#37: Jahrelang geschwiegen: Wie Alina ihre Emetophobie überwunden hat
Shownotes
In dieser Folge erzählt Alina ihre ganz persönliche Geschichte mit Emetophobie, der Angst vor Übelkeit und Erbrechen. Schon als Kind entwickelt sie unbewusst Strategien, um diese zu verstecken. Nach außen funktioniert sie, doch innerlich bestimmen Unsicherheit, Kontrollbedürfnis und die ständige Angst ihren Alltag.
Mit Alina spreche ich über die Ursprünge ihrer Angst, den Spagat zwischen Scham und Perfektionismus, die Herausforderungen als Mutter und den Moment, an dem sie erkennt: So kann es nicht weitergehen. Alina berichtet offen von ihrem Weg in die Therapie, den emotionalen Erkenntnissen während der Behandlung und darüber, was ihr heute hilft.
In dieser Folge erfährst du:
- wie Emetophobie bereits in der Kindheit entstehen kann
- warum viele Betroffene ihre Angst jahrelang verstecken
- welche Auswirkungen Emetophobie auf Partnerschaft, Familie und Elternschaft haben kann
- weshalb Kindergarten, Magen-Darm-Viren für viele Betroffene Trigger sind
- warum Scham oft der Grund ist, sich keine Hilfe zu holen
- wie Hypnose und ursachenorientierte Therapie helfen können
- welche Werkzeuge Alina heute nutzt, um ihr Nervensystem zu regulieren
- und warum die Angst nicht verschwinden muss, damit das Leben wieder leichter wird
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Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Also es war halt wirklich so, dass ich das Gefühl hatte.
00:00:02: Das erste Mal in meinem ganzen Leben versteht wirklich jemand was in mir passiert.
00:00:10: Also ich konnte erzählen aber musste mich nicht rechtfertigen oder irgendwie ins Detail gehen also du und auch deine Kollegin Sarah.
00:00:22: Echt, wenn ich das kurz sagen darf.
00:00:24: Next Level
00:00:25: für mich.
00:00:26: Sarah die ja selbst betroffen war also dass jemand meine Angst ohne große Worte oder rechtfertigen verstehen kann.
00:00:34: Das jetzt war halt komplett neu für mich.
00:00:38: Leben ohne Angst der Podcast über den alltäglichen Umgang mit Ängsten mit Martina Effmert.
00:00:48: Willkommen bei Leben ohne Angst.
00:00:49: Ich bin Martina Effmottführer, eine Praxis für Psychotherapie EMDR und Hypnosis in Düsseldorf.
00:00:55: Bin Halbpraktikerin-Halbpaktikerin für Psychotherapie und Autoren und freue mich dass du hier bist!
00:01:02: Mein heutiger Gast, mein heutige Gästin das ist die Alina und bevor wir überhaupt über ihre Geschichte sprechen müssen wir erst mal etwas ganz besonderes reden weil nämlich genau vor einer Woche Da standen wir gemeinsam für einen ZDF-Beitrag vor der Kamera.
00:01:23: Juh, das war für uns wirklich beide eine aufregende und bestimmt auch intensive Erfahrung und für Alina ganz besonders!
00:01:31: Denn sie hat sich entschieden ihre sehr persönliche Geschichte einem großen Publikum zu erzählen – und das ist mutig.
00:01:39: Und genau darüber soll diese Folge halt auch handeln.
00:01:44: von Mut, von einem Weg... Vielleicht ein langen Weg, weiß ich nicht.
00:01:49: Von einem Weg und davon wie es sich anfühlt die eigene Angst halt nicht mehr zu verstecken sondern anderen Mut zu machen.
00:01:59: So und bevor wir jetzt loslegen da möchte ich die Alina natürlich ganz gerne auch kurz vorstellen das kennt ihr schon Dass ich das immer vorab mache.
00:02:07: und die Alena die ist thirty-six Jahre alt Und die lebt mit ihrer Familie in Stolberg Rheining wenn auch immer dass so heißt dass es irgendeine Nähe von Aachen.
00:02:18: Sie ist verheiratet und Mama von zwei Kindern im Alter von drei und sechs Jahren.
00:02:23: Und auch der alte Familienkater Pupe, der gehört ganz fest dazu.
00:02:28: So jetzt hat man so ein bisschen so einen Bild.
00:02:29: beruflich arbeitet Alina in einer Versicherungsagentur und ihr größtes Glück ist aber ihre Familie mit der sie am liebsten die Zeit verbringt nämlich bei gemeinsamen Ausflügen Und vor allem bei dem oder was so schöne, bleibende Erinnerungen schafft.
00:02:46: Genau das hat sie mir erzählt!
00:02:48: Wenn es der Alltag zulässt dann können Sie sich außerdem eine Runde Sport im Fitnessstudio.
00:02:54: und wer Alina beschreiben möchte würde sie vor allen Dingen als ich würde sagen empathisch, familienorientiert und positiv bezeichnen.
00:03:05: Das ist genau diese Stärke die ja heute auch spürbar wird Und nämlich, wenn sie dann über ihren Weg mit uns gemeinsam oder mit mir über das Thema Emitophobie spricht.
00:03:18: So ganz lange Anrede!
00:03:20: Aber ich hoffe es ist nicht so viel und ihr habt so ein Bild von der Alena und jetzt lasst uns einfach mal beginnen.
00:03:26: ja hallo Alina.
00:03:28: Hallo Martina schön
00:03:29: dass du da bist.
00:03:31: Sonst sehen wir uns nach einer Woche schon wieder.
00:03:33: Genau stimmt.
00:03:35: Ja ich habe es gerade in der Anmoderation schon kurz gesagt Wir haben letzte Woche einen Ja, wir haben uns getroffen zu Dreharbeiten.
00:03:42: Wow!
00:03:43: Für einen ZDF-Beitrag genau.
00:03:46: Also ich war schon ziemlich aufgeregt muss ich sagen.
00:03:49: Wie war es denn für dich?
00:03:51: Hast du das erlebt?
00:03:53: Ich war natürlich auch von Anfang bis Ende total aufgereght weil man steht ja sonst nicht vor einer Kamera also zumindest nicht fürs Fernsehen.
00:04:04: Aber ich habe mich schon gleichzeitig sicher gefühlt, weil erst mal du dabei warst an meiner Seite.
00:04:11: Weil das ganze ZDF Team halt auch total nett war.
00:04:14: Ja die waren schon große Klasse, oder?
00:04:16: Ja doch also die haben einem schon so ein bisschen die Nervosität nehmen können.
00:04:21: und ja für mich war es natürlich auch ein total großer Schritt, also so offen über meine Geschichte zu sprechen, weil ich mich da eigentlich sonst viele viele Jahre sehr viel geschämt habe.
00:04:35: Ja, das nicht mit jedem geteilt habe.
00:04:38: Ja, Charme ist ein großes Thema.
00:04:40: bei der Emitophobie kommen wir sicherlich im Laufe unseres Gesprächs auch noch mal drauf zu sprechen.
00:04:45: und umso schöner dass du heute diesen Schritt auch in den Podcast wachst.
00:04:50: Und lass uns doch gerne nochmal so einen Schritt weiter zurückgehen sozusagen an den Anfang deiner Story.
00:04:56: also wenn Hast du zum ersten Mal gemerkt, dass die Angst vor Übelkeit und Erbrechen bei dir mehr ist als eine ganz normale Sorge?
00:05:07: Also jetzt rückblickend betrachtet würde ich sagen begleitet mich die Angst schon wirklich mein ganzes Leben.
00:05:14: Und das von frühster Kindheit an... Wenn ich jetzt auch ein bisschen ausholen darf, also meine Eltern haben sehr gut.
00:05:23: Meine Eltern die haben sich getrennt, da war ich glaube knapp zwei Jahre und habe halt überwiegend bei meiner Mutter gelebt und war die Wochenenden immer beim meinem Vater.
00:05:36: Also relativ
00:05:37: klein
00:05:37: ne?
00:05:37: Zwei Jahre das wäre ja noch recht windselig.
00:05:41: Ja an die Trennung selber kann ich mich... Zum Glück nicht mehr erinnern, aber irgendwann weiß ich nicht.
00:05:46: So mit drei oder vier fängt ja so das.
00:05:48: die Erinnerung fängt dann irgendwann an.
00:05:50: und Ja, ich lebte ja quasi so wenn man es so will in zwei Welten also die Mama Welt und die Papa Welt Und Ich glaube dass sich dadurch schon irgendwie ein erhöhtes Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle hatte in diesen bei dem Zwitschern zwischen diesen beiden Welten wo würde ich das beschreiben?
00:06:11: Haben die so, wenn man sich das vorstellen will.
00:06:13: Aber haben sie in der Nähe gewohnt?
00:06:14: Haben die sich miteinander verstanden oder waren das wirklich zwei getrennte Orte was ja für ein Kind auch schon schwierig ist?
00:06:21: Genau also das war so und
00:06:22: landet.
00:06:24: Also meine Mutter hat halt in Stolberg gewohnd hier bei Aachen und mein Vater in Dürren.
00:06:30: halbe Stunde Fahrt ging jetzt weil es kein dass man ewig lange fahren musste.
00:06:36: Jetzt habe ich einen Faden verloren.
00:06:38: Ach so, genau.
00:06:39: Ob die sich verstanden haben?
00:06:40: Das wird rausgeschnitten oder ich frag nur mal kurz.
00:06:44: Ich würde bei solchen Sachen machen uns sympathisch.
00:06:47: natürlich hat man den Faden verloren und dann darf man auch wieder einsteigen.
00:06:50: Na klar!
00:06:52: Genau ob sie sich verstanden haben.
00:06:54: Ja also das Verhältnis von meinen Eltern war natürlich gerade früh nach der Trennung jetzt nicht gerade Friede Freude Eierkuchen mäßig.
00:07:03: Trotzdem muss ich fairerweise sagen haben die das nie irgendwie mich spüren lassen.
00:07:09: Also die haben ihre, ich sag mal Kämpfe über mich ausgetragen.
00:07:13: Das muss ich schon sagen das war nie der Fall zum Glück aber trotzdem was für mich immer eine krasse Umstellung weil Mama herrschten andere Regeln als bei Papa.
00:07:22: gerade so Der Alltag mit Mama Die Wochenenden mit Papa wo man Zeit hatte keine Termin Druck hatte und so Ja Und dann kam es halt irgendwann an irgendeinen Papa-Wochenende zu der Situation, dass mein Vater sich übergeben musste.
00:07:40: Also ihm war halt schlecht er musste sich über geben aber ich war halt zu dem Zeitpunkt ja ganz alleine mit ihm und habe mich in dieser Situation auch völlig alleine gefühlt.
00:07:52: und irgendwie hat mein kindliches Nervensystem dieses Erlebnis als Gefahr abgespeichert würde ich jetzt mal sagen und ich glaube nicht nur dieses Ereignis selbst, dass er sich übergeben hat war die Gefahr.
00:08:08: Sondern vor allem halt ja das Gefühl von Hilflosigkeit oder fehlender Sicherheit einfach der Auslöser für meine Immetophobie dann später waren.
00:08:18: Das war halt.
00:08:18: in dem Moment konnte mein Vater mir keine Sicherheit geben weil er es nicht übergeben musste.
00:08:24: also ich war halt auf mich alleine gestellt und das war glaube ich so der Ursprung genau.
00:08:30: Du sagst das war glaub ich so den Ursprungen?
00:08:34: Du erinnerst dich da heute noch dran, du hast das in der Hypnose-Therapie erfahren.
00:08:45: Das heißt, du hattest danach ganz normal deinen Kinderleben gelebt.
00:08:50: und wann ist es diese größere Sorge geworden?
00:08:59: Erlebnis oder Ereignis sage ich jetzt mal mit meinem Vater.
00:09:01: Das hatte sich halt wirklich in meinem Kopf eingespeichert und es war jetzt nicht so, dass ich... Also ich bin nach wie vor gerne noch die Wochenende bei meinem Papa gewesen.
00:09:10: gar keine Frage habe mich da auch immer drauf gefreut aber Ich kann mich noch wirklich sehr gut daran erinnern das ab diesem Moment an Wenn ich dann am Wochenende beim meinem Vater war, ich schon immer die Lage abgecheckt habe.
00:09:23: So wenn der sich dann mal einen Bauch gefasst hat oder husten musste Habe ich direkt dann schon gefragt, Papa ist alles okay?
00:09:30: Ist dir schlecht oder hast du Bauchweh?
00:09:32: oder also das wirklich schon als Kind.
00:09:35: Musst nicht mich da absichern oder ich weiß eine Situation.
00:09:39: Da hatte mein Vater nach dem Essen mal gesagt Boah!
00:09:41: Ich habe so so brennen und dann hab' ich auch direkt gedacht.
00:09:44: Dann habe ich den Regen gesagt, Papa musst Du dich denn jetzt übergeben?
00:09:47: oder das hat er.
00:09:47: nein, ich nehme jetzt ne Renny und dann ist es wieder weg.
00:09:50: Aber das war für mich war wirklich dann also nicht mehr so ganz so leicht alles.
00:09:58: Und da habe ich echt, also jetzt rückblickend betrachtet einfach gemerkt dass sich da schon vieles einfach um die Übelkeit, ums Erbrechen gedreht hat bei mir und das schon als kleines Kind.
00:10:07: Ja diese Angst hatte ich halt praktisch nicht erst gestern entwickelt sondern irgendwo in der frühen Kindheit und hatte ja dann im Prinzip durch die verschiedenen Lebensphasen begleitet Jugendlich.
00:10:21: Man fängt das ja anders, die Jugendlichen auch doch heute vielleicht wenig aber damals vielleicht doch mal ein Glas Alkohol trinken.
00:10:27: Wie waren das dann in der Zeit?
00:10:28: Also wann hat sich das diese Angst oder die Sorge vor der Übelkeit so ausgedrückt dass du dich anders verhalten hast als du dich in der Lebensphase normalerweise verhalten hättest?
00:10:41: Ja also ich sag mal gerade so in meiner Jugend wo das dann halt anfängt mit Partys und man geht raus.
00:10:48: Kirmes,
00:10:49: genau Weihnachtsmarkt so auch bei uns ja ganz groß immer.
00:10:54: Also ich bin schon hab an allem teilgenommen definitiv aber ich sage mal gerade auf den Partys je später die Stunde wurde umso gesoffener wurden die Leute und dann war irgendwann der Punkt wo ich gesagt habe so tschau also ich bin da nicht einfach gegangen.
00:11:13: ich hatte dann immer irgendwie eine Ausrede parat ne?
00:11:15: Aber habt das auch total unüberlegt und ja fast selbstverständlich schon so gesagt, ich muss morgen früh raus oder gerade hat meine mutter angerufen die braucht meine hilfe.
00:11:27: also ich hatte immer irgendeine ausredeparat und damit habe ich mich dann eigentlich ja schon nicht so.
00:11:32: ich werde natürlich gerne geblieben auf der party weil es wurde da natürlich auch richtig lustig und so.
00:11:37: aber Die gefahr dass sich dann irgendwann einer von den betrunkenen menschen übergibt die war einfach dann für mich zu groß und das war dann der Zeitpunkt, zu gehen.
00:11:47: Konntest du da in deiner Jugend mit anderen drüber sprechen oder auch?
00:11:51: Nein.
00:11:52: Das ist das.
00:11:53: also ich habe wirklich gerade in meiner Jugend hatte ich halt die Ausreden parat.
00:11:58: es war fast wie so ein Buch was ich mir vorher geschrieben hatte wo ich dann auch die hat sie jetzt lange nicht mehr ins heute mal die ausrede ja Es war wirklich so.
00:12:05: also Ich war halt auch nie Fahrer nie ich hätte niemals
00:12:10: Ach du warst
00:12:10: nicht der Fahrer, viele.
00:12:12: Nein!
00:12:13: Viele
00:12:13: meiner Patienten sind ja gerne Fahrer weil dann...
00:12:15: Nee, nee genau also ich hätte nie mal hin, war nie ein Problem.
00:12:20: da habe ich so immer alle mitgenommen.
00:12:21: also daher wäre ich mir los hingefahren und hätte alle eingesammelt aber
00:12:24: zurück das war wirklich,
00:12:26: ne?
00:12:27: Ne kannst du mich mitnehmen?
00:12:29: Also ne geht nicht, ich muss noch nach weiß ich nicht wovon.
00:12:33: also auch da hatte ich dann ausreden die meisten gut wollten ja sowieso länger bleiben.
00:12:38: Wenn dann einer sagte, ich bin auch echt total durch.
00:12:41: Kannst du mich mitnehmen?
00:12:42: Nee, ging nicht.
00:12:43: Also da hatte ich dann auch immer irgendwas mir zurechtgelegt, dass ich noch gar nicht nach Hause fahre sondern noch nach Dürren zu meiner Oma oder zu meinem Vater oder wie auch immer genau.
00:12:56: Aber du hast nicht gedacht das könnte was sein, was man behandeln könnte?
00:12:59: Oder es war für dich so normal?
00:13:02: Genau!
00:13:03: Es war für mich so normal ja weil ich habe ja schon an einem Teil genommen aber halt nicht so leicht und unbeschwert, wie ich es vielleicht jetzt machen würde.
00:13:16: Aber das war damals für mich einfach normal.
00:13:20: Bist du denn... also viele können ja auch dann nicht mit auf Schulveranstaltungen fahren oder Klassenausflüge die länger sind und woanders übernachten?
00:13:27: War das wirklich ein Problem?
00:13:29: Ja schon!
00:13:30: Aber ich habe's gemacht Auch da auch so in der Grundschule, wenn wir dann auf Klassenfahrt gefahren sind.
00:13:37: Es war ja immer... Also irgendeiner musste ja immer im Bus auf solchen Klassenfahrten sich übergeben.
00:13:43: So will es irgendwie das Gesetz keine Ahnung.
00:13:46: aber das war für mich auch ganz schlimm wo andere gesagt haben er hat gekotzt oder so saß ich wirklich da und hab versucht aus Scham mir nichts anmerken zu lassen.
00:13:59: Du bist in so einem Funktionsmodus als Kind schon gegangen, ne?
00:14:02: Eigentlich gut maskiert und funktional.
00:14:07: Ja ganz wichtig auch für die jetzt zuhören und vielleicht ein Mama oder Papa sind halt mal genau hinzugucken.
00:14:12: also selbst wenn ein kind Jetzt nicht Dramatisch reagiert oder sagt oh ich möchte das nicht und ich kann das nicht sondern es gibt die Kinder Die ins umfunktions modus sind dass sie einfach funktionieren wollen Für mama und für papa und für alle anderen die eher unauffällig sind.
00:14:30: Das sind halt die, die das mit sich selbst ausmachen und kompensieren häufig so introvertierte Kinder.
00:14:35: deshalb da einfach nochmal wirklich auch einen Blick drauf zu haben, dass ein Kind, selbst wenn es nicht sagt ich kann das alles nicht in das ganz schrecklich mal hinzuschauen ob es nicht doch in so einem Funktionsmodus ist wie Alina das war als Kind.
00:14:49: Ja jetzt bist du ja heute Mutter von zwei Kindern Was ja für viele, die hier zuhören, die vielleicht denken, ich würde auch Kinder gerne bekommen wollen.
00:14:59: Aber ich habe ja die Immetophobie.
00:15:00: Wie hast du das gemacht?
00:15:02: Ja!
00:15:06: Ich hatte schon bevor ich schwanger geworden bin natürlich kreist als im Kopf rum, was ist wenn du Schwangerschaftsübelkeit hast.
00:15:19: Ich hatte natürlich da auch das beste Beispiel.
00:15:21: mehr oder weniger zu Hause sitzen also nicht meine Mutter sondern meine Oma die mir wirklich total überhaupt nicht böse gemeint aber andauernd erzählt hat so als ich mit deinem Vater schwanger war.
00:15:33: ich habe neun Monate lang gekotzt wo ich dann so gedacht hab oh Gott bitte nicht!
00:15:39: Ich habe dann immer gelächelt und gesagt ah du Arme Aber
00:15:43: auch da, du konntest nicht sagen, Oma.
00:15:45: Das ist wirklich belastend für mich?
00:15:47: Nein, das konnte ich nicht.
00:15:48: Heute kann ich das.
00:15:49: Heute
00:15:50: kannte ich das aber... Nee!
00:15:51: Ich konnte es nicht.
00:15:52: Ich hab's dann weggelächelt weil ich gemerkt habe, sie will mir das jetzt erzählen.
00:15:57: Ja also hat meine Angst natürlich in dem Moment nicht verbessert sondern eher noch viel viel größer gemacht und davor eigene Kinder in die Welt zu setzen.
00:16:06: Also muss man ganz klar sagen.
00:16:08: Aber dann bin ich doch schwanger geworden Und hatte zum Glück bei keiner Schwangerschaft, also ich würde jetzt gerne auf Holz kommen.
00:16:16: Hatte kein einziges Mal, dass ich mich übergeben musste.
00:16:20: Also ich hatte bei meinem Sohn morgen Übelkeit, bei meiner Tochter komischerweise Abendübelkeit aber... Ich habe halt irgendwie auch über die Jahre das hat sich doof an, aber gelernt, mich nicht zu übergeben.
00:16:34: Also irgendwann kommt man ja immer mal an den Zeitpunkt wo einmal schlecht ist Sophie gegessen oder Keine Ahnung und ich.
00:16:42: Also, ich glaube wenn mir schlecht ist also sowas zumindest mal die jahre davor wenn wir schlecht ist dann laufe ich so lange rum und atme so lange uns halte meine hände unter kaltes wasser an die frische luft bis es dann irgendwann weg ist.
00:16:55: und wenn stunden dauert jeder andere würde dann sagen okay komme ich aber geht nicht jetzt danach geht's mir besser.
00:17:01: das weiß ich aber das mache ich halt nicht um habe ich auch nicht wirklich.
00:17:05: Und so war das dann auch in den Schwangerschaften.
00:17:07: Also die Übelkeit, die konnte ich gut wegatmen und ... Ich wusste ja auch da, das muss ich jetzt auch noch mal sagen... Wenn mir übel war, ich wusste Ja warum?
00:17:16: In mir wuchs halt ein kleines Menschlein, ne!
00:17:19: Und wenn ich aber jetzt eine Übeligkeit hab außer der Reihe, ich bin jetzt nicht schwanger Da denke ich dann natürlich direkt an Worst Case, ne?
00:17:26: Magendarm oder so.
00:17:28: Das hatte ich halt in den Schwangerschaften auch nicht.
00:17:32: Hast du deinen Mann eingeweiht?
00:17:35: Als wusste der
00:17:36: das?
00:17:39: Nein, wirklich auch nicht.
00:17:41: Also dass mein Mann davon mitbekommen hat, das war wirklich erst wo die Kinder dann so in den Kindergarten gegangen sind weil da war dann irgendwann halt der Moment wo ich es nicht mehr verstecken konnte.
00:17:55: Also das ist wirklich maskiert bis...
00:17:58: Total!
00:17:59: Ist ja auch für viele die Geburt, ist ja auch so ein Thema.
00:18:01: Da wird das Kind geboren und ich erzähle das immer ganz gerne weil ich habe Imagephobikerin bei mir, die gesagt haben es nicht nur eine gewesen.
00:18:10: also deshalb sind mehrere gewesen, die sagten ah meine Freundin hat ein Kind bekommen und das erste und einzige was ich gefragt hab war hast du gekürzt?
00:18:19: Und nicht wie war die Geburt, wir sieht das Kind aus.
00:18:22: Wie geht's dir?
00:18:22: Nein!
00:18:23: Sondern dieser eine Satz ja und sie schämen sich dann, dass Sie es gefragt haben aber... Das ist eigentlich das was einen beschäftigt wenn man an Emitophobie erkrankt ist, was man sich so kaum vorstellen kann.
00:18:36: Also du bist jemand der hat das sehr, sehr maskiert.
00:18:40: Wann hat dein Mann das gemerkt?
00:18:42: Du hast irgendwann ... Ach, er hat Wind bekommen als die Kinder im Kindergarten waren.
00:18:45: Genau!
00:18:46: Da fing es halt dann auch wirklich irgendwann an, dass ich nicht mehr überspielen konnte.
00:18:53: Also mein Mann kennt mich.
00:18:55: also der weiß ganz genau ohne das, wenn ich ... Ich brauche nichts sagen und er weiß, dass es mir schlecht geht oder dass ich glücklich bin oder ... Er kennt mich halt einfach.
00:19:05: ja Und das war halt dann irgendwann der Punkt, dass er gesagt hat sag mal Was ist denn los?
00:19:10: Warum bist du so angespannt.
00:19:13: Also ich war halt echt einfach, vierundzwanzig sieben angespannt überhaupt nicht ganz klar bei der Sache und das hat er halt gemerkt.
00:19:22: Und
00:19:23: ich habe auch meine Kinder.
00:19:24: Ich hab dir so abgeskennt.
00:19:26: also Ab dem Moment wo ich die vom Kindergarten abgeholt habe, habe ich einfach nur auf meine Kinder geachtet.
00:19:32: was machen die reiben die sich den Bauch halten die sich Den bauch essen die zu wenig?
00:19:38: Wobei zu viel Essen war halt auch schwierig für mich in dem Moment.
00:19:41: Da habe ich die ja auch sehr oft gebremst, aber das war halt wirklich ... Ich hab die permanent gescannt beim Essen.
00:19:46: und dann sagt er auch immer ... Du sitzt da so verkrampft und guckst dir jeden Bissen der Kinder an!
00:19:57: Das war halt einfach wirklich wie ein Krampf.
00:20:03: Hast du dich dann getraut, ihm das zu erzählen?
00:20:06: Und
00:20:07: dann habe ich irgendwann, das war wirklich mal, dass jeder der Kinder im Kindergarten hat kennt dieses tolle Schild.
00:20:13: Achso Magendam.
00:20:15: Das berühmte Schild!
00:20:18: Mein absoluter Entgegner.
00:20:19: und ich glaube es war wirklich während so einer Situation oder während der Phase wo es dem Kindergachten wieder hing dieses Schild und ich da nach Hause kam und total fertig war mit der Welt.
00:20:30: weil für mich, das muss sich noch dazu sagen, Ich setze meine Kinder jetzt der Gefahr aus, dass die sich da jetzt Magendamen holen.
00:20:39: Sich damit anstecken.
00:20:41: Abgesehen von meiner Angst.
00:20:43: Aber ich hab wirklich das wahr, was erzählte ich?
00:20:45: meine Kinder in...
00:20:47: Ja auch im Bad gesteckt!
00:20:49: Ja genau, wenn sie auch rum.
00:20:52: Und dann kam ich nach Hause und dann hat er gesagt, was ist los?
00:20:55: Dann musste ich glaube ich auch weinen und habe dann gesagt ja im Kindergarten herrscht Magendam und Schild.
00:21:01: Das heißt doch nicht, dass die zwei das jetzt bekommen oder für mehr.
00:21:04: da war damals nur Theo im Kindergarten.
00:21:06: Matilda war noch zu klein aber das heißt ja nicht, das Theo das direkt bekommt.
00:21:09: und dann hab ich gesagt aber... Aber das hängt ja da!
00:21:13: Und es haben ja schon so viele Kinder und ich habe auch natürlich direkt immer die Erzieher gefragt wie viele Fälle gab's schon?
00:21:20: Wenn die mir dann schon gesagt haben heute waren jetzt nur zwei neue Fälle zu den anderen mal sich nicht sechs oder so, das war für mich dann schon genug.
00:21:30: Auch da gab es auch ganz oft die Situation, muss ich jetzt auch ehrlich sagen.
00:21:35: Dass ich auch meine Kinder morgens schon mal eingepackt habe und vor allem wieder mit denen nach Hause gefahren bin.
00:21:40: Gab's auch wenn das Schild dahin.
00:21:44: Was man halt wirklich merkt ist so dass der ja der Alltag als Mutter halt mit dieser Angst eine wirkliche Belastung ist.
00:21:52: Eine wirkliche belastung.
00:21:54: und ich sage immer Viele schlängeln sich dadurch auch durch ihre Jugendzeit und viele schlängen sich.
00:22:01: Hochzeit ist noch mal so ein Thema, wenn viele da möglicherweise auch trinken, dann macht man sich auch nochmal Gedanken wie ist das mit der Hochzeit?
00:22:07: Und Schwangerschaft schafft man auch noch aber spätestens... Spätestens wenn die Kinder im Kindergarten sind, dann sind die Mütter bei mir ja also wenn sie vorher nichts gemacht haben.
00:22:17: Das ist so, was glaubst du denn?
00:22:20: Warum dauert das so lange für die Betroffenen sich wirklich Hilfe zu holen?
00:22:25: Hast du deine Idee.
00:22:27: also ich denke dass da einfach definitiv Die Charme eine Rolle spielt wobei man ja eigentlich sagen muss gerade bei einem Therapeuten wie dich zum Beispiel Du bist darauf spezialisiert.
00:22:39: Also da braucht man sich hier eigentlich nicht schämen.
00:22:41: aber Ich glaube auch sich das selbst einzugestehen, dass man Hilfe braucht.
00:22:47: Dass es so nicht weitergehen kann ist glaube ich auch ein ganz wichtiger Punkt.
00:22:51: und gerade jetzt also wenn ich jetzt nur für mich sprechen soll mein Mann ist voll berufstätig Ich habe die beiden Kinder also für eine Therapie zu machen braucht man natürlich auch so ein bisschen noch familiäre Unterstützung in Form von den Eltern oder ne?
00:23:06: Und das heißt Also gerade bei meiner Mutter, also wenn ich der gesagt hätte, hör mal, nimmst du mal die Kinder.
00:23:11: Macht die gar keine Frage?
00:23:13: Aber die will ja dann schon wissen was hast denn vor?
00:23:16: Hast ein Frisurtermin oder... Wenn ich dir dann sage, ja ich bin jetzt jede Woche einmal in Düsseldorf bei Martina.
00:23:23: Ja,
00:23:24: was machst du da?
00:23:25: Das ist halt auch wieder man muss ja dann darüber sprechen, was man macht.
00:23:31: Du hast das doch nicht gekonnt an der Stelle, oder?
00:23:35: Nee, nicht direkt!
00:23:37: Ja, weil es ist ja auch also generell wenn man sich dann mal überwunden hat irgend wem davon zu erzählen kommt natürlich auch immer der Satz den glaube ich auch jeder kennt.
00:23:50: Ich übergibt mich auch nicht gerne.
00:23:51: Ich habe das auch nicht gern.
00:23:52: Wenn man sagt man hatte Angst vor.
00:23:54: Also
00:23:55: ja und deswegen
00:23:57: ja.
00:23:57: deshalb ich sage was ist die angst der krankung oder die phobie die am wenigsten wo am wenigsten aber aufgeklärt ist und diese häufig falsch diagnostiziert wird, über die am wenigstens gesprochen wird.
00:24:12: Weil man oder weil viele sich darüber halt so sehr schämen.
00:24:15: Ja das zu sagen.
00:24:18: Was hat dich denn dazu bewegt dann die Behandlung zu beginnen?
00:24:21: Und du hast ja ich sag mal am Anfang ... Du hast dich sofort für eine Hypnose Therapie entschieden wenn ich das so richtig im Kopf habe.
00:24:29: Ja, also der Zeitpunkt kam dann irgendwann wo mein Mann gesagt hat so stopp wir müssen jetzt was machen.
00:24:37: das kann so nicht mehr weitergehen weil er gesagt hat du lebst gar nicht mehr.
00:24:41: Du funktionierst nur noch.
00:24:42: ich war in so einem Funktionsmodus und hatte aber weder Spaß noch Freude.
00:24:48: und dann haben wir
00:24:50: die Kinder so sehr gewünscht ja
00:24:52: genau und ich wollte meine meinen Kindern einfach keine Angst vorleben.
00:24:57: Das will man ja nicht.
00:24:58: Man möchte einfach eine unbeschwerte Mama sein, natürlich mit Ängsten und Sorgen die normalen Dinge halten.
00:25:03: aber diese ganz krasse Angst so wollte ich nie sein.
00:25:08: Wollte ich nicht!
00:25:11: Ja dann habe ich aber bevor ich jetzt zu dir gekommen bin nach Düsseldorf habe ich mir erst mal versucht hier irgendwie auf die Schnelle weil mein Mann hatte gesagt wir müssen das machen und ich hab das als Aufrufe empfunden also jetzt nicht
00:25:26: Nächster
00:25:26: Zeitpunkt,
00:25:27: genau.
00:25:28: Und dann habe ich ein bisschen was gegoogelt und bin auf einen Hypnose-Therapeutin hier in Aachen gestoßen wo ich dann auch echt schnellen Termin bekommen hab der halt auch so auf Phobien ganzheitlich noch so ja und dann bin ich da hin und also er wusste erst mal gar nicht was eben Ethophobie ist.
00:25:49: das musste er dann erstmal nachschlagen oder ich muss das ihm erklären aber trotzdem was
00:25:56: ja nicht selten ist.
00:25:58: Also im Metaphobie kennen also wirklich viele Therapeuten leider immer noch nicht oder sie haben mal drüber gelesen, aber wirklich kennen es schon schwierig her.
00:26:09: Ja und das war halt auch ein Hypnose-Therapeut und der hat dann auch mit mir die eine oder andere Hypnosen gemacht und hat mir auch kurzfristig geholfen bzw.
00:26:18: er hat mir halt verständlich gemacht dass Erbrechen eigentlich nichts Gefährliches ist, sondern eine wichtige Schutzfunktion des Körpers.
00:26:28: Das hat er mir immer wieder und immer wieder gesagt ... Und es hat mir auch für einen kurzen Moment geholfen, gar keine Frage!
00:26:35: Aber die Angst blieb aber ja trotzdem ...
00:26:39: Also der hatte das in der Hypnose gesagt oder?
00:26:41: Genau, richtig.
00:26:42: Da muss man einfach mal schauen... Es gibt so unterschiedliche Hypnosenformen und was du da gemacht hast, ist halt ne Suggestiefhypnose genau Mhm.
00:26:51: Ja, genau.
00:26:52: Aber die Angst war halt trotzdem noch da, die war jetzt nicht weg.
00:26:57: Obwohl ich wusste okay es ist nichts Schlimmes so, ja danke das wusste ich auch im Prinzip vorher und mein Nervensystem hat halt trotzdem weiterhin mit Panik reagiert bei bestimmten Situationen Genau.
00:27:09: Ja weil der Portal Cortex also da wo wir das verarbeiten was so tagtäckig passiert wissen wir das ja?
00:27:15: Das ist eigentlich das Gemeinde an der Phobie Dass eigentlich meine Patienten wissen, dass das unsinnig ist und es nicht gefährlich ist.
00:27:23: Aber trotzdem, das Gefühl ist halt ... Jetzt hast du auch gesagt, das Gefühl ist wie eine Todesangst ja?
00:27:32: Mhm, genau.
00:27:33: Das schnürt einfach alles zu in dem Moment.
00:27:38: Ja noch etwas in eigener Sache.
00:27:39: Viele von euch haben mich in den letzten Monaten immer wieder gefragt ob bis meine Trance reisen und Typ nosen auch als vollständige Audioaufnahmen für zu Hause gibt.
00:27:50: Und deshalb freue ich mich ganz besonders, dass ab nächster Woche auf meiner Website ein kleiner Shop online geht und dort findet ihr ganz professionell produzierte Trance Reisen und Hypnosen zum Download!
00:28:03: Die unterstützen euch dabei Ängste zu reduzieren innere Sicherheit zu entwickeln Euer Nervensystem zu regulieren oder einfach mal ganz bewusst zur Ruhe zu kommen Während die Übungen hier im Podcast ganz bewusst kurz gehalten sind, also der Bonus-Track.
00:28:21: Sind die Transreisen und Hypnosen im Shop deutlich umfangreicher?
00:28:25: Und sie geben euch mehr Zeit sozusagen tiefer in die Entspannung einzutauchen und die Inhalte dann nachhaltig zu verankern!
00:28:34: Also wenn ihr euch auch zwischen den Podcastfolgen etwas Gutes tun möchtet, dann schaut doch gerne auf meiner Webseite vorbei.
00:28:41: Vielleicht ist genau die Aufnahme dabei, die dich sozusagen in deiner aktuellen Situation begleitet und unterstützt.
00:28:49: Ja vielen Dank auch dass ihr meinen Podcast hört und mich auf diesem Weg begleitet und ich freue mich natürlich wenn wir uns auch da wieder hören!
00:28:59: Genau wie bist du dann zu mir gekommen?
00:29:01: Haste sich nicht abbringen lassen das ja doch trotzdem los ist oder?
00:29:07: Nee also ich habe dann irgendwann gemerkt wie ich eben schon gesagt hab Die Angst trotzdem noch da ist, auch wenn ich mir in solchen Situationen dann halt gesagt hab ja komm.
00:29:18: Es ist selbst wenn es jetzt nichts Schlimmes und Schutzmechanismus und weiß ich nicht was aber... ...es war halt.
00:29:24: trotzdem habe ich mich damit nicht irgendwie regulieren oder runterfragen können.
00:29:28: Bordern halt irgendwann auch wieder schlimmer.
00:29:31: Und wie das ja so ist, wenn man dann im Internet googelt werden einem ja dann ganz plötzlich verschiedene Sachen angezeigt und ich bin dann tatsächlich auf über Instagram auf dich gestoßen.
00:29:43: Ich hab dann gedacht, Moment mal!
00:29:47: Und habe mir den einen oder anderen Post von dir angeguckt und das erste Mal dachte ich, krass, die weiß ja gerade voll um was es geht.
00:29:59: Das war für mich so etwas hatte ich vorher noch nie erlebt.
00:30:03: und bin dann auch auf dein Buch gestoßen.
00:30:06: Und bevor ich mich bei dir zur Therapie gemeldet habe, weiß ich noch, hab' ich mir erst mal das Buch bestellt... ...und hab' das echt wie so ein fesseln Roman verschlungen!
00:30:17: Wirklich verschlungen.
00:30:18: Und jede Seite war für mich so ja genau.
00:30:21: Genau.
00:30:21: Ja?
00:30:22: Genauso fühle ich.
00:30:23: Ja, das bin ich.
00:30:23: Das beschreibt mich.
00:30:25: Ja und nach dem Buch war es für mich halt ganz klar, dass ich auf jeden Fall zu dir muss.
00:30:31: Das Buch ist wirklich mein ich mache da immer wieder gerne Werbung für, weil es jetzt die dritte Auflage ja Leute das ist wirklich für so ein kleines Sachbuch.
00:30:42: Ganz schön großartig.
00:30:42: und in der dritten Auflage Jetzt habe Ich auch geschafft dass wir kurz drin haben die dann auf den auf einzelne podcast folgen verweisen.
00:30:49: Und Ja genau ist ein bisschen ein bisschen schiehschied rumgekommen und bin nicht ganz stolz drauf.
00:30:54: ja und ich glaube auch das ist guter Einstieg, um das Thema zu verstehen.
00:30:59: Also für Eltern, Verwandte, Angehörige und auch natürlich für Therapeuten wäre doch mal eine Idee, ne?
00:31:05: Ja.
00:31:06: Ich könnte mal eine Verlosung machen nur für Therapeuten dass wir auch... ja!
00:31:10: Das klingt doch gut.
00:31:14: Wir haben uns dann ja kennengelernt.
00:31:15: du bist nach Düsseldorf gekommen was ja bei mir gar nicht unbedingt nötig ist weil du hättest ja auch online arbeiten können.
00:31:21: aber wir freuen uns natürlich über jeden der den Weg auf sich nimmt und zu uns kommt.
00:31:26: Ja, du bist dann bei uns gewesen und was hat sich da für dich verändert?
00:31:30: Oder wie hast Du das erlebt?
00:31:31: wenn Du da ein bisschen etwas zu erzählen magst.
00:31:35: Wie die Behandlung
00:31:37: war.
00:31:37: Also ich war natürlich vor der allerersten Behandlungssitzung war ich natürlich skeptisch.
00:31:44: Ich glaube dass es jeder so ein bisschen... also gerade ich weil ich ja jetzt auch schon da eine Erfahrung mit der Hypnose Therapie gemacht hatte, war ich halt einfach so ein bißchen skeptisch ob das überhaupt Was bringt so?
00:31:56: Und
00:31:58: hattest du, darf ich da noch was zwischenfragen.
00:32:00: Hattest Du eigentlich mal die Idee oder die Überlegung gehabt eine ganz normale in Anführungszeichen Verhaltenstherapie zu machen?
00:32:06: weil das ist ja das lasst in Deutschland eigentlich die angesachte Therapie ist
00:32:10: nicht Hab ich nicht.
00:32:13: Habe ich mich auch gar nicht so intensiv mit beschäftigt, wenn ich ehrlich bin?
00:32:16: Also für mich gab's dann nach dem Instagram-Fund und nach dem Buch eigentlich nur noch dich!
00:32:23: Nee es ist wirklich so.
00:32:24: also da hätte man mir sonst noch irgendwas an, Schmackhafen machen können, probiert doch erst mal das.
00:32:29: oder hier in der Nähe ist doch das.
00:32:32: aber das war mir egal.
00:32:34: Da bin ich wirklich auch gerne für nach Büsseldorf gefahren.
00:32:39: Ja, und als ich dann das erste Mal bei dir war.
00:32:43: Aber erst mal skeptisch ist sehr gut?
00:32:44: Erstmal skeptisch is sehr gut!
00:32:45: Und dann
00:32:46: nimmt man
00:32:46: nämlich bei uns am Telefon... Das muss man auch wissen bei unserer Lieben Vera Vogt,
00:32:50: ne?!
00:32:53: Schönen Guss an Vera, genau!
00:32:55: Ist ja so.
00:32:55: die erste Aufklärung kriegt man von Vera, wie das bei uns war.
00:32:58: Genau.
00:32:59: Richtig,
00:33:00: ja.
00:33:00: Also wenn sich dann wirklich so das erste mal bei dir was hat sich das eigentlich?
00:33:06: Ja, das war sich schon bei Instagram oder in dem Buch gelesen hatte.
00:33:11: Wie soll ich sagen?
00:33:12: Also es war halt wirklich so dass ich das Gefühl hatte, das erste Mal in meinem ganzen Leben versteht wirklich jemand was in mir passiert.
00:33:23: Ich konnte erzählen aber musste mich nicht rechtfertigen ins Detail gehen, also du und auch deine Kollegin Sarah.
00:33:34: Das war ja auch nochmal so.
00:33:35: echt wenn ich das kurz sagen darf next level
00:33:37: für mich
00:33:38: Sarah die selbst betroffen war dass jemand meine Angst ohne große Worte oder rechtfertigen verstehen kann.
00:33:47: jetzt war halt komplett neu für mich und da musste ich schon direkt nach dem ersten mal.
00:33:52: also du bist hier genau richtig wirklich und es ist die Fahrt wert und alles andere auch noch.
00:33:58: das freut uns Ja.
00:34:00: Wird das der Sache ausrichten?
00:34:03: Ja!
00:34:04: Gab's denn während der Behandlung, es sind ja mehrere Sitzungen die man dann bei uns macht in der Regel sind das sechs, wir sagen wenn wir verabreden sechs Termine manchmal brauchen sieben, manchmal brauchen nur fünf oder vier, manche brauchen acht.
00:34:16: aber so irgendwie kommen wir damit zurecht was da wirklich noch im Rahmen von der Kurzzeittherapie ist.
00:34:23: Ja, Alina gab es denn so einen Moment während der Behandlung?
00:34:27: Wenn man das überhaupt so festmachen kann.
00:34:29: Aber wo du selber gespürt hast jetzt geht's ein Schritt voran oder jetzt verändert sich wirklich was?
00:34:37: Gabs das für dich?
00:34:39: Das war auf jeden Fall für mich der Termin mit dir, wo wir die Rückführung gemacht haben und da ist also... Es war sehr emotional für mich aber auch wirklich hilfreich weil Wir hatten da ja auch bei der Rückführung, also für mich war einfach dieses die kleine Alina oder den Ursprung der Angst.
00:35:01: Zu sehen nochmal zu fühlen das war krass.
00:35:04: es hat auch weh getan definitiv aber hat bei mir ja bei mir halt einfach ganz ganz viel bewirkt dass ich auch Vieles wie soll ich das sagen?
00:35:15: Es ist so schwer.
00:35:16: sich wird gerade glaube ich könnte da glaube ich gerade eine Stunde darüber erzählen über diesen Termin.
00:35:22: Vielleicht erkläre ich mal, wie so eine Rückführung... Was das überhaupt bedeutet?
00:35:26: Wenn man jetzt hört.
00:35:26: Rückführungen was heißt das überhaupt?
00:35:28: Also als Alina gerade meint ist wir machen eine Hypnose.
00:35:31: also die Therapie wenn es sechs oder sieben Stunden sind ist halt in unterschiedlichen Etappen aufgebaut und ein Part davon ist die rückführende Hypnase.
00:35:41: Das ist ein Teil aus der Therapie.
00:35:43: bei der rückführenden Hypnese gehen wir praktisch mit dem unguten Gefühl was der Patient hat zurück und gucken Wo ist der Ursprung, wo kommt denn dieses Gefühl her?
00:35:52: Gibt es zu dem Gefühl ein ursächliches Ereignis?
00:35:56: und das suchen wir.
00:35:57: Und das sind manchmal zwei Eregnisse oder drei die dann so aufeinander einzahlen.
00:36:01: Manchmal ist es nur eins und das ist häufig was, was der Patient vielleicht auch sogar noch in echt erinnert.
00:36:07: aber manchmal ist es auch etwas, was er gar nicht mehr so erinnerte weil das verdrängt hat.
00:36:12: Genau!
00:36:12: Das ist das was du meintest dieser Termin.
00:36:14: ne der hatte ich
00:36:15: genau richtig.
00:36:17: ja
00:36:17: War dir denn die Situation oder das, was du da gefunden hast vorher bewusst, dass das die Ursache war?
00:36:23: Oder hast du das in dem Termin herausgefunden für dich?
00:36:27: Genau bei der Rückführung.
00:36:28: Also ich konnte ja schon erahnen, dass so die Situation mit meinem Papa von der ich eben erzählt habe, dass es so der Ursprung war meiner Angst aber trotzdem haben wir während der Rückführung auch noch so die eine oder andere Situation aufdecken Können, die vielleicht auch noch mitgespielt hat.
00:36:48: Was meine Angst dann geht.
00:36:50: Wovon ich aber vorher nichts wusste oder was mir nicht bewusst war genau das war schon ja erschreckend traurig emotional Aber auch befreiend.
00:37:00: Ja
00:37:01: am ende hilf euch dann Genau.
00:37:04: Ja vielen dank dass du das teilst weil es ja schon auch eine emotionale und sehr persönliche Teil deiner behandlung gewesen.
00:37:14: Was hat dir denn so zu sagen am besten gefallen in der Behandlung?
00:37:17: Es gibt ja verschiedene Teile.
00:37:19: Also die Rückführung war ein sehr emotionaler, wichtiger Teil.
00:37:22: Gibt es noch irgendwas anderes?
00:37:24: Ja besonders wertvoll waren einfach für mich die ganzen Werkzeuge, die ihr mir mitgegeben habt also du und Sarah, die ich auch tatsächlich heute noch anwende.
00:37:33: Also fester Bestandteil beim Tag ist das Klopfen.
00:37:40: Das nutzte heute, ja!
00:37:42: Genau.
00:37:42: Also ich sag immer, oder das hattest du glaube ich mal gesagt es gibt immer irgendwas zu klopfen und es ist tatsächlich so.
00:37:48: also nur selbst wenn gerade kein Magen darf herrscht oder sonst was aber ich kann immer irgendetwas klopsen und das hilft mir total gut mich einfach so ja zu Norden ne?
00:37:59: Und das mache ich meistens morgens.
00:38:03: Ja,
00:38:03: so ein Morgenritual.
00:38:04: So ein Thema um sein Nervensystem zu regulieren und das ist auch wirklich mein Spruch.
00:38:09: es gibt immer was zu klopfen schön groß an meinen Mann wenn ich gucke ja mal auf so einer Skala von null bis zehn Heute vielleicht das intensivste Gefühl ist oder es mich gerade am meisten stört.
00:38:20: Das ist immer das Gefühl, was man klopfen kann.
00:38:22: und ich sage immer wenn mein Mann auf der Skala von null bis zehn die Acht erreicht hat dann klopfe ich den.
00:38:28: Gut dass du das nicht weißt.
00:38:30: Und danach wenn ich zu Ende geklopft habe denke ich immer ach komm ein ganz netter Kerl ja alles gut.
00:38:34: Genau.
00:38:36: Ja also lief das Klopfen ja.
00:38:39: und dann was mir auch hilft also grade so in akuten Situationen, wenn ich merke.
00:38:45: Oh Gott!
00:38:46: Da ist sie wieder so die Angst.
00:38:49: Das ist das Atmen.
00:38:51: Ja?
00:38:51: Also das auf jeden Fall und was ich mir immer... also das fällt mir tatsächlich manchmal noch ein bisschen schwer aber das muss ich mir dann auch nochmal ins Gedächtnis rufen.
00:39:01: Das is einfach deine Schnecke.
00:39:04: Die Schnecke ja genau.
00:39:06: Und das ist große
00:39:07: Geheimnis mit der Schnecke
00:39:12: Das sind so die Sachen.
00:39:14: Achso, und eigentlich mein allerwichtigstes... Oh Gott!
00:39:17: Ich habe meinen wichtigsten Werkzeug fast vergessen.
00:39:19: Ich weiß jetzt nicht mehr in welcher Sitzung wir das zusammen erarbeitet haben aber ich hab mir doch was das Katastrophisieren angeht und Bilder im Kopf und sowas.
00:39:29: Habe ich mir doch einen Seil in meinem Kopf
00:39:32: gehangen.
00:39:32: Die Gedankensystemkontrolle?
00:39:34: Genau, die Gedanken, die es ist handelt nicht mehr drauf.
00:39:37: Ja, genau.
00:39:39: Und das ist so, vielleicht kurz für die Zuhörer.
00:39:42: Also ich hab halt ein Seil im Kopf natürlich nicht echt sondern ein imaginäres.
00:39:47: und wenn halt diese tausend Bilder in meinen Kopf kommen, die das Katastrophisieren fördern und ich ja eigentlich dann kurz davor bin wieder diese Todesangst zu bekommen, dann ziehe ich imaginär an meinem Seil, dann öffnet sich eine Klappe darunter und alle Bilder fallen in diese Klappereien.
00:40:06: mein Kopf ist leer also frei von diesen Katastrophenbildern, genau.
00:40:11: Und das hilft mir auch echt immer noch gut!
00:40:14: Ich sage mir das dann wohl auch laut, ne?
00:40:16: Also wenn ich jetzt nach dem... Wenn ich irgendwo bin, stehe ich da nicht natürlich da und sage wo ich ziehe jetzt an meinem Seil alles ist weg.
00:40:22: aber so für mich ja ich sag mir das
00:40:25: für dich der Ablauf Aber ist ja auch cool.
00:40:29: Das ist ja eines der Ergebnisse, was wir erreichen wollen.
00:40:32: Viele sagen, geht die Angst dann weg oder so?
00:40:34: Ist sie wirklich weg?
00:40:35: Nein!
00:40:36: Möglicherweise nicht, aber vielleicht magst du es lieber erzählen.
00:40:40: Was hat sich konkret verändert seitdem du die Behandlung gemacht hast?
00:40:44: Dann ist besser, wenn du es erzählt hast
00:40:47: als ich.
00:40:48: Natürlich ist die Angst nicht weg... Aber ich muss dann immer an ein Gespräch mit deiner Kollegin Sarah denken, die ja auch davon betroffen war.
00:40:59: Die hat immer gesagt ... weil ich hab sie irgendwann in den Anfangstermin mal gefragt, ich dachte wie ist es denn jetzt?
00:41:04: Hast du keine Angst mehr?
00:41:05: Weil für mich war ja auch erstmal so der Gedanke, joh, ich mach jetzt die Therapie und dann ist die Angst weg.
00:41:10: Und dann hatte sie mir aber gesagt dass die Angst, die sonst immer quasi auf dem Beifahrersitz gesessen hat, wenn man sich das so vorstellt.
00:41:19: Also immer direkt neben ihr saß oder auch wie ihr sah es oder wie auch immer nur noch, wenn überhaupt im Kofferraum mitfährt.
00:41:26: und das finde ich also dass ist ein Satz der ist mir im Gedächtnis geblieben genauso wie dein Satz mit es gibt immer was zu klopfen.
00:41:33: also die Angst ist nicht weg sie fährt wenn überhaupt noch im kofferraum mit und das find ich beschreibt das eigentlich ganz gut
00:41:41: und bestimmt vielleicht auch nicht mehr so den Alltag wie vorher.
00:41:44: Überhaupt nicht, ne?
00:41:45: Genau, überhaupt nicht mehr ja!
00:41:47: Weil
00:41:47: das ist schon wichtig glaube ich für Teilnehmer die hier zuhören wollen.
00:41:51: Wie sehr bestimmt ihr denn noch den Alltag?
00:41:53: Kann ich jetzt die Kinder in den Kindergarten bringen oder fahre ich doch wieder nach Hause oder denke ich da nicht mehr oft dran habe ich nicht mehr viele Gedanken...wie ist es bei
00:42:01: dir?!
00:42:02: Also gerade, was so die Kindergarten-Situation betrifft.
00:42:05: Das ist ja auch eigentlich so mein... also die Kinder so mein größter Trigger, ne?
00:42:09: Da kann ich jetzt sagen seitdem mich die Therapie bei dir gemacht habe es ist auf jeden Fall um einiges leichter.
00:42:15: Es ist nicht das wenn ich die in den Kindergaten bringe und da hängt wieder dieses blöde Schild, dass ich dann denke super viel Spaß!
00:42:22: Und ciao aber ähm..
00:42:24: Was auch
00:42:24: eine andere
00:42:25: Mutter nicht täte, ne, in der Wege.
00:42:27: Ne
00:42:27: eben, das macht ja auch keiner,
00:42:28: ne?!
00:42:29: Also das ist ja so,
00:42:30: ne!?
00:42:31: Aber trotzdem versuche ich dann nicht, das Katastrophisieren anzufangen und sage dann auch ganz bewusst.
00:42:38: Auch dass was du mir beigebracht hast so die Angst anzunehmen?
00:42:42: Ja okay!
00:42:44: Ich fühle dich gerade.
00:42:45: es ist ok, dass du da bist aber in dem Moment wo ich meine Kinder in den Kindergarten ja auch bringe ist ja auch noch nichts passiert.
00:42:51: also es heißt ja auch nicht, dass sie sich dann anstecken.
00:42:55: Und die ganzen kranken Kinder sind ja eigentlich.
00:43:00: Aber die Frage Alina ist ja, was ist mit deinem Gefühl?
00:43:02: Also im Kopf wissen wir kannst du das alles aber fühlst du es auch.
00:43:06: Kannste dir die getrost dort abgeben gehst normal zum Job und kannst dann noch mal arbeiten oder bist du da die ganze Zeit noch mit deiner Angst beschäftigt?
00:43:13: Das ist ein guter Punkt.
00:43:16: also ich glaube die Rückfahrt vom Kindergarten wenn ich jetzt bei dieser Situation bleibe die ist schon so dass ich so denke War das jetzt richtig?
00:43:25: War es jetzt richtig, die da zu lassen oder hätte sie wieder mitnehmen sollen.
00:43:27: Also da kommt schon dann meine Angst.
00:43:29: Die fährt dann glaube ich den Weg vom Kindergarten zur Arbeit und meiner Arbeitsstelle schon wieder auf dem Beifahrersitz.
00:43:36: Dann kommt halt der Moment wo ich dann wirklich wenn ich dann auf der Arbeit angekommen bin kurz einen Moment für mich dann brauche oder auch habe, wo ich denn das was ich gelernt hab einfach anwenden kann.
00:43:47: Und dann sage ich dir ganz ehrlich, kann ich den Vormittag auf der arbeit wirklich gut bestreiten, also ohne dass ich jetzt permanent daran denken muss.
00:43:56: Das war ja vorher der Fall.
00:43:58: Also da war ich überhaupt nicht aufnahmefähig.
00:44:01: Hast du gesagt, du hattest ja Todesangst gehabt?
00:44:05: Ja, aber das ist ja...
00:44:09: Ach Martina was ich dir auch unbedingt noch erzählen muss ist, dass ich kurz nachdem die Therapie bei dir beendet hatte schon ein totales Erfolgserlebnis hatte und zwar hatte sich In irgendeiner Nacht meine Tochter mal übergeben, also komplett in ihr Bett.
00:44:24: Und das wäre normalerweise eine Situation für mich gewesen, die hätte ich nicht geschafft.
00:44:29: Also da wäre ich eher geflüchtet, dass ich mich der Situation gestellt hätte.
00:44:35: Aber ich habe es tatsächlich geschafft mit den Techniken und mit der nötigen Ruhe, die Situation zu bewältigen, zwar mit meinem Mann zusammen aber ich hab's geschafft!
00:44:45: Ich konnte das Bett beziehen abziehen, neu beziehen Hab meine Tochter abgeduscht und hab ihr, glaub ich auch in dem Moment ... Ja.
00:44:54: Auch vermittelt.
00:44:55: ist es alles okay?
00:44:57: Ich bin ruhig!
00:44:58: Du kannst dich beruhigen... Da war ich total stolz auf mich in dem moment.
00:45:06: Das wollte ich unbedingt noch erwähnen.
00:45:08: Wenn jetzt heute jemand zuhört, der so selber unter Emetophobie leidet und vielleicht denkt, das schaff' ich nie.
00:45:14: Was würdest du denn dieser Person aus deiner eigenen ... Erfahrungen sozusagen mit auf den Weg geben wollen.
00:45:21: Also erst mal ganz wichtig ist, glaube ich für die Zuhörer dass man sagt das sie nicht alleine sind.
00:45:28: also ich finde das war für mich halt immer jahrelang der Gedanke Ich bin alleine das hat ja kein anderer Mensch.
00:45:34: also so wo kam es mir halt immer vor?
00:45:38: und dann als zweiten Punkt würde ich halt Den Leuten mitgeben dass man sich nicht für diese angst schämen muss.
00:45:46: also imetophobie ist jetzt keine Schwäche.
00:45:50: So gesehen, also auch wenn es sich für einen selbst so anfühlt als wäre es eine schwäche aber das ist nicht und man muss sich da eigentlich nicht vor verstecken.
00:45:58: Und ja so als dritten Punkt einfach ganz klar holt euch Hilfe!
00:46:04: Also auch wenn sie sich noch so aussichtslos anfühlen... Ich habe echt jahrelang hat es sich so für mich angefühlt dass müsste ich damit jetzt einfach leben alt werden.
00:46:18: Das ist halt nicht so, ne?
00:46:19: Es gibt einfach Wege diese Angst zu überwinden.
00:46:22: Genau!
00:46:23: Und den bist du gegangen und dafür... Den bin
00:46:26: ich gegangen!
00:46:26: Großen
00:46:26: Applaus, ja!
00:46:27: Große Applaus!
00:46:28: Ja, danke!
00:46:31: Alina ganz, ganz lieben und vielen Dank dass du deine Geschichte hier heute nochmal mit uns so offen geteilt hast.
00:46:38: also sozusagen letzte Woche erst im ZDF und jetzt hier am Podcast und ich denke das macht Betroffenen wirklich viel Mut.
00:46:47: Also das ist was ich möchte, dass man
00:46:50: mutig nach vorne.
00:46:51: Vielen vielen Dank Alina!
00:46:52: Ja
00:46:52: sehr gerne, danke dir!
00:46:53: Alles Liebe und gute für dich, für deine Zukunft.
00:46:57: und ja wir sehen und hören uns im Podcast oder beim nächsten Dreh?
00:47:03: Im Fernsehen genau!
00:47:04: Bis dahin ciao ciao!
00:47:06: Tschüss!
00:47:09: Und ihr bitte noch dran bleiben weil da kommt ja gleich noch der Bonus Track.
00:47:16: Zwei Minuten zurück in deine innere Sicherheit.
00:47:21: Schön, dass du da bist und dass du dran geblieben bist!
00:47:26: Wenn Du magst und schließ jetzt für einen Moment die Augen Atme einmal langsam und tief ein Und wieder aus.
00:47:42: Spüre wie dein Körper von der Unterlage getragen wird.
00:47:49: Du musst jetzt nichts leisten Nichts lösen Nur für diesen Moment da sein.
00:48:04: Lege eine Hand auf dein Bauch oder auf deinen Herz und sage dir innerlich, ich bin jetzt sicher!
00:48:20: Dieser Moment ist in Ordnung.
00:48:24: Mein Körper darf zur Ruhe kommen.
00:48:31: Mit jedem Ausatmen lässt du ein wenig Anspannung los.
00:48:39: Stell dir vor Der Nervensystem schaltet einen Gang herunter.
00:48:45: Ganz sanft, ganz natürlich!
00:48:52: Vielleicht bemerkst du schon jetzt einen kleinen Hauch von mehr Ruhe und genau das genügt.
00:49:03: Es muss nicht perfekt sein.
00:49:07: Jeder noch so kleine Schritt ist ein Schritt in Richtung Sicherheit Ein Schritt In Richtung Vertrauen.
00:49:23: Nimm dieses Gefühl mit in deinen Tag und erinnere dich immer wieder daran, du musst nicht gegen deine Angst kämpfen!
00:49:35: Du darfst lernen dir selbst Sicherheit und Vertrauen zu schenken.
00:49:45: Atme noch einmal tief ein langsam wieder aus.
00:49:55: ich wünsche dir einen ruhigen.
00:50:23: Ebenso würden wir uns sehr darüber freuen, wer du den Podcast abonnierst und eine kurze Bewertung hinterlässt.
00:50:29: Danke und bis bald!
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