadurch auch schon früher entgegensteuern.

00:27:03: Und unglaublicherweise, nach ungefähr drei Monaten kann man diese Veränderungen im Gehirn sogar im MRT sehen.

00:27:14: Wenn du mal vielleicht eine Zeit lang findest keine Übung zu machen dann ist doch überhaupt kein Problem weil dann steigst du einfach am nächsten Tag wieder ein!

00:27:26: Alles Gute bis dahin.

00:27:29: deine Martina.

00:27:32: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:27:34: Wir hoffen, diese Folge konnte dir helfen.

00:27:37: Wenn du Fragen, Feedback oder Themenvorschläge hast, schicke uns gerne eine Mail an meadfmat-coaching.de.

00:27:44: Ebenso würden wir uns sehr darüber freuen, wer du den Podcast abonnierst und eine kurze Bewertung hinterlässt.

00:27:51: Danke und bis bald!

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