#32: Emetophobie überwinden: Florians Weg zurück ins freie Leben
Shownotes
In dieser Folge von „Leben ohne Angst“ spreche ich mit Florian, 35, aus Düsseldorf. Viele Jahre lang war er häufig auf Reisen – privat und beruflich.Unterwegs sein, neue Länder entdecken, fliegen, das alles gehörte zu seinem Alltag.
Bis plötzlich etwas in sein Leben kam, das viele Menschen nicht kennen, für Betroffene aber extrem belastend sein kann:
Emetophobie – die Angst vor Übelkeit und Erbrechen.
Was bisher Freiheit bedeutet hatte, wurde zunehmend schwierig und zur Belastung. Essen auf Reisen und damit verbundene körperliche Empfindungen lösten plötzlich Angst aus.
Besonders spannend an Florians Geschichte ist ein Thema, über das viel zu selten gesprochen wird: Ängste bei Männern.
Viele Männer haben das Gefühl, stark sein zu müssen.Über Angst oder Panik zu sprechen fällt ihnen oft schwer.Deshalb bleiben viele Betroffene lange alleine mit der sehr herausfordernden Situation.
Auch Florian hat erlebt, wie schwierig es sein kann, sich Hilfe zu holen.Die Angst wurde zeitweise so belastend, dass sie auch körperliche Folgen hatte:Florian verlor über 35 Kilo Gewicht und musste sogar im Krankenhaus behandelt werden.
2019 entschied er sich schließlich, aktiv etwas gegen seine Angst zu unternehmen und begann eine Behandlung in meiner Praxis. Heute, sieben Jahre später, spielt diese Angst in seinem Alltag praktisch keine Rolle mehr.
In unserem Gespräch erzählt Florian sehr offen,
- wie seine Emetophobie begann,
- wie sich die Angst auf Reisen und im täglichen Leben gezeigt und ausgewirkt hat,
- was ihm geholfen hat, Schritt für Schritt wieder ein freies Leben zu führen.
Außerdem gebe ich einen kurzen Einblick in meine Arbeit in der Praxis und erkläre,
- wie wir in meiner Praxis Emetophobie behandeln,
- warum Vermeidung die Angst langfristig verstärkt
- und weshalb Veränderung möglich ist – auch nach vielen Jahren.
Diese Folge soll dir und allen Betroffenen Mut machen!
Denn auch wenn sich Emetophobie extrem real und oft überwältigend anfühlt: Veränderung ist zu jedem Zeitpunkt möglich.
Bonustrack: Trancereise „Stärke heißt: bei dir bleiben!“
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Martina Effmert: Angst vor Übelkeit und Erbrechen – Emetophobie verstehen und überwinden: https://www.humboldt.de/product/9783842642447/angst-vor-uebelkeit-und-erbrechen
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Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Ja noch als Ergänzung, was für mich im Rahmen der Therapie eigentlich so am aufschlussreichsten war.
00:00:05: Dass viele Sachen im Rahmen einer Immotophobie durch Erlebnisse Traumata aus der Kindheit verbunden waren.
00:00:11: Das sind jetzt keine schlimmen Traumatas allerdings Situationen die sehr negativ mit dem Erbrechen verbunden werden und das war für mich sowas von ausschlussreich im Rahmen auch der einzelnen Therapieanwendung wie beispielsweise Hypnose diese erlebnisse mit positiven Bildern zu versehen.
00:00:35: Er
00:00:59: ist thirty-fünf Jahre alt und aus Düsseldorf, ein Mann der beruflich und privat die Welt bereist hat.
00:01:12: Reisen war seine Leidenschaft sein Hobby und später sogar seinen Beruf.
00:01:18: Und dann kamen die Emetophobie – das ist die Angst vor Übelkeit unterbrechen!
00:01:24: Ganz plötzlich wurde genau das was Freiheit bedeutete zur genau der größten Herausforderung seines Lebens.
00:01:32: Florian war zwei tausend neunzehn also Schon ein paar Jahre her bei mir in Behandlung.
00:01:37: Und heute sitzt er hier, nicht als jemand der nie wieder Angst hat sondern als jemand, der sein Leben zurückgewonnen hat.
00:01:47: Ja und ich möchte hier mit etwas beginnen das ganz vielen Mut machen wird.
00:01:51: also erst mal einen Hallo an Florian.
00:01:53: hallo und grüß dich und schön dass du da bist.
00:01:56: Hi Martina Vielen lieben Dank für die Einladung.
00:01:58: Ich bin schon sehr gespannt.
00:01:59: Mein erster Podcast Bin schon echt aufgeregt
00:02:03: Ja, aber es passiert nichts Schlimmes.
00:02:04: Das weiß du jetzt immer alles in Ordnung und
00:02:07: wir
00:02:07: können auch jederzeit eine Minute einer Pause machen.
00:02:10: Genau ja ich würde gerne natürlich heute über deine deinen Lebensweg sprechen aus diesem also diesen ganz bestimmten Abschnitt halt Und ich würd gern mit was beginnen dass ganz vielen die hier zuhören werden ganz viel Mut machen wird.
00:02:25: weil Florian erzähl doch mal was Du Heute wieder kannst Was zwei tausend neunzehn, als du bei mir was völlig undenkbar war.
00:02:35: Ja vielleicht magst du da mal ein bisschen Luft holen genau
00:02:38: sehr gerne.
00:02:39: also alles das was mich zweitausendneunzehnt eingeschränkt hat kann ich wirklich völlig ohne Probleme wieder machen speziell reisen Das Leben genießen.
00:02:48: vor allem das thema essen war sehr sehr schwierig bei mir gewesen.
00:02:52: mittlerweile Kann Ich wirklich Alles Essen mit Genuss Mit Leichtigkeit Im Urlaub, vor allem auch in Ländern wo jetzt vielleicht nicht die allergrößte Essenshygiene ist was für mich undenkbar gewesen ist.
00:03:04: Kann ich jetzt wieder komplett genießen?
00:03:06: Und es ist wirklich kein Vergleich zu zwei tausend neunzehn.
00:03:10: Wenn du uns noch mal mitnehmen willst im Zwei Tausend Neunzehnen und uns mal sagen möchtest wie warten das wenn du da?
00:03:16: Ja Wie ist es gewesen wenn du morgens aufgewacht bist wann hast Du an die Erkrankung gedacht?
00:03:21: oder man hat diese Phobie dich eingeholt?
00:03:23: erzähle uns doch Mal so von deinem ganz normalen Tag Als würdest du es mir heute erzählen?
00:03:28: Oder wie du es dir damals im Jahr zwei Tausend neunzehn erzählt hast.
00:03:31: Ja, also generell war die Emotophobie die Angst vor dem Erbrechen bei mir schon immer präsent gewesen auch in der Kindheit in der Jugend allerdings was damals eher situationsbedingt wenn jetzt irgendwie etwas bei mir gewesen ist in meinem Umfeld später natürlich nach Jugend kann das Thema Alkohol auch immer auf wenn niemand zu viel getrunken hat und es dann zur Übelkeit kam.
00:03:50: Es war aber aus der Situation raus dann wieder in Ordnung.
00:03:54: Also es kann ein Tag später wieder komplett in Ordnungen gewesen sein, im Jahr zwei Tausend neunzehn gab's bei mir einen konkreten Anlass an den Auslöser.
00:04:02: Ja was war das ganz konkret?
00:04:04: Und zwar im Rahmen meines intensives Sportprogramms, was ich damals getätigt habe, hab' ich mir eine Ernährungsprate engagiert um meine Ernährung bisschen zu optimieren und der hatte mir I-Vice Shakes reingeschrieben relativ simpel.
00:04:16: Diese I-vice Shaks haben meine komplette Darmflora, meine komplete Gesundheit sozusagen zerstört Und ich hatte daraufhin wirklich mit Dauerübelkeit zu kämpfen gehabt und hab mir wirklich gedacht, okay wenn ich nichts esse geht auch nicht raus.
00:04:29: Allerdings wissen wir, wenn man auch nichts ist dann kommt man eben in diese Übelkeitsspirale und das war für mich ein Teufelskreis der auch so schlimm war dass ich innerhalb von sechs Wochen fünfunddreißig Kilo abgenommen habe weil ich einfach nichts mehr essen konnte.
00:04:43: Du hast um das hier... Für dich ist es ganz schnell gesagt aber ich würde da gerne nochmal ... das nochmal vertiefen oder noch mal drauf eingehen.
00:04:50: Du hast innerhalb von sechs Wochen... ... thirty-five Kilo abgenommen,
00:04:54: ohne dass
00:04:55: du das jetzt so wolltest.
00:04:56: Thirty-five kilo!
00:04:57: Weil ich einfach nichts mehr essen konnte und bei mir dann irgendwann die Angst so getriggert worden ist und ich einfach gedacht habe okay wenn ich nicht esse dann kann auch nichts rauskommen.
00:05:07: allerdings wenn man nichts isst es da ja auch übel wie man weiß.
00:05:12: Das hat dazu gesorgt, dass ich immer in dieser Übelkatspirale drin war und die Immotorphobie aus Passivste getriggert worden ist.
00:05:18: Die wurde dann immer größer, ne?
00:05:20: Die wird immer größern!
00:05:23: Und dieser Gedanke wenn ich nichts esse, kann ja auch nichts rauskommen... Der ist schon morgens gestartet.
00:05:29: also wenn du jetzt morgens aufgewacht bist versetzt dich nochmal in zwei tausend neunzehn, dann hast du morgens gedacht um mich Frühstück nicht oder was hast du gedacht?
00:05:36: Ja es war eher so.
00:05:39: Ja, ich habe nichts gefrühstückt.
00:05:40: Ich habe aber auch schon eine gewisse Anspannung gehabt wie ich den Tag überhaupt rumbekomme.
00:05:43: also ich hab wirklich Tag für Tag überlegt wie schaffst du es den Tag herum zu bekommen?
00:05:47: Wie schaffest du die Termine die auch angestanden sind sowohl im privaten als auch im beruflichen.
00:05:53: wie scharfst du's da durchzubekommen?
00:05:54: Also es ging morgens eigentlich schon mit dieser inneren Anspandlung los
00:05:58: Du warst ja ganz normal.
00:05:59: was ist das ganz normal?
00:06:00: Du hast im Job, du warst berufstätig, du wars erfolgreich... Wie muss ich mir das vorstellen?
00:06:05: Wie hat sich das angefühlt?
00:06:07: wenn man dann auf einmal denkt so Nimm ab, Menschen sprechen dich drauf an.
00:06:12: Entweder sagen sie du hast toll oder was sagen die?
00:06:14: Also ich würde ja war Anfang so.
00:06:17: irgendwann sah es auch wirklich krank aus muss man ehrlicherweise sagen weil ich eben so schnell abgenommen habe.
00:06:23: Ich glaube am Anfang hat's kaum einer gemerkt.
00:06:25: Ich hab ein relativ normales Leben geführt würde ich sagen.
00:06:28: Ich habe es perfekt geschafft das ganze zu überspielen.
00:06:32: im beruflichen Kontext habe ich mir dann immer Ausreden einfallen lassen, wenn es dann irgendwie geschäftliches Essen gab.
00:06:38: Da hab' ich dann gesagt, ey sorry!
00:06:40: Ich muss noch irgendwie eine Präsentation fertig machen und hab noch dies, hab noch das oder mir geht's nicht gut was ja nicht mal gelogen war.
00:06:45: Ich hab mir immer irgendwas ausfallen lassen und das hat mich auch sehr, sehr belastet weil das überhaupt nicht mein naturelles ist.
00:06:51: Ich bin überhaupt nicht irgendjemand der gerne lügt.
00:06:55: Bin ein sehr ehrlicher Mensch und das war schon wirklich sehr, viel belastend dieses irgendwie Ja zu funktionieren.
00:07:02: Du hast dich da so, ich sag mal im Job so durchgemugelt.
00:07:05: Aber auch daher nichts gegessen?
00:07:07: Ich mein... Im Privaten geht man ja auch aus Essen-Leben also Essen ist ein Stück Lebensfreude.
00:07:14: Im Freundeskreis Ausgehen das ist dann alles eingeschränkt worden oder hat es praktisch nur noch funktioniert oder...?
00:07:21: Ich hab wirklich nur noch funktioniert.
00:07:24: Es war wirklich so krass dass ich teilweise auf Feiern geplant zu spät gekommen bin um einfach dieses Essen-Thema aus dem Weg zu gehen.
00:07:32: oder natürlich auch irgendwie, warum ist du denn jetzt nichts?
00:07:37: Das gleiche Thema mit Alkohol war auch ein großes Thema.
00:07:39: Die Leute fragen natürlich, warum trinkst du denn nichts kommen hier und es war für mich wirklich extrem schwierig weil man will natürlich den gesellschaftlichen Druck aus dem weggehen die Erwartung erfüllen.
00:07:49: Man will dazugehören und irgendwie sich nichts anmerken zu lassen.
00:07:54: und das war für.
00:07:59: Jetzt hast du ja gesagt, du bist also der Auslöser.
00:08:01: Der damalige Auslöser ist gewesen diese Geschichte mit den Eiweiß-Shakes und dass dir davon, dass du in so eine Dauerübelkeit gerutscht bist und die Darmflora defekt war.
00:08:13: Aber hast du das in Zusammenhang gebracht?
00:08:14: Du warst doch in Ernährungsberatung.
00:08:16: Was hat der denn dazu gesagt oder nicht?
00:08:19: Er hatte immer ne Ausrede dafür.
00:08:21: Also ich hatte ihm auch bewusst damit konfrontiert weil es hat auch relativ viel Geld gekostet muss man sagen.
00:08:25: Aber er hat immer eine sehr, sehr gute Ausrede gehabt.
00:08:27: Man konnte es jetzt letztendlich auch nicht nachweisen.
00:08:29: Ich kam dann auch irgendwann ins Krankenhaus weil mein Hausarzt auch sagte also innerhalb von sechs Wochen, um zu verlieren da muss man wirklich erst mal alles auf den Kopf stellen und das wurde noch gemacht.
00:08:41: und dem Nachgang... Mein Hausarz ist glücklicherweise auch Darm-Therapeut.
00:08:46: der hat dann in weiteren Untersuchungen festgestellt okay da sind Enzyme die da nicht hingehören bzw.
00:08:52: Entsymene die nicht passen Und dann konnte man das direkt im Zusammenhang bringen.
00:08:56: Aber... Also
00:08:57: du hattest tatsächlich, müssen wir hier für dich zuhören und mal sagen, du hättest eine Unverträglichkeit von einem Inhaltsstoff.
00:09:04: Ganz genau!
00:09:05: Da hast du medizinischen Befund gehabt und jetzt hätte man ja sagen können Gott sei Dank hat ja lang genug gedauert aber jetzt könnt es ja wieder gut werden.
00:09:12: Richtig richtig.
00:09:15: Also eigentlich hast du da zu dem Zeitpunkt schon gedacht, dass könnte auch was also eine krankhafte Angst sein.
00:09:21: oder
00:09:22: Ja, auf jeden Fall.
00:09:23: Ich hab irgendwie schon gedacht irgendwas stimmt mit mir nicht ich bin irgendwie nicht normal das kann nicht sein.
00:09:29: Ich habe dann auch teilweise Panikattacken gehabt.
00:09:33: vor allem auch so verflügen komme ich da irgendwie durch und man hat sich schon gedacht okay irgendwas ist an mir nicht richtig.
00:09:41: ich habe überhaupt nicht gedacht dass es irgendwie ein gesundheitlichem Backwond haben kann.
00:09:47: Das war zwei tausend neunzehn Gut, dann wurde das medizinisch abgeklärt und ja auch irgendwie.
00:09:54: du hast deine Erinnerung wieder umgestellt.
00:09:55: Und dann war das ja auch erst mal wieder in Ordnung.
00:09:59: Korrekt!
00:10:00: Aber du hast dir trotzdem gedacht es gibt irgendeinen Moment da brauche ich noch zusätzliche oder andere Hilfe?
00:10:06: Ja genau.
00:10:07: Also spezieller Auslöser für mich dass ich sagen konnte ich brauche jetzt wirklich Hilfe war damals auch eine berufliche Reise nach Asien.
00:10:15: Ich war mit meinem Chef ne Woche unterwegs gewesen.
00:10:17: Wir haben glaube ich fünf Länder besucht, Kundenbesuche gemacht... ...ich hab in der Woche nur von einem Toastboot was ich mir aus Deutschland mitgebracht habe gelebt.
00:10:25: Ich hab da morgens mal so ein bisschen dran gemimmelt dass ich irgendwie durch den Tag komme und für mich war das eigentlich so eine Reise auch mit dem Lecker bei Essen.
00:10:33: Was ich heute weiß für mich wäre das damals absoluter Luxus gewesen.
00:10:37: Wir sind Business Class geflogen.
00:10:39: Ich war, glaube ich, der einfachste...
00:10:40: Ein totales
00:10:42: Highlight oder ein
00:10:42: absolutes Highlight im Bussehm?
00:10:46: Der einfachste Business Class Gast für die Flugbereiterinnen und Fluggegleiter da vor Ort, weil ich einfach nur schlafen wollte.
00:10:51: Ich wollte nichts essen, nichts trinken.
00:10:52: Auf jeden Fall der preiswerteste.
00:10:55: Absolut!
00:10:56: Nee, ich hätte mir so viele Leute würden alles dafür geben, ich konnte meinem Hobby wirklich zum beruf machen und für mich war diese reise die absolute helle gewesen.
00:11:06: ich hatte ständige angst natürlich auch wieder ich muss funktionieren.
00:11:10: mein chef erwartet von mir leistung.
00:11:12: ich war noch nicht ganz so lange in dem beruf drin.
00:11:15: Und ich habe immer gedacht das kann nicht sein.
00:11:17: reisen ist eigentlich meine absolute faszination fliegen meine absoluten faszination, und dass es gerade für mich hier die helle das ist die größte herausforderungen.
00:11:26: So will ich nicht weiter leben.
00:11:27: Das darf mir nicht mein Leben wegnehmen und ... Ich weiß noch ganz genau, ich bin sonders in Frankfurt gelandet.
00:11:32: Ich hab Montagmorgen acht Uhr den Hörer in die Hand gerufen quasi bei dir angerufen
00:11:36: Ja Florian!
00:11:37: Ich habe da vieles verstanden.
00:11:39: Da gibt es große soziale Situationen wie Feiern Geburtstagsfeiern feiern wo auch gegessen und getrunken wird Wo du dich eingeschränkt hast Essen-Situationen.
00:11:49: Du hast da immer Ausredner finden müssen was gar nicht dein naturell entspricht.
00:11:53: Du bist nicht jemand der den Dingen aus dem Weg geht oder lügt, hast du vorhin sogar gesagt.
00:11:59: Ich stelle mir das so vor... ich kenne dich auch ein bisschen, dass es auch sehr einsam gemacht hat dieses Thema auszuklammern.
00:12:05: wie bist denn du damit umgegangen?
00:12:07: mit wem?
00:12:08: Hast du da offen drüber sprechen können?
00:12:10: Absolut absolut also.
00:12:11: es war schon wirklich ein Thema was mich auch sehr belastet hat vor allem mit dem Hintergrund.
00:12:18: Ich glaube, es war das Thema noch nicht ganz so weit wie's heute ist.
00:12:22: Zumindest mein Eindruck.
00:12:24: Und ich hab wirklich gedacht... Es versteht auch keiner!
00:12:27: Es versteh kein Mensch irgendwie.
00:12:28: Wie kann man Angst vor dem Erbrechen haben?
00:12:31: Gibt's sowas überhaupt?
00:12:32: Das hat mich auch extrem bedrückt damit jemand drüber zu sprechen.
00:12:37: im Grunde genommen habe ich das ganze Thema mit mir selber ausgemacht.
00:12:40: Ich war mal in einer Facebook-Gruppe drin, Emotophobia die auch relativ viele Mitglieder hatte.
00:12:46: Ich bin aber auch nach fünf bis sechs Wochen wieder ausgetreten, weil ich da das Gefühl hatte die Leute teilen da zwar ihre Ängste, ihre Gedanken, ihre Gefühle.
00:12:54: Aber die haben sich irgendwie so aufgepusht und das war irgendwie ... Das hat mir gar nichts gegeben.
00:12:59: Deshalb habe ich das wirklich fast mit mir ausgemacht.
00:13:03: natürlich hab ich im Rahmen der Krankenhausbesuche Besuche bekommen von meiner Familie meinen Freunden.
00:13:11: Die
00:13:12: haben sich aber natürlich eher Sorgen gemacht.
00:13:14: okay was ist mit ihm, hat ja gesundheitliche Probleme.
00:13:18: Was kommt da raus bei den Untersuchungen?
00:13:21: Natürlich haben sie auch gesehen dass ich unter vielleicht auch die ein oder andere Angst thematik leider aber Ich habe es nie Mit dem mit der übelkeit vor dem erbrechen der emotophobie kann gemacht.
00:13:34: Ja das ist wir sind in zwei tausend sechsund zwanzig.
00:13:36: heute haben wir tiktok und instagram und all die dinge.
00:13:39: zweitausend neunzehn.
00:13:39: war das noch ein bisschen anders?
00:13:42: Da gab es diese sozialen Medien in dem Umfang nicht.
00:13:44: Da war Facebook das Thema schlechthin und tatsächlich habe ich meinen Patienten damals schon immer gesagt, sei vorsichtig mit Facebook weil manches Triggerteinhalt auch noch mehr.
00:13:54: Dann guckt man sich was könnte es denn noch sein?
00:13:56: Das ist nicht immer nur zum Ja.
00:13:59: also da ist der Austausch muss.
00:14:00: dann muss man sehr vorsichtig umgehen.
00:14:01: ja
00:14:02: absolut.
00:14:02: Ich hatte irgendwie das Gefühl die Leute war wenig der Blick nach vorne, es waren dann wirklich Situationen die geschildert worden sind und alle Beileid bekundet.
00:14:13: Ich glaube das ist auch zum Teil wichtig vielleicht sogar der Fehler den ich gemacht habe eigentlich alles auf meinen eigenen Schultern auszulasten.
00:14:21: aber mir fehlte da so ein bisschen dieser Blick nach vorn dieses positive.
00:14:25: deshalb hatte mich dann auch relativ schnell entschieden mich daraus zu gehen.
00:14:31: Und dann war ja ich noch mal für dich der Dreh- und Angelpunkt oder der Punkt, der für dich das fast sozusagen zu überlaufen gebracht hat.
00:14:38: Eigentlich diese wunderbare Reise die du so in so schreckliche Erinnerungen hattest.
00:14:42: Ganz
00:14:42: genau ganz genau.
00:14:44: Und da hast Du gesagt, du bist irgendwie sozusagen Sonntags zurückgekommen und Montagst hast Du bei mir angerufen.
00:14:49: Das heißt, du hast vorher schonmal bei mir auf der Seite geguckt?
00:14:53: Ich habe schon geguckt.
00:14:54: Ich hab natürlich auch geguckt.
00:14:55: was gibt es im Rahmen vom Psychotherapien, Psychologen hab dort recherchiert, aber kaum was gefunden.
00:15:04: Ich habe auch oft gelesen eben in diesen Facebook-Gruppen Leute die sich Hilfe holen wollten.
00:15:09: Auch oftmals irgendwie vor Leuten gestanden haben von Ärzten, die gesagt haben, hab ich noch nie gehört.
00:15:15: Was ich auch ein bisschen krass finde.
00:15:16: ehrlicherweise hat sich hoffentlich auch ein bissel geändert heutzutage Aber zumindest war das so mein Eindruck und ich hab dann eine Seite relativ schnell eigentlich gefunden.
00:15:27: Positiv überrascht, dass du natürlich in Düsseldorf bist.
00:15:29: Weil ich aus DüsselDorf komme.
00:15:30: für mich war es dann wirklich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und dadurch das die Referenz wirklich so positiv war.
00:15:37: ja habe Ich wirklich entschieden das ist es wirklich wert das mal auszuprobieren.
00:15:42: Ja es ist wirklich wert und wir haben heute zwanzigundzwanzig Und ich denke das kannst Du heute wahrscheinlich noch viel besser beurteilen als Zwei tausend neunzehn.
00:15:50: Ja
00:15:51: absolut
00:15:52: was ja echt so ein Test sozusagen Weil im Prinzip ja auch die erste psychotherapeutische oder wie in dieser Richtung Coaching, was man alles machen kann.
00:16:04: Die erste Behandlung in diese Richtung.
00:16:06: Wenn du vorher
00:16:07: erstes
00:16:08: Handelte worden bist im Krankenhaus?
00:16:09: Ja
00:16:12: weil ich natürlich für mich alles irgendwie ausschließen wollte.
00:16:17: aber ich wusste dann auch relativ schnell okay einmal hatte ich dieses körperliche Thema dieses gesundheitsthema und ich hatte eben Wahrscheinlich diese E-Motofobie, die immer schon in mir drin war oder zumindest spürbar seit Jugendkund Kindertagen.
00:16:34: Und jetzt einfach dann durch diesen... ...blöden Zwischenfall, durch diese blöde Ivershakes.
00:16:40: Vielleicht kann man sogar heute sagen gut dass es passiert ist auch wenn ich diese Zeit, diese Doch Monate, die ich da durchlebe, nicht nochmal zurück erleben würde.
00:16:48: aber im Endeffekt ja, ich finde immer, ich lebe auch immer ganz gerne so nach dem Motto Es kommt immer so, wie es kommen muss.
00:16:55: Und...
00:16:56: Kommen soll ja!
00:16:57: Kommen
00:16:57: sollen ganz genau und die Erfahrungen oder das was danach kam will ich auf jeden Fall auch nicht wissen.
00:17:04: Ja jetzt hast du eben gesagt, du hast das aber eigentlich schon immer gehabt?
00:17:07: Das ist sozusagen durch dieses Unwohlsein, diese Übelkeit, die Dauerübelkeit die du dann im Jahr zwei Tausend Neunzehn gefühlt hattest.
00:17:16: Dadurch ist praktisch eine alte Angst wieder hochgekommen.
00:17:19: Du hast es eigentlich schon einmal gehabt.
00:17:21: vielleicht Wäre das ganz spannend da mal hin zu gucken, wie war denn das als du Kind warst?
00:17:26: Wenn du sagst, du hattest es schon immer.
00:17:29: Ich merke dass extreme, extreme Unruhe, Puls extrem hoch vor allem eine Situation wo man selber vielleicht Übelkeit verspürt hat oder man gemerkt hat okay man ist jetzt gerade in der Schulklasse einer anderen Person ist grade übel wird jetzt vielleicht sogar Müll einmal dahin gestellt.
00:17:45: Das war eine Situation, wo ich komplett den Fokus aus wesentliche verloren habe.
00:17:52: Ich konnte mich zum Beispiel gar nicht mehr auf dem Unterricht wirklich konzentrieren und bin komplett raus, also diese Situation, diese Angst hat mich komplett gelehmt.
00:18:02: Und früher war es dann wirklich so wenn ich zu Hause war.
00:18:05: ein Tag später war das Thema für mich damit erledigt.
00:18:07: aber wenn die Situation aufgekommen sind, hat's mich massiv getriggert.
00:18:14: Und massiv belastet auch?
00:18:15: Aber du hast dich da irgendwie durchgeschlagen.
00:18:19: Zwischendurch habe ich mir gedacht, okay.
00:18:21: Grundsätzlich muss man sagen niemand findet es irgendwie angenehm wenn man sich selber übergibt oder andere Menschen sich im Umfeld irgendwie übergeben.
00:18:29: Ich hab gedacht ja vielleicht ist das ja irgendwie normal aber spätestens allerspätestens in zwei tausend neunzehn als ich gemerkt habe ok dass bestimmt jetzt so ein Leben du kannst dich auf die wesentlichen vor allem die schönen Dinge im leben nicht mehr konzentrieren.
00:18:42: da wusste ich okay das ist doch was anderes vor allem etwas was du hast angehen musst.
00:18:48: Ja, du warst ja dann bei mir und vielleicht kommen wir auch später... oder sollten wir jetzt draufkommen?
00:18:56: Ich weiß gar nicht.
00:18:56: Wollen wir jetzt über die Therapie sprechen was dir da geholfen hat?
00:18:59: Können
00:19:00: wir das gerne machen?
00:19:01: Wenn wir gerne machen!
00:19:03: Ja ich weiß doch genau, da war ich noch in der Oberkasse, dass du bei mir gesessen hast.
00:19:07: Kann ich mich gut dran erinnern.
00:19:09: warum kann ich mich so besonders gut daran erinner?
00:19:11: natürlich zum einen weil du also wirklich ein sehr angenehmer Patient Die haben mir auch sehr im Nachgang immer wieder eingefallen, der Patient bist.
00:19:20: Aber natürlich auch weil du ein Mann bist und Männer sind bei mir doch noch eher selten.
00:19:28: Schade eigentlich!
00:19:29: Das stimmt.
00:19:30: Und da kommen wir sicherlich nachher auch nochmal dazu.
00:19:33: aber das ist ja für Männer immer noch mal ein anderes Thema über eine Angst zu sprechen als für eine Frau.
00:19:38: Da bin ich fest von überzeugt.
00:19:40: Ich glaube nicht dass es so viel weniger Männer gibt die sich ja die von der Emitophobie oder einer anderen Belastung wie einer Angst ja belastet sind.
00:19:48: Aber ich glaube schon, dass Männer das eher nochmal verdrängen nicht zulassen maskieren übertönen weil es in ihr Bild noch weniger reinpasst.
00:19:59: und deshalb finde ich das ganz habe ich ganz große Hochachtung davor erstens dass du schon zwei tausend neunzehn gekommen bist und zweitens dass wir auch hier heute im Podcast machen.
00:20:07: Ja nee bin ich ganz bei dir Ich will mich davon auch nicht freisprechen.
00:20:12: also der Schritt diese Therapie zu machen den Anruf zu tätigen Der ist mir ehrlicherweise gar nicht so schwer gefallen.
00:20:19: Also es war jetzt nicht so, dass ich sagen konnte... Ich muss da jetzt über mein Schatten gehen oder meine Männlichkeit stelle ich jetzt irgendwie in Frage.
00:20:27: Das war nicht der Fall!
00:20:28: Muss aber schon sagen, ich merke schon auch im Freundeskreis Kegelverein Fußballverein Da ist also wie man ja auch weiß keinem erzählt, wie es eben auch sagte und dann merke ich schon das mir das schon ein bisschen schwer fällt.
00:20:42: und da sicherlich dieses Thema.
00:20:45: Ja Unter Männern ist es halt manchmal ein bisschen schwieriger auch so über Gefühle zu sprechen, Ängste zu sprechen.
00:20:50: Da kann ich mich ehrlicherweise auch nicht von fein machen was sehr schade ist ehrlicherweise.
00:20:55: Was war für dich so innerlich am schwierigsten wenn's darum ging um die Angst zu sprechen?
00:21:00: Das ist eine gute Frage.
00:21:01: also ich muss sagen innerhalb der Therapie gab es da eigentlich relativ wenig Themen wo ich mich etwas bedrückt habe oder ich mich irgendwie mir was unangenehm ist.
00:21:16: Ja, es ist vielleicht wirklich im Rahmen von Freunden.
00:21:21: Vor allem dann so ja man ist anders, man ist komisch und vielleicht war auch Zwei tausend neunzehn.
00:21:27: ich glaube da hat sich auch noch viel getan die Akzeptanz Vielleicht für Angstschirrung halt noch nicht so wirklich dar.
00:21:35: Wir hoffen dass es mit jedem Jahr besser wird und das ist ja auch ein Grund warum ich diesen Podcast mache.
00:21:40: Warum ich sage wir müssen darüber reden damit diese Erkrankungen in der Mitte der Gesellschaft ankommt.
00:21:47: Und weil viele, viele so lange warten, bis sie diesen Schritt halt auch machen, in eine Therapie zu gehen.
00:21:53: ja?
00:21:54: Für mich war es auch wirklich ... muss ich ganz ehrlich sagen... das Leben ist einfach so kurz!
00:21:58: Es gibt so viele schöne Dinge im Leben und für mich war's auch wirklich gar keine Option zu sagen Ich warte jetzt hier irgendwie noch länger.
00:22:05: Mir gehts so schlecht.
00:22:06: Ich kann ... ich war im Urlaub.
00:22:09: türkisch klares Meer die Sonne scheint also Und ich bin da mit meinem Gefahren im Kopf und dieses Kopfkino.
00:22:16: Ich glaube, das kennt jeder der damit zu kämpfen hat.
00:22:18: Aber ich habe mir gesagt es kann nicht sein ja wir leben nur einmal.
00:22:21: Das Leben ist so kurz.
00:22:24: Ja
00:22:25: du sitzt auf der Sonnenseite des Lebens an einem wunderbaren Strand und traust dich nicht den Cocktail zu trinken weil...
00:22:33: Weil Eiswürfel drin sein können?
00:22:35: Ja, weil Eiswürfel drin sind.
00:22:37: Aber weil du am Ende immer wieder denkst es könnte sein dass mir davon schlecht wird oder ich mich
00:22:41: übergeben muss?
00:22:41: Oder ich mich anstecke... Ja!
00:22:47: Du bist dann in Therapie.
00:22:48: Magst du was über die Therapie erzählen also nur was du teilen möchtest?
00:22:52: Gibt's da was wo du sagst?
00:22:53: Da könntest du gerne drüber sprechen.
00:22:55: ja Ich glaube wir haben insgesamt so fünf bis sechs Therapiesitzungen gemacht.
00:22:59: meine ich mich zu ändern?
00:23:00: schon ein bisschen her kann mich auf jeden Fall noch dran erinnern so die ersten Sessions.
00:23:04: Die waren schon sehr intensiv, also ich bin wirklich mit einem rauchenden Kopf nach Hause gefahren.
00:23:11: Ich saß noch in der Straßenbahn und war sehr aufgewühlt.
00:23:15: Kam natürlich auch Themen hoch von früher weil ich gemerkt habe es liegt viel mit Themen die irgendwie meiner Kindheit gewesen sind.
00:23:23: Und irgendwann kam halt auch so abgedritten Sitzung hatte sich das ein bisschen geändert.
00:23:28: Ich merkte wirklich wie ich auf einmal viel aufgeräumter gewesen bin.
00:23:33: Ich kann mich auch an die Heimfahrten erinnern.
00:23:36: Es war wirklich wie, als wenn ich von einer Wellness Anwendung nach Hause gekommen bin.
00:23:40: Das hört sich jetzt ein bisschen blöd an aber man hat trotzdem so ein wohliges Gefühl im Bauch irgendwie richtig aufgeräumt und bei den ersten Sitzungen musste ich wirklich erst mal eine halbe Stunde spazieren gehen um ja dieses.
00:23:53: Ich war komplett in Bewegung es hat sich alles.
00:23:55: ich konnte keinen klaren Gedanken fassen weil einfach alles so aufgefühlt gewesen ist.
00:24:00: Aber nach der dritten Sitzung habe ich wirklich gemerkt Es geht voran Es verinnert sich gerade was und das tat wirklich sehr, sehr gut.
00:24:10: Woran hast du das gemerkt?
00:24:12: Dass du sagst da tut sich jetzt etwas.
00:24:14: Man merkt es irgendwie im Bauchgefühl weil irgendwann kommt zu dieser Moment ich bin das erste mal irgendwie ruhig Ich bin sogar irgendwie glücklich Und ich fühle jetzt das erste Mal so richtig echte innere Entlastung und
00:24:30: Das
00:24:31: war wirklich unbeschreiblich.
00:24:32: dieses Gefühl
00:24:35: Ja, viele die in der Therapie sind erwarten ja dass das irgendwie so ein Schalter ist.
00:24:39: Zack bumm!
00:24:40: Der wird da umgelegt und dann ist alles wieder gut.
00:24:43: Das ist eine Erwartungshaltung, die mir häufig entgegenkommt wo ich sage, ja so ist es gerade nicht.
00:24:50: Das kann mal sein wenn das so eine einzige Sache ist aber häufig ist es ja einen Weg.
00:24:56: Absolut Wie war das bei dir?
00:24:59: Kann ich wirklich nur genauso bestätigen, es ist nicht ein Schalter.
00:25:02: Es ist auf jeden Fall ein Prozess bei mir auch im Prozess der Wochen über die Therapie hinausgegangen sind.
00:25:07: Ich habe von dir Werkzeuge, Instrumente an die Hand bekommen und ich hab's wirklich tagtäglich anhand von Übungen.
00:25:14: Man darf sich das jetzt noch nicht forschen dass man jetzt in die Stunden pro Tag da investiert.
00:25:18: Ich habe das immer im Rahmen von so simple Meditationsübung fünf Minuten maximal gemacht aber auch wirklich tag täglich.
00:25:26: Du bist dran geblieben, oder ist das ernst genommen und du bist drangeblieben?
00:25:30: Genau was für mich auch wichtig war.
00:25:33: Wir hatten anfangs auch und bei mir quasi in meinstein definiert es waren der thailandreise die im november im winter twohundneinzehn stattgefunden hat wo ich gesagt habe Ich möchte diese reise nicht nur anfühlen Ja
00:25:48: da erinnere ich mich deshalb so gut dran.
00:25:50: darf ich da etwas
00:25:51: zu sagen?
00:25:52: weil
00:25:53: Weil wenn man so ein ganz klares Ziel hat, das macht natürlich auch Druck auf den Therapeuten oder auf jemanden der damit arbeitet.
00:26:01: Ich hab tatsächlich noch einen Mann gehabt und er hatte das Ziel... Da gibt es ja in Düsseldorf immer diese ganz große Kirmes die... Wer heißt denn die?
00:26:10: Die Reinkirmes im Rheinland ist das!
00:26:13: Und der hat gesagt, ich wohne jetzt schon so lange Düsseldorf und die letzten Jahre.
00:26:16: Ich konnte da nie hingehen!
00:26:17: Ich möchte das dieses Jahr machen.
00:26:20: Das war sechs Wochen vor euch.
00:26:21: Es ist ambitioniert aber wir gucken... Wir schaffen das.
00:26:25: ...und er hat dann auch mit ständig Fotos geschickt.
00:26:27: also der war wirklich überall sogar auf diesen Fahrgeschäften wo ich auch nicht draufgehe
00:26:33: Ich tatsächlich auch nicht, aber das hat nichts mit der E-Mitophobie zu tun.
00:26:37: Ne genau!
00:26:38: Nichts mit der Emotophobien zu tun und das weiß ich auch noch.
00:26:40: Als du dann sagst ist ja... Und ich hab hier auch einen Datum und da möchte ich nach Teilen.
00:26:44: Da stand mir schon ein bisschen der Scheiß auf der Stirn wenn ich ganz ehrlich bin.
00:26:47: Aber das gehört ja auch dazu.
00:26:49: Ja?
00:26:49: Das ist ja auch schön wenn man sagt, ich habe so eine ganz konkrete Seele.
00:26:52: oder ne junge Dame die Laura, die hat bestimmt auch so die unbedingt nach Südafrika wollte und das Ticket schon gekauft hatte und ich dachte oh je schwitz Aber das kriegen wir hin, ja.
00:27:05: Genau diese
00:27:07: Thailand-Reise ganz genau und die wollte ich nicht nur in Anfangstrichen überleben Ich wollte sie wirklich genießen Und ich kann wirklich sagen es hat super funktioniert.
00:27:16: Natürlich muss man auch ehrlicherweise sagen Es war noch nicht so lange entfernt von der letzten Therapie Sitzung.
00:27:23: Es kam immer mal wieder auch um Momente hoch wo halt auch Ja man irgendwie auch ein bisschen Angst Verunsicherung hatte.
00:27:29: speziell Thailand, Garküchen draußen und Street food ist glaube ich wirklich immer ein schwieriges Thema auch für nicht Leute die unter der Emotophobie leiden.
00:27:42: Aber Ich vergleiche das super gerne mit dem Zeitpunkt wo ich das erste mal bei dir war Und zu dem zeitpunkt als ich dann in Thailand gewesen bin.
00:27:49: es sind Felgen gewesen.
00:27:51: Ich habe den Urlaub wirklich genossen.
00:27:55: Ich bin ein sehr reflektierender Mensch, ich finde man merkt das dann über die nächsten Wochen Monate.
00:28:01: Man gewinnt halt durch diese tollen Erlebnisse einfach Sicherheit vertrauen in den eigenen Körper Vertrauen auch in sich selbst.
00:28:10: Man weiß halt auch wenn mal irgendwie eine Situation kommt wie man mit der Situation umgehen kann Auch mit Instrumenten die man hat.
00:28:17: und dann gewinne wieder erneutes Vertrauen.
00:28:19: Und irgendwann wenn man sich regelmäßig reflektiert merkt man Boah irgendwie so die letzten sechs Wochen, die letzten zwölf Wochen was auch immer.
00:28:26: Habe ich gar nicht mehr so viel darüber nachgedacht oder das Thema war gar nicht mal so präsent.
00:28:30: und dann merkt man wirklich... Man gewinnt immer mehr an Kontrolle!
00:28:33: Ich kann gar nicht sagen wann jetzt der Moment war wo es wirklich... Also ich sehe mich jetzt wirklich spätestens heute bei hundert Prozent sah mich aber vor drei Jahren bei hundert Prozent.
00:28:42: Ich weiß nicht wenn ich diese hundert prozent erreicht habe Aber für mich war dieser Thailand-Reise im November schon wirklich ein Riesenschritt.
00:28:49: Ich hätte bei Therapiebeginn niemals gedacht, dass ich das so in der Form schaffen kann.
00:28:53: Ich hatte einen tollen Urlaub.
00:28:56: Das war echt wirklich richtig schön.
00:28:59: Kann man heute noch aushören?
00:29:03: Wie ist es dann für dich weitergegangen?
00:29:05: Also du warst fünf, sechs Mal bei mir... Ich wollte eigentlich nachschauen wie oft du bei mir warst aber leider konnte es vergessen.
00:29:12: Aber es war so fünf, sechsl mal kein Gut sein!
00:29:14: Ja, wir machen ja wenn jemand mit Emotophobie anruft vielleicht das ganz kurz.
00:29:19: Vor allem weil vereinbaren wir langsam immer erst mal ein Erstgesprächstermin wo wir neunseitigen Fragebogen vorher weg schicken und den ich auch vorher lese und wo wir uns dann eine dreiviertel Stunde gut unterhalten damit ich das Thema wirklich verstehe.
00:29:36: Und dann vereinbaren Wir sechs Termine Weil wir das ja sechs terminen ist so bei uns dass womit wir wirklich gut zurechtkommen.
00:29:44: Wir haben ein Konzept dafür, ich habe einen Konzept entwickelt und der eine braucht nur vier oder fünf.
00:29:50: Er freut sich dann wenn er den sechsten Termin spart und ein anderer braucht vielleicht sieben oder acht und so kommt das dann immer irgendwie hin.
00:29:56: also sind mit sechs Terminen eigentlich ganz gut aufgestellt und extrem.
00:30:01: im Rahmen von einer Kurzzeittherapie muss man an der Stelle einfach auch sagen genau Wie ging's denn nach der Therapie weiter?
00:30:08: Du hast die Übung weitergemacht, hast du dich mit Monat zu Monat oder über die Zeit gemerkt.
00:30:13: Du beschäftigst sich damit weniger oder gar nicht mehr...
00:30:17: Ganz genau also... ...hast sie die Dinge
00:30:18: zurückerobert, ne?
00:30:19: Ja genau!
00:30:20: Also man merkt das irgendwann auch automatisch.
00:30:24: Die schönen Dinge im Leben gewinnen an mehr Priorität und es ist glaube ich auch völlig normal dass man oder auch gut, dass man irgendwann merkt okay brauche meine täglichen Meditationssession nicht.
00:30:35: Oder ich hab die Meditations-Session eher genutzt, um zu entspannen, um irgendwie den Kopf frei zu bekommen und habe eigentlich diese Anwendungen, diese Instrumente, diese Werkzeuge halt für andere Bereiche im Leben genutst.
00:30:49: Genau!
00:30:50: Die kann man auch für andere Sachen nutzen.
00:30:53: Absolut!
00:30:54: Man hat einfach gemerkt der Abstand wurde halt immer größer zu dem Thema.
00:31:01: Wenn ich dir noch eine Frage stellen darf, weil das würde mich wirklich sehr interessieren.
00:31:05: Was würdest du vor allen Dingen Männern aber natürlich auch generell Menschen mit Emetophobie gerne mitgeben?
00:31:11: Aber ich denke auch vor allem Männern die jetzt gerade mitten in der Ang stecken was würdest Du denen gerne sagen?
00:31:17: ja grundsätzlich ich weiß das ist immer so.
00:31:19: eine platitude sagt man überall du bist nicht allein.
00:31:22: aber ich glaube es ist wirklich so dass man nicht alleine ist was mich wirklich freut heutzutage in den sozialen medien.
00:31:28: wenn ich auf instagram schaue und da kommt irgendwie ein real video wo sich jemand vielleicht auch in somn film übergibt oder man sieht irgendwas dann sehe ich in den kommentaren schon immer hey macht doch bitte ein trigger warnung meine emo tickt und.
00:31:41: Ich sehe, dass die leute mittlerweile anfangen mehr darüber zu sprechen dass das thema präsent wird Und das freut mich wirklich und da kann man wirklich sagen, man ist wirklich nicht allein.
00:31:50: Man isst auch kein Mensch zweiter Klasse was ich auch wirklich finde.
00:31:54: Da hätte ich mehr machen müssen retroperspektivisch reden auf jeden Fall sich vielleicht auch ein zwei drei Vertraute suchen.
00:32:01: Man muss jetzt nicht die Lage der Nationen ansprechen im Rahmen der Familie Freunde Das ist es glaube ich nicht notwendig.
00:32:07: aber sich so Einzwei Leute anzunehmen wo man so bisschen etwas erzählen kann warum geht's einem gerade nicht so gut?
00:32:15: Es ist ja Einfach wichtig, dass die Leute um einmal herum halt auch wissen.
00:32:18: Dass es jemand oder das einem nicht so gut geht damit dann auch Verständnis eben da ist.
00:32:23: Genauso auch wirklich...
00:32:24: Ja und das entlastet auch.
00:32:25: Es entlastete enorm!
00:32:27: Ich habe ja wirklich so viele Patienten gerade die Männer die sagen die erst kann ich doch niemandem sagen.
00:32:32: Das muss mit meinem Chef da stundenlang im Auto fahren das kann ich dem noch nicht sagen.
00:32:36: und dann sage ich doch vielleicht guckt er ein bisschen komisch aber Da wird er mit fertig werden Absolut.
00:32:43: Und du musst da erst mal ein Dich denken, ja.
00:32:46: Absolut!
00:32:47: Ich finde es auch wirklich total schön... Auch einer meiner Lieblings-Podcaster, gemischtes Hack Felix Lobrecht und Tommy Schmidt die beide auch offen über ihre Therapiesitzung besprechen das auch in Anführungsstrichen.
00:33:00: Die Helden der Leute auch ganz offen sprechen immer mehr Prominente, dass sie das Thema offen anreißen oder auch das Thema Coaching, da ganz offen drüber gesprochen wird.
00:33:11: Weil glaube wir sind alle sehr komplexe Wesen.
00:33:14: Unsere Gedanken zu sortieren ist nicht immer so ganz einfach und vor allem wenn alles irgendwie alleine getragen werden musste und eine Entlastung entsteht einfach durchteilen muss man ganz ehrlich sagen.
00:33:25: Ja
00:33:27: wichtig finde ich es auch noch zu sagen dass auch ne Therapie machen absolut kein Zeichen von Kaputzein ist.
00:33:33: für mich war's wirklich zweifelig mit einer Klappe geschlagen zum einen natürlich die Angst zu bekämpfen, die Immotorphobie zu bekämpfen, Instrumente, Werkzeug anzubekommen.
00:33:43: Aber für mich eigentlich noch viel wichtiger und das kann ich wirklich heute sagen... Die Therapie hat mich auch ein ganz anderen Menschen, für mich sogar bessere Menschen gemacht der einfach viel reflektierter im Leben ist, viel achtsamer arbeitet und bin ein ganz anderer Mensch als aus dem Jahr zwei tausend neunzehn.
00:34:00: Ich weiß auch in beruflichen Kontext Belastungsgrenzen besser Einzuschätzen, man hat mein Körper viel mehr kennengelernt und es war für mich wirklich eine.
00:34:10: Wirklich ne körperkennlernreise die ich dort gemacht habe und es hat soviel mehr wert für mich geschaffen.
00:34:16: das war wirklich richtig schön.
00:34:18: also kann ich sagen Es hat alles andere von kaputt zu tun sondern ist wirklich Ja super wichtig um sich auch selber kennenzulernen nicht nur gegen die angst sondern auch wirklich ein bergzeugkasten fürs leben zu bekommen.
00:34:31: ja und stark sein heißt halt auch Verantwortung für sich selber zu übernehmen, ne?
00:34:36: Absolut.
00:34:37: Um
00:34:37: dich zu tragen, ja.
00:34:40: Definitiv Verantwortung für ich selbst weil eben... Ich kann das nur wiederholen, das Leben ist halt wirklich kurz und zu kurz um.
00:34:48: Ja es klingt jetzt auch blöd um sich irgendwie mit Ängsten herumzuschlagen aber letztendlich...
00:34:53: Nein es klingt nicht blöd!
00:34:54: Aber die Angst behindert so viel im Leben genau.
00:34:59: Ja absolut und Leben ist nur kurz um nichts zu machen.
00:35:02: sagen wir's mal so
00:35:05: Ja was bin ich froh, dass dir so gut geht und das wir uns wieder getroffen haben.
00:35:08: Das finde ich ganz toll.
00:35:11: Ich freu es auch wirklich sehr.
00:35:13: Was mir noch wichtig wäre ist... Du hast aber kurz im Vorgespräch gesprochen, dass du das als Prozess ansiehst oder angesehen hast und diese Wunderheilung übernacht.
00:35:27: Die darf man halt nicht erwarten und die gibt's eigentlich nicht mehr.
00:35:30: Das ist einfach Unsinn, ne?
00:35:35: Nein.
00:35:36: Ist einfach so und es ist halt wirklich auch viel... Also man darf jetzt nicht erwarten dass man hingeht zur Therapiesitzung sich beriesen lässt.
00:35:45: Man muss mitmachen und meiner Meinung nach ist es wirklich auch mit Hausaufgaben verbunden.
00:35:51: aber ich finde das ist ja auch ein Investment was man dort tätigt.
00:35:54: deshalb ja muss man da auch ein bisschen etwas machen.
00:36:01: Geht irgendwie auf eine Reise mit sich und reist auch vielleicht die ein oder andere Wunder auf.
00:36:07: Und deshalb, wenn man schon in diesem Prozess ist, lohnt es sich da weiter zu machen, zu kämpfen und ja so wieder ins Leben zurückzukommen.
00:36:18: Und dein Leben heute?
00:36:20: Was hat dir Emitophobie, wenn du jetzt auf so einer Skala von null bis zehn, wenn zehn das größte wäre, welchen Stellenwert hat die Emitophobei da heute noch?
00:36:28: Boah ich würde wirklich sagen eins!
00:36:31: Wenn überhaupt.
00:36:33: Ich kann noch von der Situation sprechen, die ist vor Weihnachten passiert.
00:36:36: Da auch ein Minitrigger an die Zuhörerinnen und Zuhörer war auf dem Weg zur Arbeit in der S-Bahn.
00:36:43: Und ich hatte schon gesehen
00:36:45: wie
00:36:45: er sich an die Situation.
00:36:46: Ja.
00:36:48: Und es habe gesehen da geht's im Fahrgast nicht gut.
00:36:51: Der Fahrgaster hat dann angefangen zu wirken.
00:36:53: Ich hab das gesehen bin eine Tür weitergegangen, der Fahrgas hatte sich dann auch übergeben.
00:36:57: Alle Leute aufgesprungen für alle eine sehr, sehr unangenehme Situation.
00:37:00: Ich hab schon gemerkt mein Puls ging hoch.
00:37:03: es ist mir gerade nicht angenehm ist es aber ehrlicherweise keinem also keinem Fantaschön.
00:37:07: Also die Person hat mir auch sehr leid ihr das passiert ist.
00:37:10: Aber ich war zehn Minuten später an meinem Schreibtisch im Büro und da hat das Thema keine Rolle für mich gespielt und spätestens da habe ich gemerkt wow Das hätte ich nie gedacht.
00:37:19: vor allem vor sechs Jahren hätte ich nicht gedacht dass ich mal so weit kommen kann.
00:37:22: Deshalb kann ich wirklich sagen Skala null bis zehn Vielleicht nur eins, wenn ich sogar null fünf.
00:37:31: Und da bin ich sehr stolz auf.
00:37:32: Wunderbar, oder?
00:37:33: Ja, ich finde auch kannst du mega stolz drauf sein.
00:37:35: und ja, ich bin auch mega dankbar dass der Weg uns zusammengeführt hat und ganz toll.
00:37:41: Ja, die Zeit ist gerannt.
00:37:46: Wahnsinn!
00:37:46: Lieber Florian, man merkt das gar nicht, es geht so schnell.
00:37:49: Wahnsin, Ernstin.
00:37:50: Lieber Florent, ich danke dir so sehr für deine Offenheit.
00:37:54: Es hat super viel Spaß gemacht.
00:37:56: Du hast heute wirklich was getan dass viele Männer und auch viele Frauen sich nicht trauen, weil du hast über deine Angst gesprochen.
00:38:04: Und zwar nicht theoretisch sondern ehrlich und mitten aus deinem Leben!
00:38:10: Ich glaube was diese Folge besonders spürbar wurde das ist etwas ganz wichtiges.
00:38:17: Weil Angst verschwindet nicht, weil man stark ist.
00:38:20: sie verändert sich wenn man bereit ist hinzuschauen.
00:38:25: Und du hast nicht gelernt, nie wieder Angst zu haben.
00:38:27: Sondern du hast gelernt mit dir umzugehen und genau das ist so die echte Freiheit.
00:38:33: Ja und wenn wir noch mal die Klammern nochmal nehmen von thirty-fünf Kilogramm Gewichtsverlust und vom Krankenhaus, von Toastbrot in Asien ist mir auch noch im Kopf bis hin zur Thailand Reisen mit Genuss.
00:38:45: Und sie braten eine Reis ohne alles also
00:38:49: zum Toast Brot.
00:38:50: Sehr ascetisch!
00:38:53: Also über die Zeilandreise bis hin zur inneren Ruhe kann man ja fast sagen in dieser S-Bahn Situation, ne?
00:38:58: Genau.
00:38:59: Ja und das ist halt kein Wunder immer nachts sondern das ist eine Entwicklung und es ist Arbeit und das is Mut.
00:39:05: Ja deshalb vielen vielen Dank!
00:39:08: Und vielleicht sitzt gerade jemand da draußen und der denkt, bei mir ist es noch nicht so weit ich stecke dann auch mittendrin und dann darf diese Folge sozusagen eine Erinnerung sein an das was Florian eben gesagt hat nämlich Du bist nicht allein.
00:39:23: Was hast du noch gesagt?
00:39:24: Du hast gesagt, Angst ist kein Charakterfehler sondern sie ist ein erlerntes Muster.
00:39:29: und was man gelernt hat das kann man auch wieder neu lernen.
00:39:34: Ja Florian vielen vielen Dank!
00:39:36: Und vielen Dank dass du anderen Männern heute aus so einem Stück Raum geöffnet hast.
00:39:41: und ja an euch da draußen wenn dich diese Folge berührt hat dann teil sie gern mit jemandem der sie hören sollte.
00:39:49: wir freuen uns natürlich auch.
00:39:51: Link ein Like dort lasst.
00:39:55: Einen Kommentar oder eine Frage, wenn ihr die habt, könnt ihr auch gerne schreiben.
00:39:58: Wenn es Fragen an Florian gibt würde ich dir weiterleiten, wenn ich das darf.
00:40:02: Sehr gerne!
00:40:02: Genau.
00:40:03: Dein Leben ohne Angst heißt nicht ohne Gefühl sondern mit Vertrauen.
00:40:08: Florian vielen Dank.
00:40:10: wir sagen tschüss und ich sage tschüß bis zur nächsten Folge.
00:40:13: bye-bye alles Liebe alles Gute.
00:40:15: eure Martina.
00:40:18: Bonus Track Ja, schön dass du dran geblieben bist.
00:40:21: Es gibt den Bonus-Track zur heutigen Folge und die heißt Stärke heisst bei dir bleiben.
00:40:29: Wenn du magst dann lehne dich jetzt kurz zurück.
00:40:34: Du musst dir nichts beweisen Und niemandem etwas erklären Nur dir zu hören.
00:40:44: Schließ für einen Moment die Augen und stell dir vor Du stehst auf festem Boden.
00:40:55: Nicht im Sturm, nicht dem Chaos sondern ruhig.
00:41:04: Vor dir liegt ein Weg Ein Weg der dein Leben symbolisiert.
00:41:14: Und irgendwo auf diesem Weg Da steht dein jüngeres Ich Vielleicht wie du im Jahre Wann auch immer?
00:41:33: vielleicht Du in einem Moment, in dem die Angst sehr laut war.
00:41:42: Dein Jüngeres Ich das steht da angespannt kontrollierend funktionierend.
00:41:54: Dein jüngeres ich versucht alles im Griff zu behalten weil es glaubt wenn ich locker lasse bricht alles zusammen.
00:42:09: geh innerlich einen Schritt auf dein jüngeres ich Zu, schau dir dein jüngeres Ich an.
00:42:23: Was hast du eigentlich versucht?
00:42:26: Dein Jüngeres ich wollte nicht schwach sein.
00:42:33: Dein jüngeres ich wollte niemandem zur Last fallen!
00:42:41: Es wollte stark wirken, verlässlich sein belastbar und vielleicht war genau das der größte Druck.
00:43:01: jetzt stell dir vor.
00:43:04: Du, dein heutiges Ich stellt sich daneben, nehmt ein früheres Ich.
00:43:16: Nicht belehrend, nicht kritisch sondern ruhig.
00:43:27: und du sagst dir innerlich Du musst es nicht alleine tragen!
00:43:37: Du musst das nicht allein tragen!
00:43:43: Spür einmal was dieser Satz in Dir auslöst.
00:43:53: Viele haben gelernt – nicht jammern Nicht zeigen, durchziehen.
00:44:03: Aber echte Stärke ist nicht durchhalten um jeden Preis.
00:44:11: Echte Stärke ist Selbstverantwortung.
00:44:15: Es braucht Mut zu sagen so will ich nicht weiter leben.
00:44:23: es braucht mut Hilfe anzunehmen und es braucht Mut Angst auszusprechen.
00:44:35: Und genau das ist keine Schwäche.
00:44:38: Das ist Führung über dein eigenes Leben!
00:44:51: Atme ruhig ein und lass beim Ausatmen ein kleines Stück Druck los, nicht alles nur ein Prozent.
00:45:07: Du musst die Angst nicht vernichten.
00:45:13: du darfst nur lernen neben ihr stehen zu bleiben.
00:45:20: Wie ein Fels!
00:45:23: Nicht star, aber stabil.
00:45:28: Stell dir vor eine Situation taucht auf Ein Restaurant Eine Reise Ein öffentlicher Ort.
00:45:40: Die Angst meldet sich Dein Puls steigt kurz Und statt zu fliehen sagst du innerlich Ich bleibe Bleibe!
00:45:57: Nicht kämpfen, nicht dramatisieren.
00:46:01: Nur bleiben!
00:46:04: Spür die Kraft in diesem Wort.
00:46:08: Bleiben heißt ich traue meinem Körper Ich traue meine Reaktion?
00:46:16: Ich trau' mir.
00:46:20: Und jetzt stell dir vor du gehst diesen Weg weiter mit Angst aber aufrecht Vielleicht mit Unsicherheit, aber handlungsfähig.
00:46:36: Das ist Freiheit!
00:46:38: Nicht die Abwesenheit von Angst sondern die Entscheidung dass sie nicht mehr dein Leben führt.
00:46:50: Atme noch einmal tief ein und langsam wieder aus Und wenn du so weit bist dann öffne deine Augen.
00:47:01: Du musst nicht perfekt sein.
00:47:04: Du musst nur ehrlich mit dir sein Und das ist stärker.
00:47:13: Alles Liebe, alles Gute!
00:47:16: Schön dass du bis hierhin dabei warst.
00:47:19: Vielen Dank, Martina.
00:47:45: Danke und bis bald.
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