#26: Mobbing – oder soziale Ängste? Wie du die Warnzeichen richtig deutest.
Shownotes
Viele Kinder ziehen sich plötzlich zurück, sie klagen über Bauchschmerzen oder Kopfweh, melden sich nicht mehr im Unterricht oder separieren sich auf dem Schulhof von ihren Mitschülern. In so einer Situation sollten Eltern genau hinschauen und die richtigen Fragen stellen. Denn hinter diesem Verhalten können soziale Ängste stecken – oder auch echtes Mobbing.
In dieser Folge spreche ich über:
✔ den Unterschied zwischen sozialer Angst und Mobbing
✔ körperliche Symptome und Warnsignale
✔ Fallbeispiele zum Wiedererkennen
✔ wann Eltern konkrete Schritte einleiten sollten – bis hin zum Schulwechsel
✔ wie Eltern aktiv und präsent sein können, damit ihr Kind sich wieder sicher fühlt
Und zum Abschluss gibt es wieder einen Bonustrack – für Kind und Eltern.
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Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Soziale Angst beginnt oft nicht mit einem Knall, sondern mit einem kleinen Moment der Beschähmung.
00:00:08: Und was für Erwachsene harmlos wirkt, das kann bei einem sensiblen Kind eine ganz tiefe Unsicherheit auslösen.
00:00:18: Leben ohne Angst.
00:00:20: Der Podcast über den alltäglichen Umgang mit Ängsten.
00:00:23: Mit Martina Effmott.
00:00:28: Ja, herzlich willkommen zum Podcast Leben ohne Angst.
00:00:31: Hier ist Martina F. Merth.
00:00:32: Ihr kennt mich schon.
00:00:34: Therapeutin, Podcast Host, Autorin von verschiedenen Büchern, die sich auch mit Kindern und Kinderängsten beschäftigen, Essstörung beschäftigen.
00:00:43: Ja, und dem Podcast hier.
00:00:45: Ich freue mich, dass du wieder zuhörst.
00:00:47: Es geht um Leben ohne Angst, dem Podcast für Eltern, Kinder und allen, die wir hier Mut machen wollen.
00:00:53: Genau.
00:00:54: Und auch heute widmen wir uns wieder, dem Thema ist jetzt das dritte in Folge, was viele Familien betrifft, nämlich das Thema bei Ängsten und bei Kindern.
00:01:04: Und über das halt recht selten gesprochen wird, es sind soziale Ängste bei Kindern und Mobbing.
00:01:10: Genau, das soll heute unser großes, die große Überschrift sein.
00:01:14: Also zwei Begriffe, die manchmal sogar miteinander verwechselt werden, aber oft miteinander verwoben sind.
00:01:21: Und für betroffene Kinder halt eine enorme seelische Belastung bedeuten.
00:01:27: Und deshalb klären wir heute, was ist soziale Angst und was ist mobbing?
00:01:32: Wie erkenne ich, ob mein Kind betroffen ist?
00:01:35: Wie gucke ich hin anstatt weg?
00:01:38: Was kann ich als Eltern, was kannst du konkret tun?
00:01:42: Und wie helfen wir Kinder wieder an sich selbst zu glauben?
00:01:45: Und zum Schluss gibt es, das kennst du schon, wieder ein Bonus-Track.
00:01:49: Da habe ich übrigens gehört, dass manche Eltern mir die Rückmeldung gegeben haben, die Bonus Tracks für die Kinder sind so schön.
00:01:55: Die mache ich auch selber.
00:01:56: Das freut mich natürlich und deshalb sage ich, der Bonus Track sind es dann nicht nur für Kinder, sondern auch für Mama und Papa.
00:02:04: Ja, bevor wir heute die Folge starten, noch ein kurzer Hinweis.
00:02:08: Diese Episode wird unterstützt von meinem Partner Jomu.
00:02:12: Jomu stellt hochwertiges Gerstengras her.
00:02:16: die vitalstoffreichste Pflanze der Welt.
00:02:18: Und warum ich das gerade Eltern und Kindern empfehlen kann, das erfahrt ihr später in der Folge.
00:02:27: Ja, also soziale Angst, was ist das überhaupt?
00:02:31: Soziale Angst ist eigentlich die Angst vor dem Blick der anderen, nämlich vor Bewertung, vor Fehlern, vor Auslachen.
00:02:39: Und sie tritt meist in der späten Grundschule oder in der frühen Pubertät auf und ist sehr oft bei sehr sensiblen Kindern zu finden und auch bei leistungsorientierten Kindern.
00:02:52: Manchmal ist es eine Folge von Enttäuschungen und manchmal entsteht sie einfach, weil Kinder so beginnen sich zu vergleichen.
00:02:59: Ein ganz typische Gedanken von Kindern sind, ich sag bestimmt was Falsches.
00:03:07: Oder alle schauen mich an.
00:03:10: Oder ich bin nicht cool genug.
00:03:13: Da kommt auch viel dieser soziale Vergleich mit, wenn sie da ein bisschen älter sind, mit TikTok oder den sozialen Medien.
00:03:20: Ich bin nicht cool genug.
00:03:22: Genau.
00:03:24: Darüber mache ich übrigens die nächste Folge.
00:03:26: Aber der Hinweis, der kommt dann später.
00:03:29: Ja, die Symptome.
00:03:30: Was haben die Kinder körperlich?
00:03:33: Erkennt das schon nicht und unterscheidet immer körperlich, emotional und im Verhalten.
00:03:37: Also körperlich ist der Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, aber auch wieder die Übelkeit oder Kopfweh.
00:03:43: Emotional ist ganz viel Scham dabei.
00:03:47: Nauvosität, innere Anspannung und auch Rückzug.
00:03:52: Und im Verhalten, da kann man beobachten, die vermeiden Gespräche, Gruppenarbeiten, Schule oder auch die Freizeit.
00:04:03: Ja, ein Kind, das sich nie vergessen werde, oder so kann soziale Angst halt beginnen.
00:04:08: Es zeigt ganz gut, wie sich soziale Angst oft unbemerkt und schleichend entwickelt.
00:04:14: Und ich würde euch gern ein Fallbeispiel geben, welche Auslöser dahinter stehen können.
00:04:20: Deshalb habe ich Fallbeispiele aus der Praxis mitgebracht.
00:04:24: Das erste ist die Leonie.
00:04:25: Jetzt habe ich gedacht, Leonie, das große Schweigen.
00:04:29: Also Leonie ist acht Jahre alt, ein kluges, ganz sensibles Mädchen.
00:04:34: Und als sie in meine Praxis kam, war sie in der dritten Klasse.
00:04:38: Und die Mutter sagt im Vorgespräch, sie ist eigentlich ein fröhliches Kind, aber seit ein paar Monaten verändert sich etwas.
00:04:44: Sie zieht sich zurück, spricht kaum noch in der Schule, sagt, sie will nicht mehr in die Pause mitgehen.
00:04:51: Sie hat früher so gern gelesen und auch vorgelesen.
00:04:54: Und jetzt will sie nichtmals mehr mit ihrer Freundin spielen.
00:04:58: Auf meine Frage, was denn genau passiert sei, sagt die Mutter.
00:05:02: Ach, das fing alles mit einem Referat an.
00:05:05: Leonie hat sich versprochen, da haben ein paar Jungs gelacht.
00:05:08: Nicht schlimmes dachte ich, aber seitdem ist sie wie verschlossen.
00:05:13: In der Trance und in der Spielphase mit Leonie zeigte sich dann ganz schnell, sie hatte keine Angst vor dem Thema, sondern vor dem Ausgelacht werden.
00:05:23: Wenn ich was Falsches sage, gucken mich alle an und ich will am liebsten unsichtbar sein.
00:05:30: Sie war vorher ein aufmerksames und auch sprachlich starkes Kind gewesen, aber durch diesen einen einzigen Vorfall begangen sie sich selbst so zu sagen, zu zensieren.
00:05:42: Sie sprach im Unterricht nur noch, wenn sie direkt angesprochen wurde, in Gruppenarbeiten schwieg sie und in der Pause stellte sie sich an den Rand.
00:05:52: Auf meine Frage, was würdest du tun, wenn du mutiger wärst, da sagte sie, Dann würde ich einfach sagen, was ich denke.
00:06:01: Und ich würde in der Pause mitspielen, auch wenn ich nicht weiß, was die anderen sagen.
00:06:08: Ja, die kleine Leonie, was half.
00:06:10: Also in der Arbeit mit Leonie haben wir dann mit spielerischen Mitteln gearbeitet und auch mit Trance Reisen.
00:06:15: Wir haben eine stärken Schatzkiste gebaut mit allen Dingen, die sie gut kann.
00:06:20: Und Marc, wir haben ihre innere Bestimme benannt, nämlich die innere Stimme, ich sage in der Praxis, auf die Mimi, die Vorsichtige.
00:06:29: hat sie sie genannt und gelernt mit ihr zu sprechen.
00:06:32: Was nämlich die Mimi, die Vorsichtige zu ihr sagt.
00:06:35: Und wir haben Mini-Mutaufgaben entwickelt.
00:06:37: Also zum Beispiel in der Schule eine Frage zu stellen, jemandem Hallo zu sagen.
00:06:42: Und vor allem haben wir gemacht, Entlastung von dem inneren Druck perfekt sein zu müssen.
00:06:49: Und zu Hause haben wir mit den Eltern gemeinsame Rituale eingeführt, bei denen Leonie mindestens eine Sache täglich aufschrieb, die sie sich getraut hat.
00:06:59: Ganz egal, wie klein.
00:07:02: Ja, was zeigt uns die Geschichte von Leonie?
00:07:04: Die zeigt uns, dass soziale Angst beginnt oft nicht mit einem Knall, sondern mit einem kleinen Moment der Beschämung.
00:07:15: Und was für Erwachsene harmlos wirkt, nämlich die Mutter sagt, das war ja nur ein Versprecher, ja, das kann bei einem sensiblen Kind eine ganz tiefe Unsicherheit auslösen.
00:07:25: Deshalb, wenn du spürst, dass dein Kind beginnt, sich zurückzuziehen, sich zu verunsichern, still zu werden.
00:07:34: Dann frag nicht nur, warum sagst du nichts mehr?
00:07:38: Das sagen nämlich viele Mamas und Papas, sondern sag, was bräuchtest du, um dich sicher zu fühlen?
00:07:44: Ja, das war das Thema mit der sozialen Angst und vielleicht konnte ich euch ein bisschen sensibilisieren, nochmal genauer hinzuschauen, wenn das Kind so in einen Rückzug geht.
00:07:56: Wenn wir uns jetzt anschauen, was Mobbing ist, dann ist Mobbing schon etwas anderes, aber das kann so eine soziale Angst halt massiv verstärken.
00:08:05: Mobbing, das ist eine systematische, wiederholte Ausgrenzung oft über Wochen oder Monate.
00:08:13: Und es gibt eine Täterstruktur mit Läufer und ein Opfer.
00:08:17: Und es passiert meist dann, wenn Erwachsene nicht genau hinsehen.
00:08:22: Also Mobbing ist nicht nur Streiten oder nicht mögen.
00:08:27: Sondern wirklich, es ist was anderes.
00:08:29: Es sind Abwertungen, wie du bist dumm, du bist hässlich.
00:08:33: Wir denken an Cyber-Mobbing, zum Beispiel über WhatsApp oder TikTok.
00:08:37: Es ist der Ausschluss, du darfst nicht mit uns spielen.
00:08:40: Und auch das Bloßstellen vor anderen.
00:08:44: Also Kinder, die gemobbt werden, verlieren oft das Vertrauen in sich selbst.
00:08:50: Sie denken dann irgendwann, ich bin wirklich komisch.
00:08:54: Und das ist ganz schön schrecklich, ja.
00:08:57: Wenn wir jetzt gucken, was haben diese beiden, deshalb habe ich dir auch in einem, fasse ich dir in diesem einen Podcast auch zusammen, weil ich sie nämlich gegenüberstellen möchte.
00:09:05: Was haben die denn gemeinsam?
00:09:08: Also soziale Angst und Mobbing.
00:09:10: Beide können halt zu einer tiefen Verunsicherung führen.
00:09:14: Und beide beeinflussen die körperliche Gesundheit und ganz fürchterlich.
00:09:18: Beide bleiben ganz lange oft unbemerkt, weil die betroffenen Kinder häufig still werden, weinen oder komisch wirken.
00:09:26: oder versuchen einfach nichts zu zeigen.
00:09:30: Genau, damit es sich ein bisschen besser und auch klarer darstellt, habe ich auch hier wieder ein Praxisfall mitgebracht.
00:09:36: Das ist Timmy und der Schulhof Stress.
00:09:39: und der Timmy, der ist C. Und morgens ist er oft ruhig, manchmal sogar fröhlich, aber nach der großen Pause wirkt er halt wie ausgewechselter, ist er oft blassstill, hat keinen Appetit.
00:09:51: Zu Hause sagt er halt, alle lachen, wenn ich was sage und in Gruppen arbeiten will er nicht mehr mitmachen.
00:09:58: Und die Eltern fragen ganz behutsam nach, Timmy, du kommst immer ganz bedrückt von der Schule nach Hause, was ist denn da los auf dem Schulhof?
00:10:08: Und Timmy zögerte.
00:10:09: und dann sagt er aber, immer wenn ich was sage, guckt Max so blöd und die anderen lachen dann, da sage ich lieber gar nix mehr.
00:10:18: Und das, das ist noch kein offenes Mobbing.
00:10:22: Aber das ist soziale Beschämung, die sich einschleift.
00:10:27: Und auch hier, Timmy, beginnt sich selbst zu zensieren.
00:10:31: Das ist eigentlich das Thema.
00:10:33: Also was kannst du tun, als Eltern?
00:10:38: Und da geht es wieder um so eine Korregulation durchzuhören.
00:10:41: Also zu sagen, danke, dass du das erzählt hast.
00:10:44: Ich bin da und du bist nicht allein.
00:10:48: Dazu gehört auch, keine Panik auszustrahlen, weil Eltern neigen ganz oft dazu, sofort zu handeln.
00:10:54: Aber das wollen wir gar nicht, sondern das Kind braucht erst mal Sicherheit.
00:10:59: Also sagt nicht, ich ruf morgen sofort in der Schule an, sondern sagt, okay, wir schauen da gemeinsam hin und wir überlegen zusammen, was du brauchst.
00:11:10: Es geht um eine sanfte Intervention.
00:11:13: Dazu gehören dann auch Gespräche mit der Klassenlehrerschaft, Beobachtungen in der Pause, unter Umständen durch die Schulsozialarbeit, kann helfen.
00:11:23: Aber auch Rollenspiele zu Hause, nämlich kannst du mit dem Kind schon üben, aber es könntest du sagen, wenn.
00:11:28: Das hat man ja als Eltern doch machen, manchmal ganz gute Vorschläge, die man dem Kind machen kann und das auch zu üben.
00:11:35: Ja, und natürlich kann auch sowas helfen wie so ein Selbstbehauptungskurs oder Sozialkompetenzgruppen, die gibt es häufig auch über das Jugendamt oder in der Schulpsychologie.
00:11:45: Einfach mal nachhören.
00:11:48: Ja, was können Eltern ganz konkret tun?
00:11:53: Also früh beobachten und nicht bagatellisieren.
00:11:57: Also wenn das Kind regelmäßig sagt, ich habe keine Freude, Nein, ich habe keine Freude auch nicht.
00:12:02: Aber wenn es auch sagt, ich habe keine Freunde und ich will nicht in die Pause und die lachen über mich, dann bitte hinschauen und nicht beschwichtigen.
00:12:10: Ganz wichtig.
00:12:13: Was auch wichtig ist, nicht mit dem Täterkind zu diskutieren.
00:12:18: Das ist so ein häufiger Reflex von Eltern, dass sie sagen, den Knöpfe ich mir mal vor, nein, sondern die Schule einzubeziehen.
00:12:26: Also dieser große Impuls, den man da als Eltern häufig hat, nämlich mit dem Mobberkind zu reden, das geht halt wirklich meistens nach hinten los.
00:12:35: Also viel besser ist es, sachlich und ruhig und konstruktiv mit den Lehrern zu sprechen und eine gute Schule nimmt das ernst oder kann halt auch externe Hilfe holen.
00:12:47: Ja, und es geht halt um Stärkung statt Defizitfokus, also Kinder, die sozial unsicher sind, die brauchen keine ständigen Hilfsangebote, sondern die brauchen Räume, in denen sie sich erleben als stark, als willkommen und als richtig.
00:13:01: Und das kann sein.
00:13:02: Das kann man machen über Theaterstücke, über Musik, über Sport, über Tiere, über alle, also Pferde, ne?
00:13:09: Bei Mädchen ganz viel Pferde.
00:13:11: Alles, was Verbindung schafft, also Verbindung ohne Wortschaft, ne?
00:13:15: Das stärkt.
00:13:17: Und natürlich professionelle Begleitungsuchen.
00:13:21: Wann sollte ich das tun?
00:13:22: Wann sollten Eltern das tun?
00:13:23: Nämlich dann, wenn der Rückzug groß ist, wenn es um Isolation und Schulverweigerung geht.
00:13:29: Und da bitte auch gerne nochmal den letzten, die letzte Podcast-Folge hören.
00:13:33: Da ging es nämlich um Schulängste und Schulverweigerung und Emitophobie und diese Themen.
00:13:39: Ja, aber Eltern sollten auch sich dann professionelle Begleitung suchen, wenn es um Schlafstörung geht, um Essprobleme, egal in welcher Richtung.
00:13:47: um Ängste, aber auch bei anhaltender Traurigkeit oder Selbstabwertung.
00:13:53: Also Kinderpsychotherapie kann helfen, Hypnosotherapie oder auch systemische Arbeit mit der Familie, all das kann helfen, den Selbstwert wieder aufzubauen.
00:14:02: Und das ist auch wichtig und richtig.
00:14:07: An dieser Stelle ein kurzer Hinweis in eigener Sache.
00:14:10: Dieser Podcast wird unterstützt von meinem Partner Jomu.
00:14:14: Ich empfehle euch das Gerstengras, die vitalstoffreichste Pflanze der Welt, seit über siebzehntausend Jahren von Menschen genutzt, mit über sechzig wertvollen Inhaltsstoffen.
00:14:26: Für Kinder, die mit engsten Kämpfen sind vor allem Dreistoffe wichtig.
00:14:30: Magnesium?
00:14:31: Das beruhigt das Nervensystem und hilft, Anspannungen zu lösen.
00:14:35: Dann die B-Vitamine, die unterstützen Konzentration, Ausgeglichenheit und Sorgen für eine emotionale Stabilität.
00:14:42: und als dritter wichtiger Punkt tryptopharen, weil das unterstützt die Bildung von Sirotonin, dem sogenannten Glückshormon und das hilft Kindern wie Erwachsenen, zur Ruhe zu kommen.
00:14:53: Für mich ist es deshalb ein echter Klassiker schon fast eine Legende.
00:14:57: Und für euch gibt es ein kleines Extra.
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00:15:06: Also schaut gerne bei Yomu Gerstengras vorbei.
00:15:09: Die Internetseite ist www.gerstengras-natur.de.
00:15:14: Also eine ganz klare Empfehlung für Eltern und Kinder.
00:15:17: Und natürlich weitere Informationen unten in den Show notes.
00:15:23: Ja, und als letztes Fallbeispiel habe ich noch ein Beispiel aus der Praxis und das beschreibt, denke ich, recht eindrucksvoll, wie Mobbing entsteht, was die Warnzeichen sind und wie Eltern dann schrittweise reagieren können, also bis hin zum Schulwechsel als wirklich letzte Option.
00:15:41: Ja, und es war Jonas.
00:15:44: Wenn der Schulweg zur Qual wird, so habe ich das genannt.
00:15:47: und der Jonas, der war elf Jahre alt und der besuchte die fünfte Klasse in einer Gesamtschuld.
00:15:53: Als er zu mir in die Praxis kam, da war er bereits, also schon, ich glaube sieben oder acht Wochen, krankgeschrieben und angeblich immer wegen wiederkehrender Bauchschmerzen.
00:16:03: Ja, gibt es auch in mehreren Folgen, ich kann sie gar nicht alle unten aufzählen, aber auch da gibt es extra Podcastfolgen.
00:16:11: Zuhört euch das gerne an, Emetophobie.
00:16:14: oder auch Kinderängste, wo es um Bauchschmerzen geht.
00:16:17: Also seine Mutter sagte halt mir auch, er ist immer ein fröhlicher Junge, aber seit Beginn der weiterführenden Schule, dass er sich komplett verändert, der lacht kaum noch, der ist schlecht, der schläft unruhig.
00:16:29: Jeden Morgen ist Theater und irgendwann haben wir ihn einfach zu Hause gelassen, weil wir auch nicht mehr weiter wussten.
00:16:36: Und was wirklich dahinter steckte, Also tatsächlich sind die Eltern gekommen, weil ich ja auf Emitophobie und die Angst vor Übelkeit unterbrechen und Bauchschmerzen, weil ich diese ganzen psychosomatischen Themen sehr, sehr gut abdecke bei mir in der Praxis.
00:16:50: Aber tatsächlich war das bei Jonas so, dass der über Wochen systematisch gemobbt worden ist.
00:16:57: Also ein ganz anderes Thema, da hatte keine Emitophobie.
00:17:01: In der Klasse, da wurde dir der Streber genannt, weil er halt so gute Noten hatte und ... Irgendwann mit Schüler hat halt heimlich so ein unvorteilhaftes Foto von ihm gemacht und halt über die WhatsApp-Gruppe verbreitet und er wurde dann in der Pause ausgegrenzt und niemand wollte neben ihm sitzen.
00:17:17: Es hatte wirklich so eine ganz fiese Dynamik gegeben in dieser Gruppe und in der Klasse.
00:17:22: Beim Sport hat man sich dann über seinen Körper lustig gemacht und auf dem nach Hause Weg ist er auch mal gegen Zaun geschubst worden.
00:17:30: Ja, also das war so wirklich so rund um viele Themen, die daraus kamen.
00:17:36: Und Jonas sagt halt selber, ich weiß, dass ich nichts falsch gemacht habe, aber ich glaube, ich bin einfach nicht richtig.
00:17:45: Ja, was sind Warnzeichen für Eltern?
00:17:48: Warnzeichen ist auf jeden Fall ein plötzlicher Leistungsabfall, trotz hoher Intelligenz, also so ein Schulwechsel kann ja auch immer zum Leistungsabfall führen, einfach weil... andere Schule, anderes Niveau oder andere Zusammensätze in der Klasse und so.
00:18:03: Aber wenn wir merken, und da gucken wir natürlich auch hin, aber wenn wir merken, dass trotz hoher Intelligenz ein plötzlicher Leistungsabfall ist, dann ist es auf jeden Fall ein Warnzeichen.
00:18:12: Bauchschmerzen, Übelkeit ohne organischen Befund natürlich auch.
00:18:16: Aber auch, dass er keine Verabredung mehr gemacht hat, dass er sich wirklich zurückgezogen hat in die digitale Welt.
00:18:23: Häufiges Weinen kann ein Zeichen sein, gereizt Zeit aber bis hin zur Apathie auch.
00:18:28: und auch so Aussagen, wenn dein Kind sagt, ich will da nicht mehr hin, ich kann das nicht mehr.
00:18:34: Das sind auf jeden Fall Warnzeichen, die ernst zu nehmen sind.
00:18:39: Ja, was haben wir unternommen?
00:18:42: jetzt im Fall vom Jonas?
00:18:44: Ich erzähle euch das mal Schritt für Schritt, weil sich das so, ja, weil man sich das dann vielleicht auch so ein bisschen vorstellen kann.
00:18:50: Also erst mal geht's um zuhören und stabilisieren, also Keine schnellen Lösungen nicht sagen, das geht schnell vorbei, sondern du bist nicht schuld und wir lassen dich nicht allein.
00:19:00: Also wirklich stabilisieren.
00:19:02: Dann Dokumentation aller Vorfälle.
00:19:06: Die Mutter führte dann einen Mobbing-Tagebuch, also was passierte wann mit Uhrzeit und beteiligten Personen.
00:19:11: Es hört sich jetzt alles ganz schrecklich an, aber es ist manchmal wirklich notwendig, das aufzuschreiben, weil man vergisst das sonst auch nachher.
00:19:20: Dann haben sie Gespräche mit der Schule geführt, also erst mit dem Klassenlehrer, ganz freundlich, ganz sachlich, aber auch klar, damit der Sozial, also mit der Schulsozialarbeit inklusive einem Vorschlag für eine Mediation oder klare Intervention.
00:19:35: Leider war halt, muss ich da an der Stelle sagen, dass die Unterstützung der Schule sehr zurückhaltend war.
00:19:41: Da kamen so Aussagen wie, da fehlen uns die Beweise oder auch so Sachen wie Jungs sind halt so bis hin zu dem Der Jonas muss halt lernen, sich zu behaupten.
00:19:52: Ja, es sind wirklich keine Besserung eintrat.
00:19:55: Also nach, ich wollte mal so sagen, nach meinen Unterlagen nach so ungefähr zwei, drei Wochen wirklich intensiver Gespräche gab es immer noch keine spürbare Veränderung.
00:20:04: Und der Jonas weinte wirklich jeden Abend, der entwickelte Schlafstörungen, der verlor an Gewicht.
00:20:10: Und da haben die Eltern dann eine Entscheidung getroffen und die Entscheidung heißt Schulwechsel.
00:20:16: Weil sie sagen wir wollen nicht, dass unser Kind innerlich kaputt geht, bevor etwas passiert.
00:20:21: Wir haben keine Kraft mehr zu kämpfen, wo nichts gehört wird.
00:20:27: Das ist immer eine schwierige Entscheidung, aber an der Stelle muss sagen, wir haben die auch gemeinsam mehrfach besprochen und ich bin da sehr mit den Eltern gegangen.
00:20:37: Was der Wechsel dann bewirkt, also der Jonas kam dann auf eine kleinere Schule mit einer individuellen Begleitung.
00:20:43: Der war in einer kleineren Projektklasse, die hatte auch einen guten sozialen Fokus, hatten wir den Eindruck auch in Vorgesprächen, was die Eltern so gesagt haben.
00:20:52: Und innerhalb von sechs Wochen ging es ganz schnell, dass er sich erholt.
00:20:55: Der lachte wieder, der machte mit.
00:20:57: Er traf sich mit neuen Mitschülern und die Bauchschmerzen sind verschwunden.
00:21:04: Was ich euch mitgeben möchte, ist, Mobbing ist kein Streit.
00:21:08: Es ist ein systematischer Angriff auf das Selbstwertgefühl eines Kindes.
00:21:13: Und wer da sagt, da muss man halt durch, der macht sich wirklich mitschuldig.
00:21:20: Das meine ich ganz ernst, ja.
00:21:23: Ja, der Weg zur Lösung ist oft ein Prozess so in Etappen, dieses Erkennen und Ernstnehmen, Dokumentieren und die Schule einbinden, gehören dazu, das Kind zu stärken, zuzuhören.
00:21:36: und dann auch wirklich alternative Optionen zu prüfen.
00:21:39: Das kann erst mal ein Klassenwechsel sein, es kann externer Sozialkontakt sein, Therapie sein, aber auch ein Schulwechsel als Letzte, aber wirklich legitime Maßnahme.
00:21:54: Und das ist bitte dann kein Scheitern, sondern das ist Selbstschutz.
00:22:01: Ja, lieber Mama, lieber Papa, wenn du.
00:22:06: merkst, dass dein Kind sich verändert, dass es stiller, ängstlicher, trauriger wird.
00:22:13: Dann frag bitte nicht nur, was ist los, sondern frag auch, wer behandelt dich so, dass du dich selbst nicht mehr magst.
00:22:22: Und dann, das kann ich wirklich nur mit Ausrufungszeichen vorne und hinten schreiben, geh los, werde laut, weil dein Kind darf sicher sein.
00:22:35: Ja, die Zusammenfassung ist recht einfach gesagt.
00:22:37: Eine soziale Angst ist mehr als Schüchternheit und Mobbing ist halt mehr als Streit, ja.
00:22:44: Und beides verletzt und beides kann geheilt werden.
00:22:48: und wenn wir es früh erkennen, ernst nehmen und Stärken statt kritisieren.
00:22:55: Also wenn du spürst, mein Kind zieht sich zurück, vermeidet Kontakte, sagt immer öfter, ich kann das nicht, dann darfst du.
00:23:04: aktiv werden und zwar nicht mit Druck, sondern mit Präsenz, mit Verständnis und mit ganz liebevoller Stärkung.
00:23:14: Ja, ich hoffe, ich habe dir ein bisschen Mut gemacht.
00:23:18: Ich möchte mich bedanken dafür, dass du zugehört hast und auch nochmal darauf hinweisen, dass am Ende dieser Folge gleich noch eine Übung kommt für dein Kind.
00:23:29: Ja.
00:23:30: Und möchte ganz kurz noch auf die nächste Folge hinweisen, nämlich da schauen wir uns dann ein leider auch sehr aktuelles Thema an.
00:23:37: Da geht es um digitale Ängste und um Vergleichsstress, um TikTok, Instagram und der Druck nämlich perfekt zu sein.
00:23:46: Ja, und wenn dir diese Folge heute gefallen hat, dann lass mir doch gerne eine Bewertung da, nutze die Glocke.
00:23:53: Ja, und schreib mir, wenn du mir vielleicht auch noch ein anderes Thema vorschlagen möchtest.
00:23:58: Genau.
00:23:59: Ich sag an dieser Stelle erst mal vielen lieben Dank.
00:24:02: Ich wünsche dir und dein Kind wirklich von Herzen alles alles Gute.
00:24:06: Ihr schafft das.
00:24:08: Und solltest du jemanden kennen, für den diese Folge wichtig sein sollte, dann leite sie einfach weiter.
00:24:13: Vielen vielen Dank.
00:24:14: Bis dahin.
00:24:15: Alles Liebe alles Gute.
00:24:16: Tschüss.
00:24:17: Deine Martina.
00:24:22: Ja schön, dass du dran geblieben bist.
00:24:24: Es gibt wieder eine kleine Übung für dein Kind, für dich, wo du jugendlicher bist.
00:24:31: Hörst ihr einfach mal an und zwar geht es um einen sicheren Ort in sozialen Situationen.
00:24:38: Zum Abschluss möchte ich dir diese kleine Übung mitgeben, die dir halt helfen kann, wenn du soziale Ängste spürst oder wenn du mit Mobbing-Erfahrung zu tun hast.
00:24:47: Das heißt, du schließt einfach mal für einen Moment die Augen, sofern du gerade an einem sicheren Ort bist, also gemütlich auf dem Sofa oder in deinem Bett.
00:24:57: Genau.
00:24:58: Atmet tief ein und langsam wieder aus.
00:25:01: und spüre wie dein Körper mit jedem Atemzug ruhiger wird.
00:25:08: Stell dir nun einen Ort vor, an dem du dich stark, sicher und respektiert fühlst.
00:25:18: Das kann ein realer Ort sein, vielleicht dein Lieblingsplatz in der Natur oder ein ganz ausgedachter, magischer Raum nur für dich.
00:25:27: An diesem Ort bist du geschützt.
00:25:29: Niemand kann dir etwas anhaben.
00:25:33: Und jetzt stell dir vor, du betrittst eine soziale Situation, die der normalerweise Angst macht, vielleicht das Klassenzimmer, vielleicht eine Gruppe von Menschen, vielleicht Mitschüler.
00:25:47: Doch diesmal gehst du innerlich von deinem sicheren Ort aus in diese Situation.
00:25:54: Spüre, wie du die Sicherheit und Stärke aus deinem inneren Ort mitnimmst.
00:26:02: Wie eine unsichtbare Rüstung, die dich schützt.
00:26:08: Sag dir innerlich einen Satz, der dich stärkt.
00:26:12: Zum Beispiel Ich bin wertvoll, so wie ich bin.
00:26:16: Ich darf hier sein.
00:26:18: Oder Ich bin sicher und geschützt.
00:26:23: Bleibe noch ein Moment in diesem Gefühl von Sicherheit.
00:26:28: Tank das Gefühl auf.
00:26:31: Spür, wenn du diesen Satz dir wie so ein kleines Mantra.
00:26:37: An diesem Ort sagst, ich bin wertvoll, so wie ich bin.
00:26:41: Ich darf hier sein.
00:26:43: Ich bin sicher und geschützt.
00:26:47: Und wenn du bereit bist, dann öffne langsam wieder diese Augen.
00:26:54: Und diese kleine Übung, die ging wirklich jetzt ganz, ganz schnell, die kannst du immer wieder machen.
00:26:59: Morgens vor der Schule, vor einem Vortrag oder wenn du spürst, dass deine Angst dich schwächen will.
00:27:06: Mit jedem Mal wird dein innerer, sicherer Ort Stärker.
00:27:11: Und du nimmst dieses Gefühl mehr und mehr mit in deinem ganz normalen Alltag.
00:27:19: Alles Liebe und Gute, deine Martina.
00:27:25: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:27:27: Wir hoffen, diese Folge konnte dir helfen.
00:27:29: Wenn du Fragen, Feedback oder Themenvorschläge hast, schicke uns gerne eine Mail an me.atfmat-coaching.de.
00:27:37: Ebenso würden wir uns sehr darüber freuen, wer du den Podcast abonnierst und eine kurze Bewertung hinterlässt.
00:27:43: Danke und bis bald!
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