#33: Mutig durch die Angst - Wie Saskia aus der Emetophobie ihren Alltag zurückgewinnt
Shownotes
„Ich habe mein Leben irgendwann nur noch auf einem Quadratmeter gelebt“, diesen erschütternden Satz spricht mein Gast in dieser neuen Folge aus. Die 27-jährige Saskia arbeitet im öffentlichen Dienst, das Reiten ist ein wichtiger Ausgleich in ihrem Alltag, in der Freizeit verbringt sie viel Zeit mit ihrem Pferd.
Hier spricht Saskia nun sehr offen darüber, wie die Emetophobie – die Angst vor Übelkeit und Erbrechen – ihr Leben über viele Jahre mehr und mehr eingeschränkt hat. Sie schildert, wie sie sich zunehmend zurückzog, wie viel Energie sie ihre Sicherheitsstrategien gekostet haben und wie sich ihr Leben dadurch immer kleiner angefühlt hat.
Wir sprechen darüber:
- wann und wie ihre Angst begann,
- wie sie ihren Alltag organisierte, um sich sicher zu fühlen,
- wie viel Kraft das ständige Gedankenkarussell gekostet hat,
- welcher Moment für sie den Wendepunkt zur Besserung darstellte,
- wie sie die Therapie erlebte,
- woran sie jetzt ihre wiedergewonnene Freiheit festmacht,
- und wie sie anderen Menschen Mut macht, die selbst mitten in dieser Angst stecken.
Diese Folge ist ein ehrliches Gespräch über Angst, Mut und darüber, dass ein besseres Leben möglich ist – auch wenn Betroffene selbst zunächst nicht daran glauben.
Kennst Du schon meine Bücher zum Thema? Martina Effmert: Angst vor Übelkeit und Erbrechen – Emetophobie verstehen und überwinden: https://www.humboldt.de/product/9783842642447/angst-vor-uebelkeit-und-erbrechen
Martina Effmert: Mein Kind hat eine Essstörung. https://www.humboldt.de/product/9783842617568/mein-kind-hat-eine-essstoerung
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Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Das Buch habe ich mir auch bestellt.
00:00:01: Das hab' ich auch natürlich brav vorher gelesen und bin total überrascht, weil auf den ersten zehn Seiten immer dann wenn jemand davon berichtet hat, habe ich gedacht krass das könnte ich sein!
00:00:13: Die Probleme die habe ich auch.
00:00:15: Wahnsinn dass es auch andere Leute gibt die das Problem haben.
00:00:18: das war nämlich immer meine mein Gedanke.
00:00:21: Andere Leute haben das nicht nur ich habe das
00:00:26: Leben ohne Angst.
00:00:28: der Podcast wird in alltäglichen Umgang mit Ängsten.
00:00:36: Ja, heute ist Saskia bei mir zu Gast.
00:00:38: Saskias, siebenundzwanzig Jahre alt kommt aus Nordrhein-Westfalen und arbeitet im öffentlichen Dienst.
00:00:44: Sie ist Einzelkind, hat selbst noch keine Kinder.
00:00:47: In ihrer Freizeit verbringt sie ganz viel Zeit mit ihrem eigenen Pferd.
00:00:51: Das Reiten ist für sie nicht nur ein Hobby sondern auch ein wichtiger Ausgleich im Alltag.
00:00:57: Saskia beschreibt sich als sehr kommunikativ und strukturiert Jemand, der ganz gerne plant und organisiert.
00:01:05: Und manchmal sagt sie selbst vielleicht sogar ein bisschen zu sehr.
00:01:10: Gleichzeitig bringt sie eine ganz große Offenheit mit und auch so über sehr persönliche Themen zu sprechen.
00:01:16: Und genau deshalb freue ich mich so sehr, dass Sie heute Ihre Geschichte hier in meinem Podcast teilt!
00:01:24: Willkommen bei Leben ohne Angst.
00:01:25: Ich bin Martina Effmert für eine Praxis für Psychotherapie, EMDR und Hypnose in Düsseldorf.
00:01:30: ich bin Heilpraktikerin Coach und Autor und ich freue mich dass du hier bist.
00:01:36: Saskia!
00:01:37: Hallo schön das wir uns hier sehen.
00:01:39: Hallo Martina, ich freu mich sehr dich zu sehen.
00:01:42: Ja?
00:01:42: Na und da ist eben schon gesagt bisschen aufgeregt.
00:01:45: Hoffe es hat sich schon etwas gelegt und wenn nicht... Kommt das bestimmt.
00:01:50: Dann können wir immer auch eine Pause einlegen, dass ... Ja, das glaube ich auch!
00:01:54: Es ist ja ganz viele die uns heute zuhören, die kennen diese Angst über die wir gleich sprechen werden sehr gut und manche stehen noch ganz am Anfang und kämpfen vielleicht schon ganz viele Jahre damit.
00:02:07: Wann hast du zum ersten Mal bemerkt, dass deine Angst vor Übelkeit und Erbrechen mehr ist als ne ganz normale Sorge?
00:02:15: Und dass sie anfängt so dein Leben mitzubestimmen?
00:02:19: Also ich hab immer mal wieder das natürlich Festivitäten anstanden, Gruppenreisen anstanden mit dem Hobby irgendwie unterwegs zu sein.
00:02:30: Wo viele Menschen unterwegs sind und jedes Mal habe ich mir gedacht, ah fahre ich mit?
00:02:35: Ah nee besser nicht!
00:02:38: Wer weiß was passieren könnte... Und im Nachgang wenn ich da mitgefahren bin habe ich mich natürlich gefreut dass sie es geschafft haben und dass ist eine tolle Zeit war dass dann auch gar nicht mehr so präsent gab, das ich überlegt habe ob ich überhaupt mitfahren soll oder nicht.
00:02:53: Aber wenn ich mal nicht mitgefahren bin, hab ich mich doch schon irgendwie geärgert und hab gedacht, warum?
00:03:00: Warum bist du jetzt nicht mit gefahren?
00:03:02: die anderen hatten so viel Spaß besonders dann wenn sie halt noch was gepostet haben.
00:03:05: hinterher haben alle darüber erzählt und ich war diejenige die ja nicht drüber sprechen konnte und einfach nicht dabei gewesen ist weil... Ich mir vielleicht sogar eine Ausrede habe einfallen lassen.
00:03:18: Ja, also das ist wirklich, wirklich spannend!
00:03:21: Aber wenn du sagst, dass sie in der Ausreder einfallen lasst... aber was waren denn deine Sorgen?
00:03:25: Genau!
00:03:26: Also wenn du dachtest, wo hast da etwas überlegt?
00:03:28: oder was hast du überlegt, dass du wirklich nicht mitgefahren bist zu einer Veranstaltung?
00:03:32: Was waren da so deine Gedanken?
00:03:34: Erstmal war ich natürlich aufgeregt und was auf mich zukommt.
00:03:39: Klar war das Umfeld irgendwie bekannt, aber trotzdem der Ort, wo wir hingefahren sind, war neu.
00:03:44: Ich wusste nicht, auf wen ich da treffe.
00:03:47: Wie es mir da vielleicht ergeht?
00:03:49: Ich hab ganz lange wenig nur gegessen ... ausgewählte Sachen nur gegessnet und hatte natürlich dann auch immer Angst, dass ich nicht genug esse oder dass ich halt nichts zum Essen finde.
00:04:00: Ich war immer selber gut vorbereitet, habe immer Kleinigkeiten zum Essen mitgehabt, wo ich dachte okay also irgendwie schaffe ich's über einen Tag.
00:04:10: Und das waren so meine Gedanken, wofür fahre ich hin?
00:04:13: Wie könnte es mir da schlecht gehen?
00:04:15: Wo kann ich hin, wenn's mir schlecht geht.
00:04:18: Was denken die anderen?
00:04:20: Wenn ich auf einmal raus will... Das waren alles so Gedanken, die ich überlegt habe und ja wahrscheinlich auch schon zu viel analysiert habe um dann zu entscheiden Ich fahre nicht mit.
00:04:33: Und was war denn nachher tatsächlich die Entscheidung zu fahren oder nicht zu fahren?
00:04:37: Das ist tatsächlich eine gute Frage.
00:04:39: Ich hab mich dann durchgerungen und hab gedacht, okay.
00:04:43: Die haben vielleicht auch was für mich organisiert?
00:04:45: Wir hatten eine Situation, wo es um die Zimmerbelegung ging ... Es wurde extra für mich umgelegt, dass ich mit der einen Person auf ein Zimmer gehen konnte.
00:04:55: Und da habe ich gedacht, nee!
00:04:56: Die haben mir so viel für mich organiziert.
00:04:58: Ich kann erst nicht sagen, ich fahre nicht mit.
00:05:00: Das war dann der Moment, wo ich gesagt hab, okay... Klar, wenn natürlich dann der Weg bis wir da waren auch hart.
00:05:07: Also wenn wir mit dem Bus gefahren sind war es schon, dass ich gedacht habe, hab' ich irgendwie Bauchschmerzen, kann mir schlecht werden?
00:05:14: Ich wollte natürlich immer vorne sitzen im Bus gar nicht hinten!
00:05:18: Ich war mit meinen Sachen gut ausgestattet – Wasserkohler, Brezeln alles was man so mithat, was man mal früher so eingepackt hat... was man alles so gebrauchen kann, wenn es einem schlicht geht.
00:05:29: Ich weiß das meine Mama früher immer einen kalten Waschlapp mit hatte in der Tüte für den Fall der Fälle, für Kopf oder Nacken ja.
00:05:40: und dann bin ich doch hinter mir gefahren und als wir dann angekommen sind und ich wusste okay hier bin ich jetzt und mir geht's gut und ich krieg auch hier etwas zu essen war für mich das ganze Wochenende fein.
00:05:51: oder die Fahrt dann dass sich gedacht habe ok ich schaffte also dann hab ich nicht mehr drüber nachgedacht.
00:05:57: Also du hast im Prinzip so wie ganz viele andere Betroffene auch, ne?
00:06:01: Du hast mit der Zeit so richtige Strategien entwickelt um dich irgendwo anders auch sicher zu fühlen.
00:06:08: Also stelle ich mir sehr, sehr anstrengend vor und auch sehr zeitintensiv.
00:06:12: Und wenn du sagst, du hast dir auch Ausreden gebraucht um halt mal nicht mitzufahren kannst was war das zum Beispiel?
00:06:19: also Konntest richtig nicht offen darüber sprechen über deine Ängste oder?
00:06:23: Nee das war tatsächlich in der Schule dass wenn natürlich dann die Abiturpartys anstanden, dass man irgendwie Geld brauchte für das Abitur als Jahrgang.
00:06:35: Das war so, dass natürlich die Frage kam, oh, und wer ist Samstagabend dabei?
00:06:39: Ja ich nicht!
00:06:40: Warum
00:06:41: nicht?!
00:06:44: Und da kam mein Elternenspiel, dass ich gesagt habe, nee, Mama und Papa haben gesagt, es gibt's nicht... Dann hab ich lieber einen Kauf genommen, dass ich nicht dabei war.
00:06:55: Dass meine Eltern mir das verboten haben in Anführungszeichen.
00:06:59: Obwohl ich diejenigen geweint, wie gesagt hat ... Ich will da gar nicht hin!
00:07:02: Und dann hab ich oft gesagt ja, ich muss morgen früh raus.
00:07:05: Ich habe was vor, bin mit dem Pferd unterwegs und das hat dann irgendwie gezogen.
00:07:10: Hat natürlich auch ein bisschen die Freundschaft gespaltet.
00:07:16: irgendwann wenn natürlich alle Montags morgens über die Party des Wochenendes gesprochen hat Und ich dann diejenige war, die da gesessen hatte und gesagt hat ja war eine tolle Party.
00:07:26: Das freut mich.
00:07:27: Ja also ich hatte auch ein ganz anstrengendes Wochenende.
00:07:31: Also so das war eigentlich der Klassiker.
00:07:34: Ich habe nicht einer einzigen Abitur Stufenfeier besucht.
00:07:40: Es war dann
00:07:40: erst das Abiturselber Die Feier wo wir alle zusammengesessen haben Wo wir alle zusammen gefeiert haben.
00:07:50: Im Prinzip dein Alltag in der Schulzeit und auch in dieser Zeit ja schon ganz schön von dieser Emetophobie.
00:07:57: So heißt es, diese Erkrankung vor Übrigkeit unterbrechen, ganz schön beeinflusst.
00:08:02: Was hast du noch alles so organisiert oder vermieden um dich wirklich sicher zu fühlen?
00:08:07: Gab es da noch andere Sachen?
00:08:08: Ja, auf jeden Fall.
00:08:09: Also ich hab dann irgendwann angefangen wenn ich auf irgendwelchen anderen Festivitäten war wie Schützenfest wo ich dann ein bisschen älter wurde und dann auch irgendwann Führerschein hatte dass sich dann entschieden habe einfach selber zu fahren weil ich dann weg kann wann ich das möchte Wenn ich das Gefühl habe ich will nach Hause Dass ich dann auch einfach fahren kann und nicht darauf angewiesen bin dass ich noch einen Taxi rufen muss oder irgendwelche anderen Leute noch nicht nachhause möchten.
00:08:34: Sondern hab ich entschieden, okay.
00:08:36: Ich fahre einfach selber und da hatte ich einfach ja mein Raum und natürlich auch meinen Platz.
00:08:41: Ich habe dann irgendwann angefangen die Uhrzeiten zu berechnen, wann ich noch was essen kann also Pommes Currywurst so eine typische Manta-Platte auf dem Schützenfest.
00:08:51: abends um elf Uhr war da nicht mehr drin.
00:08:54: Ich hab dann wirklich überlegt, okay, wann fahr' ich wohl nach Hause?
00:08:58: Wann gehe ich ins Bett?
00:08:59: Wanne schlafe ich
00:09:00: dann?".
00:09:01: Und dann zurückgerechnet, wenn ich jetzt was esse.
00:09:04: Wie lange mein Körper braucht um das Ganze zu verarbeiten und hab dann entschieden okay ich esse noch etwas habe mich dazu entschieden auch noch ein Körnerbrötchen zu essen damit ich länger satt bin weil ich oft in die Situation kam dass ich nachts mal Blutzuckerspiegel gefallen ist und dass da noch Nikola mich nicht mehr gerettet hat.
00:09:24: aber trotzdem wollte ich natürlich weiter Feiern und es waren alles auch immer natürlich geplant an dem rest.
00:09:31: also ich habe viel vorher immer gehabt am wochenende und wenn dann natürlich auch noch abends eine lange party anstand weil man vielleicht sogar reingefeiert hat Dann muss sich mein ganzen tag danach planen wann frühstücke ich, wann esse ich mittag wann abend.
00:09:44: Wo gibt's was zu essen?
00:09:45: essig das?
00:09:46: Es ist nicht.
00:09:48: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Pommes vielleicht nicht durch sind auf dem Spitzenfest?
00:09:52: Weil Massenbetrieb ist das dann alles Sachen, die ich ja berechnet habe und natürlich auch organisiert hab.
00:09:59: Ich hatte immer eine Flasche Wasser mit egal wo ich hingefahren bin.
00:10:03: zum Schluss war es dann auch noch Cola weil ich gedacht habe Cola rettet mich auf jeden Fall was zu essen.
00:10:09: Ich habe dann zwischendurch angefangen nachts irgendwie noch ein Schokoriegel zu Essen um da irgendwie die Zeit zu überbrücken.
00:10:17: Alkohol habe ich noch nie richtig getrunken.
00:10:21: Also ja, als das dann so anfing, habe ich mal ein Bier getrunkt und auch mal irgendwie einen Cocktail oder so aber nie in Massen dass sich sagen kann, dass es mit davon schlecht ging weil mir das doch einfach zu schade war am nächsten Tag.
00:10:36: Aber eine Wahnsinne wenn man überlegt wie viel Energie dich das im Prinzip gekostet hat.
00:10:41: Also jeden Tag oder zumindest zuvor solchen Fadenstaltungen.
00:10:45: Auf
00:10:45: jeden Fall, ja!
00:10:46: Das
00:10:46: zieht sich wahrscheinlich auch in das normale Arbeitsleben und der normalen Alltag mit rein?
00:10:51: Ja.
00:10:52: Auf keinen Fall...
00:10:53: War es eher Kontrolle oder eher der Versuch so die Angst zu vermeiden?
00:10:58: Ich glaube... Oder eine Mischung aus beidem?
00:11:01: Ja, beides.
00:11:01: also bis ich überhaupt gewusst habe dass das Problem was ich habe einen Namen hat bin ich immer davon ausgegangen hat das viel mit Kontrolle zu tun.
00:11:12: Aber als ich dann irgendwann wusste, dass das Problem was ich habe diese Angst vor dem Erbrechen und von der Übelkeit nicht nur bei mir selber sondern auch bei anderen Personen die mir nahestehen oder auch nicht.
00:11:26: Habe ich gedacht okay dann ist es eher die Angst die mich da dann aufkontrolliert natürlich in irgendeiner Weise.
00:11:35: Ja ich denke ganz viele denken so bei Emitophobie nur an die angst vor dem erbrechen Aber ganz oft geht es ja um viel mehr.
00:11:43: Das kann Kontrolle sein, Sicherheit oder auch das eigene Nervensystem.
00:11:48: Also stecken häufig so noch andere Sachen dahinter.
00:11:51: Was würdest du sagen wie das bei dir vielleicht war?
00:11:55: Oder wenn du da rein fühlst was war das bei Dir?
00:11:59: Ich glaube sehr viel dass ich ein strukturiertes Leben habe und dann auch schon irgendwie für Brenner, also ich sage so für mich dass ich schon ein kleiner Monk bin.
00:12:10: Dass sich da wieder die Kontrolle habe und alles sehr genaues strukturiere und organisiere das hab' ich früh gelernt und da bin ich auch sehr dankbar dafür, dass ich das so früh gelernt habe auch eigenständig was zu machen, eigenständigt zu arbeiten und meine Termine natürlich auch selber zu koordinieren.
00:12:28: Ich sag mal jeder der zuhört und fährt hat weiß Was es bedeutet zu organisieren mit Hufschmied und Impfterminen, Wurmkur geben und Zähne machen etc.
00:12:40: Von daher habe ich das relativ früh auch schon natürlich im Hobby gelernt.
00:12:44: aber es hat sich dann schon sehr auf meinen ganzen Alltag überlegt.
00:12:50: quasi
00:12:51: Würdest du eher sagen dass dieses Strukturierte sein ja eine Stärke von dir ist oder war es irgendwann noch eher eine Belastung?
00:12:57: Beides Also.
00:12:59: auf der einen Seite würde ich im Vorstellungsgespräch natürlich sagen, ich bin super strukturiert und organisiert.
00:13:05: Aber auf der anderen Seite ist das auf jeden Fall auch eine Schwäche weil ich das dann gerne auch so hätte dass alle anderen genauso strukturierend sind Und das ist natürlich dann schwierig wenn zwei Welten aufeinander prallen quasi aber dass ich natürlich irgendwann damit umgehen gelernt habe, dass halt nicht alle so... Strukturiert sind wie ich und das sich natürlich auch total eingeschränkt bin.
00:13:32: Also Flexibilität war früher was, ja fahren wir heute nach Holland?
00:13:37: Gar kein Problem!
00:13:38: Und jetzt so in der letzten Zeit war es eher so oh nee also da muss ich erst mal organisieren und gucken... Wie machen wir das?
00:13:44: oder denn spontan irgendwie Termine ausfallen sich Zeiten ändern dann will ich sofort aus dem Konzept und denke Oh Gott, wie mache ich das jetzt?
00:13:53: Ich habe noch das und das und dass und das auf meiner Liste.
00:13:56: Wie schaffe ich das jetzt alles, wenn diese eine Sache nicht funktioniert?
00:14:01: Und das nimmt einem natürlich total viel Raum zum Leben.
00:14:04: Ja es kostet viel Zeit und nimmt ja auch die Flexibilität.
00:14:08: Würdest du sagen der Nervensystem war damals so dauerhaft auf Alarm gestellt, dass du immer dieses Thema... Ja schon.
00:14:16: Egal wo ich hingegangen bin, wo ich hingefahren bin, es war immer der Gedanke habe ich was zu trinken, was zu essen mit, wann hab' ich zuletzt gegessen?
00:14:25: Wann kann ich das nächste Mal essen?
00:14:28: Wo fahre ich hin, kann ich da weg.
00:14:31: Ich sage mal so auch Restaurantbesuche waren auch eher so...ich suche mir den Platz an der Tür und nicht in der Sitzbank ganz hinten sondern eher halt am Rand oder am liebsten auf dem Stuhl mit vorher.
00:14:44: Ich komme in den Laden rein und check erst mal ab wo sind die Toiletten falls es mir schlecht geht?
00:14:48: wo kann ich hin.
00:14:49: Wo ist die nächste Tür?
00:14:51: und dem schlimmsten Fall kann ich einfach nach Hause fahren weil ich habe mein Auto mit
00:14:56: Rundrum abgesichert sozusagen, in der Komfort.
00:15:00: Genau!
00:15:03: Gab es bei dir einen Wendepunkt wo du gemerkt hast ich möchte eigentlich mein Leben zurück weil du vorhin gesagt hast früher warst ja auch anders?
00:15:11: Ja das ist ganz interessant.
00:15:13: also ich habe auch schon viele tolle Urlaubsreisen hinter mir die auch weiter weg sind als eine Stunde Flugzeit und das hab ich auch alles geschafft Habe ich glaube, das ist ein bisschen überstrapaziert und habe einen Festival besucht wo es dann ja... ...über mich kam quasi wortwörtlich.
00:15:34: Und danach bin ich eingebrochen in meinem System.
00:15:38: Danach ging gar nichts mehr und als es dann hieß dass wir mit der Familie auf engen Raum wohnen für die nächsten Tage und auch erstmal mit einem Auto wo ich nicht weiß wo ich sitze ob vorne oder hinten mit Schränkchen hinten drin war es einfach voll und dann vier Stunden fahren, habe ich gedacht nein.
00:15:59: Jetzt kann ich nicht!
00:16:02: Da war mein Freund dabei der natürlich eine große Rolle im Leben spielt und wo ich immer gesagt hab ah, ich weiß nicht.
00:16:12: Und meinst du das schaffe ich?
00:16:14: Ja da schaffst du so.
00:16:14: und das war der erste Moment wo ich gesagt habe nein und das schaffte ich nicht.
00:16:18: und er hat gesagt okay Ich verstehe das, aber bitte tu mir eingefallen und such dir Hilfe.
00:16:24: Wo ich gesagt hab ja du hast recht weil ich habe immer gemerkt wenn ich irgendwo im Urlaub war und mein Nervenkostüm runtergefahren ist wirklich bis auf ganz low dass ich gemerkt habe eigentlich geht es mir gar nicht gut Und ich möchte jetzt sofort weg aus dem Urlaub!
00:16:43: Ich möchte jetzt nach Hause zurück in meinen Konstrukt von Alltag, wo ich weiß was wann wie ich wo zu tun habe.
00:16:51: und dieses einfach malen Tag am Strand liegen ist dann so Ja Ich muss noch machen.
00:16:56: Was muss ich noch machen?
00:16:57: Ich überlege was wird sie jetzt Zuhause machen dass sich da wirklich traurig war das ich Da weinend gesessen habe überfordert gewesen bin.
00:17:05: mit dieser
00:17:06: stille
00:17:07: würde ich sie benennen.
00:17:10: Da komme
00:17:11: ich vielleicht manchmal Gedanken und Gefühle hoch in der Stille.
00:17:14: Also nicht in der permanenten Ablenkung und Organisation.
00:17:20: Und da habe ich dann immer gesagt, ja wenn du aus dem Urlaub kommst, dann holst du dir Hilfe und dann war ich wieder zu Hause und dann ist alles super!
00:17:28: Da war alles schön, da hatte ich alles hier und ich wusste wo ich hinfahre Das natürlich wieder verworfen.
00:17:35: bist du im nächsten Urlaub und dann hab ich gedacht, nee.
00:17:37: Du musst dir unbedingt Hilfe
00:17:38: holen.".
00:17:38: Und das war jetzt der Punkt wo ich gesagt habe okay wenn ich noch nicht mal mit meinem Freund oder anderen Personen aus dem familiären Umkreis irgendwo hinfahren kann weil ich mir zu viele Sorgen mache wird es Zeit dass sich mir Hilfe suche und das habe ich auch gemacht.
00:17:57: Ja du hast ja den für dich sehr mutigen Schritt gemacht.
00:18:02: Unterstützung geholt, genau.
00:18:03: Vielleicht können wir das jetzt da mal so einen Punkt machen und mal gucken wie war denn das?
00:18:08: Was hast du ... Wie bist du vorgegangen?
00:18:10: Welche Therapieformen hast du erst einmal gewählt?
00:18:13: Ja also erstmal habe ich gedacht ja Psychotherapie Das ist auf jeden Fall das was ich brauche.
00:18:19: Und dann gegoogelt und ja tausend verschiedene Sachen was Google sagt.
00:18:24: Dann hab' ich gedacht nee es hat ja auch keinen Speck weil man ja auch so vom Hörnsagen weiß, dass man ja auch nicht von jetzt auf gleichenden Termin oder einen Platz bekommt.
00:18:35: Ist das ja immer sehr schwierig ist.
00:18:37: und dann habe ich erst eine Bekannte gefragt die da ein bisschen mehr Bezug zu hat und die hat mir dann einen Termin beim sozialpsychiatrischen Dienst organisiert.
00:18:48: netterweise Und die haben sofort gesagt Ja es muss auf jeden Fall in der Tagesklinik wenn nicht sogar in einer kompletten Aufnahme geregelt werden.
00:18:58: Und da hatte ich schon mir was rausgeguckt.
00:19:01: Ich hatte schon einen Platz für einen Langzeittherapieplatz und hab dann aber gedacht, ich weiß es nicht ob das so das Richtige ist.
00:19:14: Weil ich wollte gar nicht aus meinem ganzen Alltag raus.
00:19:17: Ich wollte nur zur Hälfte.
00:19:18: Da habe ich gedacht, ob das dann gut ist oder nicht?
00:19:22: Und im Endeffekt war es dann so, dass ich aufgrund von körperlichen Beschwerden, die ich dann schon entwickelt habe, beim Arzt gewesen bin und der mir diese ... So,
00:19:33: was waren das für körperliche Beschwerde?
00:19:36: Ja, ich hatte dann irgendwann wirklich Magen-Schmerzen.
00:19:40: Ich hab dann nachts schlechter geschlafen, ich hab total viel geschwitzt mehr auf hundert achtzig zu bringen, weil ich einfach an also noch mehr angespannt war auch so ein Spannungsbogen.
00:19:54: Dass sich da gar nicht mehr von alleine runter kam und habe.
00:19:57: dann bin dann zum Arzt gegangen und hab gesagt das und dass und ich brauche jetzt Hilfe und Ich habe hier Therapieplatz und ich brauch jetzt ja auch noch eine Überweisung oder so.
00:20:06: Nee die stelle ich Ihnen nicht aus.
00:20:08: war dann die Aussage.
00:20:09: Und da habe ich gesagt okay was haben sie für eine Alternative?
00:20:13: Ja, ich gebe ihm mal eine Überweisung für Psychotherapeutin.
00:20:18: Aber auch da ruft man irgendwo an heißt es ja also in sechs Monaten wenn nicht sogar Warteliste schwierig.
00:20:26: und dann hatte ich das Glück dass ich diesen hundertsechzehn-hundertsebten Aufkleber bekommen habe.
00:20:32: und durch Zufall hat diese Person oder die Psychotherapeuten die Machtverhaltenstherapie was man mir auch nahegelegt hat, was ganz gut wäre in meinem Fall.
00:20:47: Vielleicht magst du da noch mal etwas kurz zu sagen?
00:20:49: Genau ich habe jetzt erstmal Verhaltenstherapie gemacht, auch bei einer Psychologin die natürlich mir auch erst einmal weitergeholfen hat.
00:20:59: allerdings so jetzt zum Ende hin war der Moment wenn es wirklich ganz akut ist mir nicht ganz geholfen hat.
00:21:09: Ich habe gelernt, da mit dem Alltag umzugehen und das anders zu strukturieren.
00:21:13: aber der Moment wo ich es wirklich gebraucht habe war leider nicht ganz erfolgreich und deswegen habe ich gedacht okay ich muss jetzt noch irgendwas anderes machen und hab gedacht ich google das einfach mal und habe dann dich liebe Martina gesehen und habe gedacht Mensch das klingt auf jeden Fall spannend.
00:21:38: Hast du euch auch mal ein Podcast reingehört oder das Buch gelesen?
00:21:41: Oder wirklich nur von der Webseite.
00:21:44: Ich habe erstmal deinen Namen gelesen, deine Internetseite studiert und hab dann natürlich dein Buch gesehen und deine Podcasts.
00:21:52: Das Buch habe ich mir auch bestellt.
00:21:53: Das habe ich auch natürlich brav vorher gelesen und bin total überrascht weil auf den ersten zehn Seiten immer wenn jemand davon berichtet hat, habe ich gedacht krass!
00:22:04: Das könnte ich sein.
00:22:05: Die Probleme die habe ich Wahnsinn, dass es auch andere Leute gibt die das Problem haben.
00:22:11: Das war nämlich immer meine mein Gedanke.
00:22:13: Andere Leute haben das nicht nur ich habe das Aber es gibt genug leute die das probleme auch haben hab ich ja in dem buch gelesen.
00:22:21: und dann habe Ich den podcast gehört und habe gedacht wow Respekt an die personen die das da sagt und habt dann für mich entschieden Dass eigentlich dieser werde gang auf jeden fall aufgezeichnungsfähig ist.
00:22:36: von daher bin ich super dankbar, dass ich hier heute sitze und auch jetzt meine Reise teilen kann.
00:22:44: Weil ich natürlich genauso wie das Mädchen in dem Podcast möchte ich natürlich auch andere ermutigen, das zu machen weil die Reise lohnt sich auf jeden Fall.
00:22:56: Ja du bist dann vor gar nicht ganz so lange Zeit bei mir gewesen?
00:23:00: Genau ja letztes Jahr im August hatten wir das erste
00:23:04: Gespräch.
00:23:08: Wie hast du die Therapie erlebt?
00:23:10: Ich möchte nicht über meine Therapie erzählen.
00:23:14: Was hat dich vielleicht überrascht?
00:23:15: oder wie war das für dich?
00:23:16: Vielleicht magst du da ein bisschen was teilen, ich kann mir vorstellen dass das viele Zuhörer interessiert
00:23:21: Auf jeden Fall, weil ich konnte mir am Anfang nicht so viel darunter vorstellen.
00:23:26: Als ich gelesen habe Hypnose denkt man natürlich immer an diesen Klassiker was man auf irgendwelchen Geburtstagen mit so einem Zauber und sowas macht.
00:23:33: aber da hab' ich ganz schnell festgestellt ne wir sind hier auf einer ganz anderen Ebene Und zur anderen Ebne fällt mir ein dass ja der Weg ins Unterbewusstsein war mir gar nicht so bewusst.
00:23:46: tatsächlich Weil man sagt das zweimal im Unterbewusstein Denkt man das, hat man das?
00:23:53: Aber dass das Unterbewusstsein doch so viel mit einem machen kann und doch so sehr das Leben bestimmen kann, hat mich doch überrascht.
00:24:02: Und als wir dann darüber gesprochen haben was vielleicht früher gewesen ist habe ich gedacht Wahnsinn wieviel man eigentlich verarbeitet im Unterbewusstein was einem gar nicht mehr so präsent ist Magie geland wie viel magie dieses unterbewusstsein hat und was das positiv als auch negativ natürlich im leben anrichten kann.
00:24:27: also anrichten wortwörtlich.
00:24:29: Ja spannend du hast sich da gut drauf einlassen können und auch viel für dich entwickeln können.
00:24:34: gab es so einen moment wo du selber in der therapie gemerkt hast hier passiert wirklich was mit mir.
00:24:40: ja auf jeden fall also Nach der ersten Sitzung, wo wir erst mal nur gesprochen haben und du mir deine Methode erklärt hast habe ich gedacht okay.
00:24:51: Ich lasse mich da jetzt drauf ein.
00:24:53: Und als es darum ging dass wir erstmal einen Ort finden Wo ich mich komplett runterfahren kann Habe ich gedacht ganz klar auf jeden Fall am Stall bei den Pferden logisch Ist ja sonst auch immer super da.
00:25:08: Das ist das erste, was mir nicht eingefallen ist.
00:25:10: Es war sofort etwas anderes, wo ich gedacht habe, wow!
00:25:14: Das hätte ich nicht gedacht und dass einfach so zu verarbeiten und festzustellen, dass es auch noch was anderes gibt, was eigentlich in einem arbeitet.
00:25:25: Etwas hoch also hochzuholen um zu sagen okay ich lasse mich da jetzt so komplett drauf ein.
00:25:32: Auf jeden Fall.
00:25:33: Also richtig gut
00:25:35: Ja spannend, ne?
00:25:37: Und irgendwie schwer auch zu transportieren.
00:25:39: Also ich werde ja ganz oft gefragt, wie ist denn da?
00:25:41: Es können nicht mehr Patienten mal über die Hypnose was sagen oder so.
00:25:45: Das ist sehr individuell aber man fühlt halt danach.
00:25:50: Was gibt es für Veränderungen?
00:25:52: Wie kann ich mit den Themen umgehen?
00:25:54: also wo merke in meinem normalen Alltag dass eine Therapie hilft?
00:25:59: Ja Wie war das bei dir?
00:26:03: Gab's da eher so viele kleine Veränderungen oder ... Man hast du es erst mal bemerkt, dass dich zum Beispiel deine Gedanken ruhiger geworden sind, desto weniger drüber nachdenkst.
00:26:14: Ja also ich hatte direkt irgendwie weniger Nebel in meinem Kopf.
00:26:19: Also ich hab sofort gedacht Es ist irgendwie weniger los Ich musste nicht mehr so viel nachdenken und ich habe auch gar nicht den Ansatz gefühlt über Sachen nachzudenken.
00:26:29: Also es gab Zeiten zum Beispiel gar nicht, also musste ich jeden Morgen überlegen ob ich zur Arbeit gehe.
00:26:35: Ob es mir gut geht wie's mir da geht wenns mir schlecht geht und das habe ich seit dieser Zeit gar nicht mehr.
00:26:43: Ich gehe mit Freude wieder zu arbeiten.
00:26:46: Ich hab Spaß daran mit den Menschen auf der Arbeit zu arbeiten und hab da gar nicht so drüber nachgedacht.
00:26:53: Das heißt mein Gedankenkarussell ist so gut wie abgeflacht wenn ich auf Fasivitäten bin.
00:26:59: und ja, da doch der Alkohol-Konsum mal etwas höher ist.
00:27:03: Und es dann vielleicht doch mal dazu kommt, dass es jemandem da nicht ganz so gut geht?
00:27:09: Weil ... Ist das so... Ich nehm das wahr, Ja!
00:27:12: Aber es ist nicht mehr so, dass sie denken, oh Gott, wo muss ich
00:27:14: hin?!
00:27:14: Und ich muss hier weg.
00:27:15: und was passiert jetzt als Nächstes?
00:27:17: Sondern wirklich okay?
00:27:20: Das ist passiert, da hat sich jemand übergeben draußen, das wird jetzt weggemacht.
00:27:25: Okay, ich war damit einfach Einfach da und das war in Ordnung.
00:27:31: Ich hätte es jetzt nicht unbedingt selber wegmachen wollen, aber ich glaube dass kommt dann als nächster Step.
00:27:37: Aber es war einfach, das gehörte einfach dazu wie das Frühstückseil morgens zum Frühstuck.
00:27:44: Tatschte ich nicht mehr so an, berührt dich nicht mehr, vor allem nicht so negativ, sich so negativ tragert.
00:27:51: Ja, woran merkst du heute im Alltag?
00:27:53: Also ganz konkret dass du freier geworden bist als früher.
00:27:56: Das ist ja schon mal so.
00:27:56: was wo du sagst ich gehe einfach morgens steh auf und geh zur Arbeit mach mir gar keine Gedanken mehr darum.
00:28:01: Gibt es noch andere Dinge wo du das merkst oder was du hier für uns oder mit den Zuhörern teilen möchtest?
00:28:08: Ich habe wieder mehr Lust irgendwas anderes zu machen.
00:28:11: also ich möchte gerne irgendwo hinfahren mit Freunden irgendwo hin fahren und nicht hier im Café um die Ecke einen Kaffee trinken gehen, sage ich mal.
00:28:19: Sondern wirklich dass man mal mit den Mädels nach Holland fährt zum Shoppen wo ich ja sonst gar nicht dran gedacht habe.
00:28:25: Ich hab tatsächlich wieder Reisewünsche!
00:28:27: Ich möchte gerne im Urlaub und das nicht nur vier Stunden Autofahrt entfernt.
00:28:33: Das wäre auf jeden Fall sehr schön.
00:28:36: Also wenn ich so die Werbung sehe im Fernsehen ist es nicht mehr dieses Boah.
00:28:39: nee also ich war gar nicht mehr mit einem Kreuzfahrtschiff sondern ist eher so Ja könnte ich mir vorstellen Wann können wir denn wohl los?
00:28:49: Ja, also wirklich solche Sachen ist es einfach deutlich angenehmer.
00:28:53: Ich bin nicht mehr so gestresst im Ganzen.
00:28:56: Ich kann deutlich klarer denken und ich kann mich besser konzentrieren weil nicht meine Aufmerksamkeit irgendwo anders ist.
00:29:02: Weil ich denke oh da kommt einer wie sieht er aus?
00:29:05: Oh der hat gewusstet und oh wo muss ich hin sondern wirklich so... Achso der hat geustet ja gut!
00:29:12: Also wirklich das ist einfach befreiter im Leben geht.
00:29:17: Hast du eine Idee, was aus der Therapie dir da am meisten geholfen hat?
00:29:21: Ist das die Hypnose?
00:29:23: Ich meine wir machen ja auch viele Übungen.
00:29:24: es gibt die Gedankensystemkontrolle als ist ja so ein Zusammenspiel aus verschiedensten Sachen.
00:29:30: Gibt's da etwas, was du rauspicken würdest oder sagst, dass hat mir am meisten geholt oder glaubst du es ist eher so einen Gesamtgemenge?
00:29:36: Auf jeden Fall ein Gesamtgemengel wobei dieses Gedankenkarussell Was wir entworfen oder was gegen das Gedankenkarussell wirken soll, was wir gemacht haben auf jeden Fall schon hilft.
00:29:49: Weil... Wir haben natürlich da ein Prozess entwickelt wenn es anfängt woran man denkt.
00:29:54: und irgendwann waren ich habe das immer in Etappen gesehen.
00:29:57: Ich hatte drei Etappen Und irgendwann bin ich nur noch bis zur ersten gekommen.
00:30:01: dann war das schon erledigt.
00:30:02: Dann waren schon meine Gedanken wieder woanders Und ich war abgelenkt und es war sofort dieses befreiende Gefühle.
00:30:08: Ich konnte weh durchatmen, als wenn so das Herz einmal so ein Seufzer macht und sagt ja Mensch!
00:30:16: Und weiter geht's.
00:30:19: Ja wie schön
00:30:20: ne?
00:30:21: Das war's.
00:30:23: Vielen Dank dass du das teilst.
00:30:25: vielen dank dass du uns da so mitnimmst auf deine Reise die gar nicht solange.
00:30:30: was haben wir jetzt... Was ist März?
00:30:33: Wo wir das gerade aufnehmen und August warst du da, also so lange hat es nicht gedauert.
00:30:40: Also ganz viele Menschen die diesen Podcast grade hören, die stecken ja vielleicht noch mitten drin in dieser Angst.
00:30:46: Was würdest du denen aus deiner eigenen Erfahrung sagen können oder wollen?
00:30:53: Ja, auf jeden Fall!
00:30:55: Ihr schafft das... viel Mut gebraucht, aber das schafft man auf jeden Fall.
00:31:01: Und wenn man feststellt dass man sich nur noch auf einem Quadratmeter bewegt im Leben sollte man auf den Fall was ändern und man schafft es auch alleine.
00:31:11: also klar sind alle anderen auch dabei.
00:31:14: aber im Endeffekt muss man selber daran arbeiten und das schaft jeder ganz klar.
00:31:21: man sagt ja häufig auch wenn man nicht selber an sich selber glaubt Wer soll's dann machen?
00:31:27: Also es ist schon wichtig, dass man selber davon überzeugt ist und sagt okay ich schaffe das.
00:31:33: Und genau so hab' ich auch diesen Podcast gehört, dass ich gedacht habe ich schaff das niemals.
00:31:39: Das was die da erzählen ja ne is klar!
00:31:41: Ist ja ganz einfach.
00:31:42: und jetzt sitze ich hier und sag Ja Es braucht viel Kraft und Mut aber man schafft das.
00:31:49: deswegen nutzt die Chance.
00:31:51: wenn ihr das Gefühl habt ihr braucht Hilfe sucht sie euch, weil wenn es erst zu spät ist und ihr sagt okay ich sitze nur noch hier zu Hause auf einem Quadratmeter das ist viel zu schade.
00:32:06: Das Leben bietet so viele tolle bunte Momente wo man raus kann Sachen erleben kann nutzt das.
00:32:14: Das leben ist zu schaden um in seine Verwenden zu warten dass jemand kommt nein geht nach draußen macht was für euch.
00:32:22: Also ganz großer Mutappell.
00:32:25: Und ich habe gerade dieses ein Quadratmeter Gefängnis vor meinen geistigen Augen, ja da sollte wirklich jeder rauskommen.
00:32:33: Was würdest du denn jemandem sagen?
00:32:35: Da sitzt und sagt also bei dir hat das ja geklappt super Saskia aber bei mir klappt das sowieso nicht!
00:32:41: Das würde ich so nicht sagen.
00:32:43: Jeder ist individuell und natürlich bedarf es individuelle Varianten zu heilen Aber das natürlich man selber als Person die Grundbasis dafür legt.
00:32:57: Und wenn du dich entschieden hast, ich brauche Hilfe und egal ob es bei einem anderen funktioniert hat aber ich möchte was für mich tun!
00:33:05: Ich möchte wieder freier durchs Leben gehen, ich möchte einfach wieder leben und sich möchte vielleicht mein altes Leben zurück oder ich möchte ein anderes Leben.
00:33:14: dann nutzt das und mach was draus.
00:33:18: Egal wie's endet, aber du bist irgendwas Positives auf jeden Fall herausfiltern und damit auf jeden Fall weiterkommen.
00:33:27: Da bin ich ganz fest von überzeugt, weil ich natürlich auch am Anfang gedacht habe ja weiß ich jetzt nicht ob das so das passend für mich ist aber Ich bin super froh dass sich das gemacht hat Und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen das zu machen.
00:33:41: Bucht euch einen Termin bei Martina und die hilft euch garantiert.
00:33:48: Also ich bin ganz gerührt von deinem großen Appell und dem mutmachenden Wörtern für all die, die da draußen sind.
00:33:54: Ich kann das auch immer noch sagen.
00:33:56: ob man garantiert sagen darf weiß ich nicht aber also wir geben wirklich unser allerbestes also sowohl alle Mitarbeitern am Telefon die Vera Die Sarah und ich.
00:34:06: wir geben uns wirklich wirklich viel viel Mühe.
00:34:08: ja genau Was würdest du denn heute sagen was der größte Unterschied zwischen Dein beiden Leben wenn es das gibt?
00:34:17: Auf jeden Fall, die freie Art und Weise zu leben.
00:34:21: Rauszugehen und nicht sofort.
00:34:24: ah, wo muss ich hin?
00:34:25: Wie geht's mir?
00:34:26: Sondern wirklich einfach... Ich gehe raus und denke super!
00:34:30: Was mache ich jetzt?
00:34:31: Gehe ich links rum, gehe ich rechtsrum?
00:34:33: Und ich muss nicht überlegen wenn ich rechts rumgehe, wo lande ich da und krieg' ich was zu trinken oder was zu essen sondern wirklich einfach dieses unbeschwerte einfach loslegen, was zu machen ohne groß drüber nachzudenken und einfach ja zu leben.
00:34:50: Spontan zu seinen Flexiblesachen zu erleben.
00:34:53: die besten Sachen entstehen sowieso aus Spontaneität und Flexibilität.
00:34:57: wenn man sagt hey jo wir fahren jetzt mal eben nach Holland da erzählt man den dreißig Jahren noch von.
00:35:02: Wenn man natürlich sagt Ja ich hab Benchinen heute auf dem Sofa zu bleiben nicht so.
00:35:08: Ach Mensch liebe Saskia wie schön und wie erfrischend dieser Talk mit dir.
00:35:12: also Wir kommen so langsam zum Schluss.
00:35:15: Ich danke dir so sehr, dass du so offen heute über deinen Weg gesprochen hast und ich weiß halt auch wie viel Mut das kostet über diese Angst zu sprechen und vor allen Dingen natürlich auch mal man weiß es ganz viele Menschen zuhören.
00:35:28: Und ich glaube was deine Geschichte auch so wertvoll gemacht hat ist genau das weil Du zeigst so wie Du sprichst, dass Veränderung halt wirklich möglich ist.
00:35:37: also nicht weil man plötzlich keine Angst mehr hat sondern weil man lernt wieder größer zu leben, als die Angst.
00:35:45: Also das ist eigentlich das was du in den letzten Sätzen so toll beschrieben hast.
00:35:48: also vielen vielen Dank dass du hier warst.
00:35:51: ja vielen dank dass ich da sein durfte und kann nur alle ermutigen etwas dagegenzumachen.
00:35:58: es wird besser.
00:36:00: auf jeden fall
00:36:01: vielen vielen danken.
00:36:02: ja und wenn du gerade zuhörst und dich vielleicht in vielem wiedergefunden hast was das Gerda geteilt hat Du bist mir dieser Angst nicht alleine.
00:36:11: Das hat Sasuke auch ein paar Mal gesagt und es gibt Wege heraus, der erste Schritt ist oft vielleicht nicht so einfach zu gehen aber im Grunde genommen liegt er halt nur bei dir.
00:36:23: Bei dir musst du den ersten Schritt machen und dann passiert etwas was Gutes.
00:36:29: Alles alles lieb und alles gute.
00:36:31: und ich darf noch gerade darauf hinweisen kommt ja auch gleich noch einen Bonus Track.
00:36:38: Und wie immer möchte ich am Ende noch einen kleinen Gedanken für dich da lassen, wenn du selbst von Emitophobie betroffen bist.
00:36:47: Viele Betroffene glauben sie hätten ein Magenproblem oder ein Angstproblem.
00:36:53: In Wirklichkeit ist es sehr oft ein Sicherheitsproblem des Nervensystems.
00:36:59: Dein Körper hat irgendwann gelernt das ist gefährlich auch wenn dein Verstand weiß dass ist es nicht.
00:37:07: Und genau deshalb reicht reines Verstehen oft nicht aus.
00:37:12: Man kann noch so viel wissen, wenn dein Nervensystem auf Alarm steht fühlt es sich trotzdem real an!
00:37:20: Der Weg heraus besteht deshalb nicht darin gegen die Angst zu kämpfen sondern darin dem eigenen System wieder Sicherheit beizubringen.
00:37:30: eigentlich Ja und das passiert halt durch kleine Schritte.
00:37:36: verstehen was passiert Sicherheitsverhalten dann langsam zu verändern, das Gedankenkaustell stoppen zu lernen und vor allem Dingen auch wieder positive Erfahrungen zu machen.
00:37:53: Und was ich wirklich nach vielen Jahren sagen kann die meisten Menschen unterschätzen wie veränderungsfähig ihr Nervensystem ist.
00:38:03: Wenn du gerade zuhörst und denkst bei mir es ist aber besonders schlimm Genau das denken fast alle am Anfang.
00:38:14: Und trotzdem sehe ich immer wieder, Veränderung ist möglich!
00:38:18: Nicht perfekt nicht linear aber möglich.
00:38:22: und vielleicht ist genau heute dein Moment den ersten kleinen Schritt zu machen.
00:38:31: Ich wünsche dir dafür wirklich von Herzen alles Liebe und Gute.
00:38:36: Deine
00:38:36: Martina Vielen Dank fürs Zuhören.
00:38:43: Wir hoffen, diese Folge konnte dir helfen.
00:38:46: Wenn du Fragen, Feedback oder Themenvorschläge hast, schicke uns gerne eine Mail an meadfmat-coaching.de.
00:38:54: Ebenso würden wir uns sehr darüber freuen, wer du den Podcast abonnierst und eine kurze Bewertung hinterlässt!
00:39:00: Danke und bis bald.
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